Rückblick: Gottesdienste im MDR FERNSEHEN 2012
09.12.2012 | Adventsgottesdienst aus Gnadau
Dass Gnadau planmäßig angelegt wurde, fällt sofort ins Auge. Im Mittelpunkt des Ortes steht der große, helle Kirchsaal. 1767 haben Brüder und Schwestern der Herrnhuter Brüdergemeine den Ort gegründet.
Die Herrnhuter Brüdergemeine geht zurück auf evangelische Glaubensflüchtlinge aus Böhmen und Mähren, die bei Ludwig Graf von Zinzendorf Zuflucht fanden. Nach ihm wurde die 2002 gegründete evangelische Grundschule benannt. Schüler und Schülerinnen der Zinzendorf-Schule gestalten diesen Gottesdienst zum 2. Advent mit.
Gottesdienst zum Reformationstag aus der Leipziger Thomaskirche
Als im Jahr 1212 der Markgraf Dietrich in Leipzig das St.-Thomas-Kloster gründete, zu dem auch eine Klosterschule gehörte, ahnte wohl niemand, dass sich über die nächsten 800 Jahre daraus einmal einer der berühmtesten Knabenchöre entwickeln würde. Die Thomaner haben das musikalische Leben in Leipzig durch die Jahrhunderte begleitet und geprägt, ihre Kantoren - unter ihnen Johann Sebastian Bach, Johann Adam Hiller und Günther Ramin - Musikgeschichte geschrieben.
Das 800jährige Bestehen der Thomaner wird in einem festlichen Gottesdienst gefeiert, der am Reformationstag live aus der Leipziger Thomaskirche im Ersten übertragen wird. Die Predigt hält der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider.
Katholischer Gottesdienst aus St. Sebastian in Magdeburg (23.09.2012)
Der katholische Bischof des Bistums Magdeburg, Dr. Gerhard Feige, feierte am Sonntag, den 23. September, die Heilige Messe aus der Bischofskirche St. Sebastian.
Mauritius war römischer Offizier und Anführer einer Legion. Er und seine Soldaten weigerten sich, den alten Göttern zu opfern und Christen zu verfolgen. Daraufhin ließ Maximianus - Mitregent von Kaiser Diokletian - alle Männer der Legion ermorden. Die Mauritius-Verehrung in Magdeburg geht auf Kaiser Otto I. zurück. Er brachte die sterblichen Überreste des Märtyrers nach Magdeburg und ernannte ihn zum Patron des Erzbistums Magdeburg. Heute ist der Hl. Mauritius wieder einer der Patrone des 1994 neu gegründeten Bistums Magdeburg. Bischof Gerhard Feige entschied sich für den Heiligen als Namenspatron wegen dessen beispielhafter Standfestigkeit und Zivilcourage.
Aus der Geschichte der Kathedrale St. Sebastian:
Die Grundsteinlegung der Kirche erfolge um das Jahr 1015 durch Erzbischof Gero. Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche im Stil der Gotik umgebaut. Im Zuge der Reformation wurde St. Sebastian evangelisch. Im Dreißgjährigen Krieg zerstört, fanden erst 1692 wieder Gottesdienste statt - bis 1756. Dann diente die Kirche als Lager. Als römisch-katholische Pfarrkirche wurde sie ab 1873 wieder genutzt. Nach Beseitigung der Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bereits 1946 genutzt und diente ab 1949 wieder als Bischofskirche.
850 Jahre Freiberg - Ökumenischer Gottesdienst aus St. Marien (01.07.2012)
Der Dom St. Marien zu Freiberg ist das Wahrzeichen der Stadt und eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen Sachsens. Von außen mag er eher schlicht wirken, innen beeindruckt die kunstvolle Ausschmückung. Der Dom ist ein Zeugnis für den Reichtum und die Bedeutung der Bergstadt. Doch der Kirchenbau lädt nicht nur zu einer Reise in die Vergangenheit ein, er ist auch heute Heimat der evangelischen Domgemeinde.
800 Jahre Anhalt - Evangelischer Festgottesdienst aus St. Jakob in Köthen (06.05.2012)
Als im Jahr 1212 der Askanierfürst Heinrich I. die Regentschaft übernahm, begann die eigenständige Geschichte der Region Anhalt. Von der Reformation bis zur Moderne - man denke an das Bauhaus in Dessau - gingen von hier kulturelle und theologische Impulse für ganz Deutschland aus.
Das Jubiläum begeht die Evangelische Kirche Anhalts mit einem festlichen Gottesdienst aus der St. Jakobskirche in Köthen, musikalisch gestaltet vom Köthener Bachchor. Es predigen Joachim Liebig, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, und Pfarrer Wolfram Hädicke.









