Rocky
Bildrechte: Ariane Film

Rückruftraining bei Hunden

Bei der Hundeerziehung ist der Rückruf der vielleicht wichtigste Befehl überhaupt. Denn gerade dabei ist es wichtig, dass der Hund auf seinen Halter hört, trotz vielfältiger Ablenkungen und Verlockungen, aus allen Situationen heraus. Damit er auch bei einer potentiell gefährlichen Situation zurückgeholt werden kann. Dieses wichtige Kommando sollte bereits im Welpenalter und mit Junghunden trainiert werden.

Rocky
Bildrechte: Ariane Film

Aus jeder Situation rückrufbar

Wer seinen Hund aus jeder Situation verlässlich zurückrufen kann, der kann entspannt mit ihm ohne Leine spazieren gehen, ihm ein Maximum an Freiheit gewähren. Und zwar ohne nach ablenkenden Reizen Ausschau halten zu müssen, die Herrchen oder Frauchen ohnehin meistens erst nach ihrem Hund entdecken. Um einen Hund sicher rückrufbar zu machen, muss also trainiert werden, als Bestandteil der Hundeerziehung. 

Klare Signale und Belohnung

Erste Voraussetzung für ein erfolgreiches Rückruftraining ist ein klares Signal. Kurze, helle, freundliche Wörter eignen sich als Wortsignal am besten, wie „Hier“ oder „Zu mir“ oder der Name des Hundes. Für den Rückruf darf stets nur ein und dasselbe Wortsignal benutzt werden. Alternative oder Ergänzung kann ein spezieller Pfiff oder ein Ton aus der Hundepfeife sein. Beim Training soll der Hund die Erfahrung machen, dass sich Zurückkommen auf Kommando lohnt. Die Belohnung gibt es sofort und immer, wenn er dem Rückruf folgt. Das kann Lob, Kraulen, Futter, Leckerli oder ein Spielzeug sein. Die Belohnungen sollten auch variiert werden.

Wo und wie trainiert werden kann

Für ein Rückruftraining eignet sich anfangs das eigene Zuhause, also ein Ort, an dem sich der Hund wohlfühlt und der kaum Ablenkung bietet. Später geht es dann nach draußen zum Weiterüben. Um den Hund nicht zu überfordern, sollten die Ablenkungsmöglichkeiten gering gehalten und langsam gesteigert werden. Bewährt hat sich auch das Training an einer Schleppleine. Wenn der Hund auf das Signal nicht zurückkommt, wird er an der Leine zurückgeholt. Sobald der Rückruf mit einem angeleinten Hund einwandfrei klappt, ist dies ein guter Grundstein für ein Training ohne Leine. Sicherlich gibt es von Rasse, Typ und Charakter abhängige Unterschiede bei der Umsetzung eines Rückruftrainings. Die Hauptsache aber ist: Der Hund kommt, wenn er gerufen wird.

 

Zuletzt aktualisiert: 04. Oktober 2017, 18:14 Uhr