Und Tschüß! Erste Störche verlassen Thüringen

Die ersten Thüringer Störche haben sich auf den Weg in den Süden gemacht. "Der Wegzug ist im Gange", sagt Storchenexperte Klaus Lieder vom Naturschutzbund Thüringen. Bis Mitte September sei ein Großteil der Tiere abgezogen. "Zum Teil sammeln die sich jetzt noch an nahrungsgünstigen Stellen." An leicht überfluteten Wiesen im Werratal etwa seien zuletzt um die 60 Störche zu sehen gewesen. Ebenfalls attraktiv: frisch gemähte Getreidefelder, weil Mäuse dort schutzlos seien und leicht erreichbare Nahrung böten.

Ein Storch
In Thüringen gibt es etwa 150 Störche. Bildrechte: NDR

Im Freistaat leben nach Angaben des Experten rund 150 Störche, davon rund 50 bis 60 Brutpaare. Die Zugvögel aus Westthüringen überwintern größtenteils in Spanien oder Nordafrika. Auf den großen Mülldeponien Spaniens würden sie genügend Nahrung finden, sagte Lieder. Die meisten Störche aus Ostthüringen fliegen gen Osten über den Balkan bis nach Südafrika. Weil diese Route gefährlicher sei, nehmen immer mehr Tiere den Weg Richtung Westen. Ende Februar kommen die ersten Störche zurück nach Thüringen.

Janett Eger im Gespräch mit einem Mann
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Über dieses Thema berichtet der MDR auch im Fernsehen: MDR Thüringenjournal | 10.08.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. August 2017, 15:55 Uhr