Statistik : Wirtschaft Sachsen-Anhalts und Thüringens stagniert
Die Wirtschaftsleistung Sachsen-Anhalts und Thüringens stagniert. Das geht aus aktuellen Zahlen der Landesämter für Statistik hervor. Damit bilden die beiden mitteldeutschen Länder die Schlusslichter in der deutschlandweiten Statistik. Während der Bundesschnitt im ersten Halbjahr 2012 ein Wachstum von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vorwies, zeigten die Werte Sachsen-Anhalts und Thüringens nur 0,1 Prozent Wachstum auf. Das größte Plus beim Bruttoinlandsprodukt konnte Berlin verzeichnen. Die Hauptstadt erreichte ein Wachstum von 1,8 Prozent.
Das Bruttoinlandsprodukt ist der Gesamtwert aller erzeugten Güter und Dienstleistungen. Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten zuletzt ein Wirtschaftswachstum von gut zwei beziehungsweise drei Prozent.
Baugewerbe mit schlechten Zahlen
Den Statistikämtern zufolge sind die Wirtschaftswerte der Bundesländer aufgrund ihrer Strukturen sehr unterschiedlich. In Sachsen-Anhalt wiesen vor allem Industrie-, Bau- und Verarbeitendes Gewerbe unterdurchschnittliche Wachstumszahlen auf. Sehr gute Werte habe es hingegen im Dienstleistungssektor gegeben, insbesondere beim Handel. In Thüringen brach den Statistikern zufolge das Baugewerbe ein. Hingegen habe die verarbeitende Industrie positive Zahlen vermelden können.
Wie ebenfalls am Montag bekannt wurde, hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft insgesamt verschlechtert. Der sogenannte ifo-Geschäftsklimaindex, der als der wichtigste Frühindikator der deutschen Wirtschaft gilt, sank das fünfte Mal in Folge auf 101,4 Punkte. Sein Wert pendelte sich damit zwischen dem historischen Tiefstwert von 84,6 Punkten und dem Allzeithoch von 115,4 Zählern ein.
| 2009 | 2010 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Sachsen-Anhalt | -5,6% | 2,0% | 2,4% |
| Thüringen | -5,3% | 2,9% | 3,4% |
| Bundesschnitt | -5,1% | 3,7% | 3,0% |

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