Thüringen

Terror-Trio : Zschäpe wird nicht nach Thüringen verlegt

Die mutmaßliche Terroristin Beate Zschäpe wird nicht in ein Thüringer Gefängnis verlegt. Das teilte eine Sprecherin des Justizministeriums in Erfurt am Montag mit. Es gebe in Thüringen keine geeignete Justizvollzugsanstalt, die die 37-Jährige aufnehmen könne. Laut Medienberichten haben Zschäpes Anwälte die Verlegung beantragt, weil sie näher bei ihrer Familie sein wolle.

Die Ministeriumsprecherin verwies darauf, dass es in Thüringen nur einen Mädchenarrest sowie einen offenen Frauenvollzug gebe. Die nächstgelegene geeignete Haftanstalt befinde sich in Chemnitz. Man habe eine entsprechende Anfrage der Bundesanwaltschaft hinsichtlich einer Verlegung nach Sachsen weitergeleitet.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Zschäpe wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung und der Beteiligung an mehreren Morden sowie weiteren Straftaten. Nach dem Tod ihrer Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November 2011 hatte sie sich wenige Tage später in Jena der Polizei gestellt. Sie sitzt seitdem in Untersuchungshaft, derzeit in der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf.

Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2012, 17:03 Uhr

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