Tierisch tierisch

MDR FERNSEHEN | 16.01.2013 | 19:50 Uhr : Zwei Hunde - doppeltes Glück?

Immer mehr Hundehalter entdecken die Vorteile eines Zweithundes. Bedenkt man einige grundsätzliche Dinge, kann ein tierisches Doppelpack Ihr Leben bereichern. Wichtig ist, dass Sie sich, wie auch bei jedem anderen Haustier, die Anschaffung eines zweiten Hundes genau überlegen.

Zwei Hunde liegen auf der Wiese.

Ein Zweithund ist zwar immer eine Überlegung wert, Sie sollten aber Für und Wider genau abwägen. Die Hoffnung, dass ein zweiter Hund die Probleme mit dem ersten lösen kann, sollte nicht Grund der Anschaffung sein. Denn die vorherigen Schwierigkeiten bleiben meist die gleichen und man sollte eher damit rechnen, dass neue hinzukommen. Im Vorfeld müssen Sie klären, ob Sie für die neu anfallenden Kosten aufkommen können, denn zwei Hunde bedeuten eine doppelte finanzielle Belastung. Am besten schauen Sie sich in der gleichen oder einer ähnlichen Rasse nach einem passenden Partner um, denn dann haben die Hunde ein ähnliches Verhaltensrepertoire und Spielverhalten. Auch das Größenverhältnis sollte stimmen.

Eine gleichzeitige Anschaffung der beiden Hunde sollten Sie nur in Erwägung ziehen, wenn Sie bereits Erfahrung mit Hunden gemacht haben. Denn zwei Welpen machen mindestens zweimal so viel Arbeit wie einer. Auf jeden Fall sollte der Ersthund noch jung und fit genug sein, um ebenfalls Spaß am neuen Gefährten zu haben. Am besten warten Sie mit der Anschaffung eines Zweithundes, bis der erste gut erzogen ist.

Ein Welpe kopiert alles, was er von dem erwachsenen Hund sieht - auch die Unarten. Sie müssten mit dem Welpen getrennt spazieren gehen, da sonst die Bindung zum Ersthund zu stark wird und der Kleine sich nur an Ihrem ersten Hund orientiert und nicht an Ihnen. Der Ersthund kann aber auch eine Art Lehrerrolle übernehmen, wenn er gelernt hat, sich am Menschen zu orientieren. Kommt er, wenn man ihn ruft, läuft der zweite meist hinterher und lernt das Kommando fast wie von selbst.

Ab und zu sollten Sie auch einmal einzeln mit den Hunden spazieren gehen und trainieren. So können Sie sich ohne Ablenkung ganz auf den jeweiligen Hund konzentrieren. Bei einem neuen Hund sollten Sie beachten, dass Welpen nicht so viel bewegt werden sollten, das heißt pro Lebensmonat fünf Minuten, also auf keinen Fall große Runden. Hierbei darf jedoch Ihr erster Hund nicht zu kurz kommen, er braucht weiterhin dieselbe Aufmerksamkeit wie zuvor.

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2013, 15:21 Uhr

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