CDU kritisiert Kommunalaufsicht Gothaer "Busstreit" Thema im Landtag

Der monatelange Streit um den Busverkehr in Gotha beschäftigt am Mittwoch den Thüringer Landtag. Die CDU will wissen, warum das Landesverwaltungsamt als Aufsichtsbehörde nicht einschritt, als mehrere Buslinien vom Unternehmen Steinbrück und der Regionalen Verkehrsgesellschaft RVG doppelt bedient wurden. Inzwischen sind beide Unternehmen in Konkurs.

Vor parkenden Bussen stehen Menschen mit Plakaten. Ein  Mann mit grauen Haaren und Schlips steht am linken Bildrand im Vordergrund.
Bereits im Mai protestierte Steinbrück mit Belegschaft vor dem Landtag. Bildrechte: MDR/Matthias Thüsing

Bereits am vergangenen Mittwoch hatte die CDU-Fraktion dem Leiter des Landesverwaltungsamts im Landtagsausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten "Untätigkeit" vorgeworfen. Frank Roßner (SPD) habe dem "einfach zugeschaut" und "wissentlich in Kauf genommen, dass ein Privatunternehmen in Insolvenz gerät".

258 Tage lang hatte das Busunternehmen Steinbrück Passagiere in Stadt und Landkreis befördert, obwohl ihm der Vertrag zu Jahresbeginn von der kreiseigenen Regionalen Verkehrsgemeinschaft Gotha gekündigt worden war. Steinbrück klagte dagegen und bekam im März vom Gericht 700.000 Euro zugesprochen. Doch die RVG meldete Konkurs an. Darum ging es im Gothaer "Busstreit":

Grafik eines Reisebusses mit der Aufschrift "Steinbrück" und einem unglücklich schauendem Smiley auf der Frontscheibe, der zwei anderen Reisebussen gegenüber steht
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 27. September 2017 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. September 2017, 09:43 Uhr

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6 Kommentare

28.09.2017 12:47 Frierender Fahrgast 6

Martin ( 5 ) , der ehemalige Geschäftsführer wurde in letzter Instanz vom Jenaer OLG von den gegen ihn gerichteten Vörwürfen freigesprochen, ob sich Steinbrück strafbar bemacht hat ist nicht bewiesen und solange gilt die Unschuldsvermutung. Die gegen Steinbrück ausgesprochenen Kündigungen waren ebenso haltlos wie ihre unglaublichen Unterstellungen. Lesen Sie einfach die ganze Chronologie und informieren sich. Diese Angelegenheit ist eine von der Politik inszinierte Nummer, die leider am Ende keinen Sieger kennt !!!

28.09.2017 07:05 Martin 5

Schön wie bei diesem ganzen Beitrag der Grund für die Kündigung vergessen wird. Steinbrück hat sich Strafbar gemacht, der alte RVG Geschäftsführer mit. Wenn das kein Grund für eine Kündigung ist? Bringt mal darüber was liebes MDR ... ach das wäre ja dann ordentlicher Journalismus und nicht nur Stimmungsmache, ist wahrscheinlich nichts für euch.

Anm.d.Red.: Wir rollen nicht in jedem Update die ganze Geschichte wieder auf. Alle Hintergründe gibt es in älteren Artikeln. Siehe rechte Spalte. Einfach mal nachschauen und lesen. Ach... ist wahrscheinlich nichts für Sie.

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