Wirtschaftsförderung : Thüringen sorgt für Investitionsschub
Thüringen hat im vergangenen Jahr mit öffentlichen Finanzspritzen Investitionen der Wirtschaft von rund 1,3 Milliarden Euro angestoßen. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat der Freistaat damit im mitteldeutschen Vergleich durch Zuschüsse die meisten Investitionen in Gang gesetzt. Der Großteil der öffentlichen Gelder stammt aus dem Programm "Gemeinschaftsaufgabe regionale Wirtschaftsförderung" (GRW), das je zur Hälfte vom Bund und den einzelnen Ländern finanziert wird. Thüringen habe daraus 237 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt, erklärte Machnig.
Finanziell unterstützt wurden dem Minister zufolge unter anderem Investitionen bei Opel in Eisenach, Storck in Ohrdruf, im Gelenkwellenwerk Stadtilm und bei Electronicon in Gera. Die Unternehmen, die Finanzhilfen erhielten, sagten 3.900 neue Arbeitsplätze in Thüringen zu. Auch dies sei im Vergleich zu den Nachbarländern Sachsen und Sachsen-Anhalt der höchste Wert. Sie kämen auf 3.100 beziehungsweise 2.000 neue Arbeitsplätze durch geförderte Unternehmen. Laut Machnig war 2011 das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr in Thüringen seit der Wiedervereinigung.
| Thüringen | Sachsen | Sachsen-Anhalt | |
|---|---|---|---|
| GRW-Förderung | 237 Millionen Euro | 257 Millionen Euro | 193 Millionen Euro |
| damit angestoßene Investitionen | 1,32 Milliarden Euro | 1,18 Milliarden Euro | 881 Millionen Euro |
Neue Förderkriterien ab 2012
Das Wirtschafsministerium hat zum Jahr 2012 seine Kriterien für die GRW-Förderung geändert und ein neues Auswahlverfahren installiert. Hintergrund sind die gestiegene Zahl von Förderanträgen und etliche Mehrfachförderungen von Unternehmen in den vergangenen Jahren. Das neue Auswahlverfahren stuft beispielsweise Neuansiedlungen höher ein als Ausbaupläne. Die Vergabe von Fördermitteln wird an drei Stichtagen entschieden. Die dritte Vergaberunde endet zum 31. August. In dieser letzten Tranche sind nur noch Rückflüsse und eventuelle zusätzliche Mittel enthalten. Der eigentliche Fördertopf in Höhe von rund 300 Millionen Euro wurde bis zur Mitte des Jahres aufgeteilt.
1 Kommentar
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.
Links ins WWW
Der MDR ist nicht für den Inhalt externer Internetseiten verantwortlich!
