Winter in Thüringen : Skigebiete gut ausgelastet - Rettungsdienste auch
Des einen Freud ist des anderen Leid: Die kräftigen Schneefälle der vergangenen Tage haben den Betreibern und Wintersportanlagen in Thüringen viel Kundschaft beschert. Viel Arbeit gab es am Wochenende auch für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste, denn wegen glatter Straßen ereigneten sich auf den Straßen im Freistaat zahlreiche Unfälle.
Ergiebige Schneefälle und Winterferien haben den Thüringer Skigebieten einen großen Andrang beschert. Hotels und Liftbetreiber meldeten eine gute Auslastung. Eine Sprecherin des Regionalverbundes Thüringer Wald sagte MDR THÜRINGEN, auch in den Loipen herrschte viel Betrieb. Konkrete Zahlen zu Übernachtungsgästen und Skilift-Nutzern liegen noch nicht vor. Der Rennsteig habe sich aber einmal mehr als gute Adresse für Wintersportler erwiesen, sagte die Sprecherin. Nach dem miesen Januar sei der Wiedereinzug des Winters für Hoteliers und Liftbetreiber auch bitter nötig gewesen.
Bergwacht hat einiges zu tun
Viel Arbeit haben die guten Wintersportbedingungen allerdings auch der Thüringer Bergwacht beschert. Allein in der Skiarena Silbersattel in Steinach mussten nach Angaben von Bergwacht-Referent Daniel Fritsche im Februar zwölf Menschen nach Unfällen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Betroffenen seien vor allem Snowboard-Fahrer, die sich beim Stürzen Handgelenke gebrochen hätten. Das sei die klassische Snowboard-Verletzung. In Oberhof waren die Bergwacht-Leute seit Jahresbeginn bei 17 Skiunfällen im Einsatz. In zehn dieser Fälle mussten Betroffene ins Krankenhaus eingeliefert werden. Im Raum Gehlberg wurden die Einsatzkräfte zu zwei Unfällen gerufen, bei denen sich Langläufer bei Stürzen verletzt hatten.
Nach den kräftigen Schneefällen vor allem am Wochenende ist die Schneehöhe im Thüringer Wald auf fast einen Meter angewachsen. Nach Angaben des Regionalverbundes Thüringer Wald waren am Sonntag rund 1.000 Kilomter Loipen und Skiwanderwege präpariert. Für Alpinskifahrer und Snowboarder waren 20 Lifte geöffnet.
Rund 200 Verkehrsunfälle am Wochenende
Auf den Straßen im Freistaat ereigneten sich wegen der Wetterverhältnisse am Wochenende zahlreiche Unfälle. Bis zum Sonntagmittag meldete die Polizei rund 200 Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt 34 Menschen verletzt wurden. Allein 71 Unfälle passierten am Sonnabend auf den Thüringer Autobahnen. Auf der A9 staute sich am Sonnabend südlich des Hermsdorfer Kreuzes der Verkehr nach Unfällen auf einer Länge von bis zu 25 Kilometern. Die Autobahn war wegen des Rückreiseverkehrs aus den Winterferien stark befahren.
Schwer verletzt wurde am Sonnabendmorgen ein 25-jähriger Mann, der mit seinem Kleintranlaster auf der Straße zwischen Bad Klosterlausnitz und Schöngleina von der glatten Fahrbahn abkam und 30 Meter einen Hang hinunterstürzte. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt, konnte aber trotz seiner schweren Verletzungen noch selbst den Notruf wählen.
4 Kommentare
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.



