Wolfsbiss? Schafe und Ziegen bei Ohrdruf gerissen

In der Nähe des Truppenübungsplatzes Ohrdruf sind am Montag erneut gerissene Tiere gefunden worden. Wie das Thüringer Umweltministerium mitteilte, handelt es sich um fünf Schafe und zwei Ziegen. Ein weiteres Lamm musste aufgrund seiner Verletzungen eingeschläfert werden.

Die Herde mit insgesamt 800 Tieren war demnach in der Nacht durch einen 1,10 Meter hohen Elektrozaun gesichert. Vermutlich durch das Aufscheuchen habe die Herde den Zaun aber umgestoßen und sei ausgebrochen.

Truppenübungsplatz Jonastal bei Ohrdruf
Der Truppenübungsplatz bei Ohrdruf Bildrechte: MDR/Jan Schönfelder

Laut Ministerium wurden die getötetene Tiere von Experten der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie begutachtet. Auch Genproben seien genommen worden. Laut dem vorliegenden Wertgutachten der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft ist dem betroffenen Schäfer insgesamt ein Schaden in vierstelliger Höhe entstanden. Er wird für den Verlust der Tiere finanziell durch das Land Thüringen entschädigt.

Der Vorfall ereignete sich laut Ministerium unweit der Schafsrisse vom 10. und 11. August 2017. Bei drei der fünf damals entnommenen Genproben sei als Verursacher ein Wolf nachgewiesen, teilte das Ministerium mit Verweis auf das Senckenberg-Institut in Gelnhausen mit. Insgesamt waren in der Nähe von Wölfis 21 Mutterschafe getötet worden.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 21.08.2017 | Nachrichten | 18:30 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2017, 19:36 Uhr