Thüringer Kalibergbau Ramelow fordert erneut vom Bund Geld für Kali-Altlasten

Die Thüringer Landesregierung fordert vom Bund weiter Geld für die Sanierung der Kali-Altlasten. Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte im Landtag, er wolle für den Freistaat eine finanzielle Absicherung. Es könne nicht sein, dass das Land allein hier drei Milliarden Euro aufbringen müsse.

Erlebnisbergwerk Merkers mit Förderturm im Hintergrund.
Heutiges Erlebnisbergwerk Merkers: Thüringen zahlt an K+S für Sicherungsarbeiten in den stillgelegten Kalibergwerken Merkers und Springen jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag. Bildrechte: MDR/Jörg Thiem

Wer die Sanierung für die alten Kali-Gruben zahlt, ist seit Jahren umstritten und beschäftigt inzwischen auch die Gerichte. Das Land weigert sich, die Kosten allein zu übernehmen und verweist etwa auf die Lösung, die Bund und der Freistaat Sachsen bei der Sanierung der alten Wismut-Bergwerke fanden. Eine solche Lösung wünsche er sich auch in Thüringen für die Kali-Altlasten, so Ramelow.

Das Problem dabei ist, dass der der Bund schon einmal in den 90-er Jahren gut 400 Millionen Euro für die Kali-Sanierung an das Land überwiesen und sich damit von weiteren Pflichten freigekauft. Der Bund lehnt daher bis heute Nachzahlungen ab. Auch der Kali-Konzern K+S weist Forderungen des Landes zurück, sich an den Sanierungs-Kosten zu beteiligen. Thüringen zahlt an K+S für Sicherungsarbeiten in den stillgelegten Kalibergwerken Merkers und Springen jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. September 2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. September 2017, 20:40 Uhr

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1 Kommentar

29.09.2017 20:19 Einer aus der Frühschicht 1

Wenn es schon um Thüringer Kalischächte geht, dann bitte auch Bilder von Thüringer Schächten. Nicht die aus Hattorf.

[Anmerkung der Redaktion: Da haben Sie Recht. Wir haben das Bild geändert]

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