Thüringen

Bilanz : Thüringer Weihnachtsmärkte mit positivem Fazit

Die Thüringer Weihnachtsmärkte haben eine überwiegend positive Bilanz gezogen. Der Weimarer Markt rechnet mit insgesamt zwei Millionen Besuchern. Thüringens größter Weihnachtsmarkt in Erfurt verfehlte diese Marke zwar, ist aber angesichts der kürzeren Öffnungsdauer dennoch zufrieden.

Riesenrad auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt

Der Erfurter Weihnachtsmarkt ist am Sonnabend mit einer positiven Bilanz zu Ende gegangen. Die erwartete Besucherzahl von zwei Millionen wurde zwar nicht erreicht, dennoch zeigte sich Thüringens größter Weihnachtsmarkt zufrieden. Marktchef Sven Kaestner sagte, er rechne mit 1,8 Millionen Besuchern und verwies zugleich darauf, dass der diesjährige Markt mit 26 Verkaufstagen vier Tage kürzer gewesen sei als 2011. Positiv vermerkte Kaestner zudem, dass mehr Reisebusse nach Erfurt gekommen seien. In diesem Jahr seien täglich im Durchschnitt 62 Reisebusse gezählt worden, im Vorjahr seien es 56 gewesen. Die meisten Busreisenden stammten laut Kästner aus Thüringen und den angrenzenden Bundesländern. Der Erfurter Weihnachtsmarkt werde aber auch in den Niederlanden und Österreich ein immer beliebteres Reiseziel.

Umsatz auf Vorjahresniveau

Auch die 192 Händler zeigten sich zufrieden: Der Umsatz habe auf Vorjahresniveau gelegen, Geschenkartikelverkäufer hätten zum Teil zulegen können. Nur für den Glühwein sei es oft zu warm und zu feucht gewesen. Die Polizei vermeldete weniger Anzeigen als im Vorjahr. Lediglich die Fans des Halleschen FC hätten nach der Pleite gegen Rot-Weiß Erfurt ein wenig für Unruhe gesorgt, sagte Polizeisprecher  Eckhard Deutschmann.

Nach dem offiziellen  Ende des Weihnachtsmarktes bleiben einige Teile des Marktes bestehen. Wie Marktchef Kaestner dem MDR THÜRINGEN sagte, hat der Märchenwald über die Feiertage geöffnet, auch die Pyramide und die in diesem Jahr neu gebaute Kinderbackstube bleiben stehen. Im Domgarten gibt es außerdem noch bis zum 1. Januar Bratwurst und Glühwein und der historische Weihnachtsmarkt auf dem Wenigemarkt öffnet nach den Feiertagen noch einmal bis zum 30. Dezember.

Weimar rechnet noch mit Zwei-Millionen-Marke

Auch andere Weihnachtsmärkte in Thüringen zogen ein positives Fazit. Besonders erfolgreich lief es in Weimar. Ein Stadtsprecher erklärte, einige Händler hätten ein Umsatzplus von bis zu 20 Prozent erzielt. Bisher seien 1,7 Millionen Gäste gezählt worden, man rechne damit, die Zwei-Millionen-Marke noch zu knacken. Aufgrund des großen Erfolgs soll die "Weimarer Weihnacht"  bis 29. Dezember verlängert werden. Der Weimarer Winter mit Eisbahn und Hüttendorf wird noch bis zum 6. Januar gefeiert.

Auch Gera, Suhl und Nordhausen zufrieden

In Gera schloss der Weihnachtsmarkt am Sonntag. Die Stadt rechnet mit etwa 400.000. Besonders die Eröffnung am 27. November sei ein Besuchermagnet gewesen, sagte eine Sprecherin. Der Auftakt sei unter anderem mit einer Laser-Show und einem Feuerwerk vom Rathausturm sowie mit Verstärkung vom Nürnberger Christkind und dem finnischen und deutschen Weihnachtsmann gefeiert worden.

Suhl rechnete bis Sonntag mit insgesamt 100.000 Besuchern. Ein Stadtsprecher sagte, viele Gäste hätten vor allem die Suhler Bratwurst gelobt. Zu den Verkaufsschlagern hätten zudem der traditionelle Stollen "Sühler Chrisamel" und das mit Käse gefüllte "Dresdner Handbrot" gezählt. Das Bastelhaus auf dem Weihnachtsmarkt sei von mehr als 2.000 Kindern besucht worden.

Die Stadt Nordhausen erklärte, ihr Weihnachtsmarkt sei ebenfalls gut gelaufen. Händler und Veranstalter seien sehr zufrieden gewesen. An den Wochenenden seien täglich bis zu 1.000 Besucher gezählt worden. Allerdings werde es jedes Jahr schwieriger, Händler mit vorführendem Handwerk für den Markt zu finden.

Zuletzt aktualisiert: 23. Dezember 2012, 17:14 Uhr

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