Thüringen

Winter in Thüringen : Skigebiete gut ausgelastet - Rettungsdienste auch

Des einen Freud ist des anderen Leid: Die kräftigen Schneefälle der vergangenen Tage haben den Betreibern und Wintersportanlagen in Thüringen viel Kundschaft beschert. Viel Arbeit gab es am Wochenende auch für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste, denn wegen glatter Straßen ereigneten sich auf den Straßen im Freistaat zahlreiche Unfälle.

Ergiebige Schneefälle und Winterferien haben den Thüringer Skigebieten einen großen Andrang beschert. Hotels und Liftbetreiber meldeten eine gute Auslastung. Eine Sprecherin des Regionalverbundes Thüringer Wald sagte MDR THÜRINGEN, auch in den Loipen herrschte viel Betrieb. Konkrete Zahlen zu Übernachtungsgästen und Skilift-Nutzern liegen noch nicht vor. Der Rennsteig habe sich aber einmal mehr als gute Adresse für Wintersportler erwiesen, sagte die Sprecherin. Nach dem miesen Januar sei der Wiedereinzug des Winters für Hoteliers und Liftbetreiber auch bitter nötig gewesen.

23. Deutsche Meisterschaften: Schlittenhundrennen in Oberhof

Ein aus zwölf Hunden bestehendes Schlittengespann steht in einer Winterlandschaft. Zwei Personen machen sich am Geschirr der Hunde zu schaffen. Weitere Personen beobachten die Szene von der Seite. Ein Schlittenhundegespann steht am Start eines Rennens. Daneben läuft ein weiteres Gespann gerade los. Ein Schlittenhund zerrt an seinem Geschirr.

Dutzende Musher haben am Wochenende in Oberhof mit ihren Schlittenhund-Gespannen die Meister auf den Sprintstrecken gesucht. Die Wettkämpfer und ihre Tiere fanden beste Bedingungen vor. Hier sehen Sie einige Bilder. [Bilder]


Bergwacht hat einiges zu tun

Viel Arbeit haben die guten Wintersportbedingungen allerdings auch der Thüringer Bergwacht beschert. Allein in der Skiarena Silbersattel in Steinach mussten nach Angaben von Bergwacht-Referent Daniel Fritsche im Februar zwölf Menschen nach Unfällen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Betroffenen seien vor allem Snowboard-Fahrer, die sich beim Stürzen Handgelenke gebrochen hätten. Das sei die klassische Snowboard-Verletzung. In Oberhof waren die Bergwacht-Leute seit Jahresbeginn bei 17 Skiunfällen im Einsatz. In zehn dieser Fälle mussten Betroffene ins Krankenhaus eingeliefert werden. Im Raum Gehlberg wurden die Einsatzkräfte zu zwei Unfällen gerufen, bei denen sich Langläufer bei Stürzen verletzt hatten.

Nach den kräftigen Schneefällen vor allem am Wochenende ist die Schneehöhe im Thüringer Wald auf fast einen Meter angewachsen. Nach Angaben des Regionalverbundes Thüringer Wald waren am Sonntag rund 1.000 Kilomter Loipen und Skiwanderwege präpariert. Für Alpinskifahrer und Snowboarder waren 20 Lifte geöffnet.

Rund 200 Verkehrsunfälle am Wochenende

Auf den Straßen im Freistaat ereigneten sich wegen der Wetterverhältnisse am Wochenende zahlreiche Unfälle. Bis zum Sonntagmittag meldete die Polizei rund 200 Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt 34 Menschen verletzt wurden. Allein 71 Unfälle passierten am Sonnabend auf den Thüringer Autobahnen. Auf der A9 staute sich am Sonnabend südlich des Hermsdorfer Kreuzes der Verkehr nach Unfällen auf einer Länge von bis zu 25 Kilometern. Die Autobahn war wegen des Rückreiseverkehrs aus den Winterferien stark befahren.

Schwer verletzt wurde am Sonnabendmorgen ein 25-jähriger Mann, der mit seinem Kleintranlaster auf der Straße zwischen Bad Klosterlausnitz und Schöngleina von der glatten Fahrbahn abkam und 30 Meter einen Hang hinunterstürzte. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt, konnte aber trotz seiner schweren Verletzungen noch selbst den Notruf wählen.

Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2013, 22:33 Uhr

4. Rennsteig-Dorfbürger:
Zur Sprecherin des Regionalverbandes Thüringen, zu den Thüringer Skigebieten und dem Rennsteig, ob das alles so Glaubhaft ist stellt sich hier die Frage. Bei uns im Rennsteigort konnte man vor lauter Schneetreiben keinen Hund hinter den Ofen vorlocken. Auch das Pistengerät war nicht unterwegs um Loipen zu spuren, da sie innerhalb weniger als 5 Minuten wieder zugeweht waren. Zum Wintersport am Rennsteig, da sieht man auch seit Jahren nur noch vereinzelte Skiläufer wobei die Kosten für die Rennsteig-Kommunen zum Bezug " Loipen" anlegen ins unentliche steigen. Das ist wie im Thüringer Winterleistungssport, Lobeshymnen auf Oberhof präsentieren aber nur leider zu wenig Erfolge mit sinkender Tendenz.
25.02.2013
09:41 Uhr
3. EINHEIMISCHER:
durch solche "vorsicht, vorsicht, drei schneeflocken sind gefallen"- Fahrer passieren die unfälle! auf bundesstrassen wird nach den autobahnen als nächstes gesalzen, da muß man keine 50ig fahren!!! Da überholen schon mal ALLE!!!
24.02.2013
20:45 Uhr
2. Uwe:
Ich muß Steffen zustimmen. Bin auch immer wieder erstaunt, was es für Autofahrer gibt. Die haben keine Ahnung davon, das ihr Auto trotz Winterreifen auch rutschen kann. Die Unfälle wundern mich nicht
24.02.2013
19:38 Uhr
1. steffen:
Nicht die glatten Straßen führen zu den Unfällen. Die Straßen selbst können nichts dafür. Zu den allermeisten Unfällen kommt es durch unangepasstes Fahrverhalten. Ich ärgere mich immer wieder über Fahrer, die trotz verschneiter Straßen und schwer einzuschätzenden Bedingungen drängeln, dicht auffahren oder sogar noch überholen. Mich ärgert es regelmäßig, dass in der Berichterstattung alles mögliche an Unfällen schuld ist aber so gut wie nie die Fahrweise derer, die trotz widriger Bedingungen Gas geben als gelte es die Formel 1 zu gewinnen.
24.02.2013
13:38 Uhr

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