War es wieder ein Wolf? Tote und verletzte Schafe bei Wölfis entdeckt

Nahe der Gemeinde Wölfis im Kreis Gotha hat möglicherweise ein Wolf zugeschlagen. In der Gegend um den Standortübungsplatz Ohrdruf wurden 17 Schafe gerissen und so getötet. Dem Landesumweltministerium zufolge wurden außerdem drei weitere Tiere verletzt.

Ein getötetes Schaf liegt auf einer Wiese.
Gerissenes Schaf im Jonastal Bildrechte: Jürgen Hoffmann

Wie es weiter hieß, hat ein Experte die Tiere begutachtet und einen sogenannten Wolfsriss nicht ausgeschlossen. Absolut sicher sei das aber noch nicht. Um den Verdacht zweifelsfrei zu klären, wurden an den Bisswunden der Schafe Genproben genommen und zur Analyse an ein Fachinstitut geschickt. Ergebnisse werden nach Angaben eines Ministeriumssprechers voraussichtlich nächste Woche vorliegen.

Erst im Juli waren elf Schafe im Jonastal Opfer mindestens eines Wolfs geworden. Damals blieb unklar, ob es sich dabei um die Ohrdrufer Wölfin oder mehrere Tiere gehandelt hat, die für den Angriff verantwortlich waren. Bisher hat Thüringen laut Umweltministerium kein großes Problem mit dem Wolf. Das gehe aus Zahlen des Ministeriums hervor: So sind im vergangenen Jahr eingeplante Hilfen noch nicht einmal zur Hälfte abgerufen worden. Das meiste Geld wurde zudem nicht für Entschädigungen, sondern für den Bau von Zäunen oder den Kauf von Herdenhunden ausgegeben.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - das Radio | Nachrichten | 11.08.2017 | 16:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 11. August 2017, 19:26 Uhr

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3 Kommentare

12.08.2017 19:01 Schwertner Heike 3

Alf, alle Tiere im Erdenkreis sind schätzenswert. Doch leider sehen dies viel zu viele nutztierhalter nicht so. Gelebte nutztierliebe muss sich in wirkungsvollen Zäunen und herdenschutzhunden, sogar jetzt Lamas!!, widerspiegeln.

12.08.2017 16:59 Günter 2

Ich denke man kann eine Schafherde heute gut gegen Wölfe schützen nicht aber gegen Wilderer. Offensichtlich sind aber in diesem Fall die Möglichkeiten diese Herde zu schützen zumindest nicht im ausreichendem Maße genutzt worden obwohl es dafür Fördergelder gibt. Also ich frage mich warum eigentlich nicht.

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