Überblick Empfangsmöglichkeiten : MDR FERNSEHEN - über Antenne, Satellit und Kabel
MDR FERNSEHEN wird digital terrestrisch und über Satellit ausgestrahlt und in mehrere Kabelnetze weitergesendet. Die Landesprogramme SACHSENSPIEGEL, SACHSEN-ANHALT HEUTE und THÜRINGEN JOURNAL werden digital terrestrisch ausgestrahlt und in Kabelnetzen weiterverbreitet. Von Satellit können die 19:00 Uhr-Regionalmagazine digital empfangen werden.
MDR FERNSEHEN digital über Antenne (DVB-T) im MDR-Sendegebiet
MDR FERNSEHEN digital über Antenne (DVB-T) in Deutschland
MDR FERNSEHEN über Satellit
Das MDR FERNSEHEN wird digital über Satellit ASTRA 19,2° Ost in seinen verschiedenen regionalen Varianten ausgestrahlt. Zum Empfang von Satellit ist ein Satellitenspiegel mit einem Universal-LNB und ein Satellitenempfänger notwendig. Der Satellitenempfänger wird als Receiver (Beistellbox), als Tuner (in Fernsehgeräten eingebautes Empfangsteil), als Nachrüstplatine für einige Fernsehgerätemodelle sowie als PC-Karte angeboten. Satellitenempfänger sind an der Bezeichnung DVB-S bzw. DVB-S2 zu erkennen.
Die Empfangsparameter lauten:
Satellit: ASTRA 19,2° Ost
Frequenz: 12,110 GHz
Polarisation: horizontal
Symbolrate (SR): 27,500 MSymbols/s
Fehlerschutz (FEC): 3/4
Die Landesprogramme befinden sich auf folgenden Programmplätzen:
- Sachsen regional: MDR Sachsen
- Sachsen-Anhalt regional: MDR S-Anhalt
- Thüringen regional: MDR Thüringen
Die HDTV-Ausstrahlung des MDR Fernsehens über Satellit ist ab Anfang 2014 vorgesehen. Die bisherige digitale Ausstrahlung in Standardauflösung bleibt dann vorerst bestehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass spätestens zum Ende des Jahres 2019 die Ausstrahlungen in Standardauflösung (bisherige vom Analogfernsehen bekannte Bildauflösung) eingestellt werden. Wir empfehlen daher, beim Neukauf von Empfangsgeräten auf HD-Fähigkeit zu achten.
Am 30. April 2012 wurde die analoge Satellitenübertragung beendet. Das MDR FERNSEHEN kann weiterhin über Satellit empfangen werden. Voraussetzung ist eine auf Digitalempfang umgerüstete Satellitenanlage. Nähere Informationen dazu finden Sie hier:
MDR FERNSEHEN im Kabel
Das MDR Fernsehen wird mit allen MDR-Regionalsendungen deutschlandweit unverschlüsselt digital in die Kabelnetze eingespeist. Um das MDR Fernsehen in digitaler Qualität empfangen zu können, ist ein digitaler Kabelempfänger notwendig. Dieser wird als Kabelreceiver (Beistellbox), als Tuner (in Fernsehgeräten eingebautes Empfangsteil), als Nachrüstplatine für einige Fernsehgerätemodelle sowie als PC-Karte angeboten. Digitale Kabelempfänger sind an der Bezeichnung DVB-C bzw. DVB-C2 zu erkennen.
Die Landesprogramme befinden sich auf folgenden Programmplätzen:
- Sachsen regional: MDR Sachsen
- Sachsen-Anhalt regional: MDR S-Anhalt
- Thüringen regional: MDR Thüringen
Digitale Empfangsgeräte finden nach Aktivierung eines automatischen Suchlaufs alle im Kabel verfügbaren digitalen Radio- und Fernsehprogramme von selbst auf und schreiben diese in eine Senderliste. Falls Sie, zum Beispiel für einen manuellen Suchlauf, dennoch die digitalen Kabelfrequenzen benötigen, empfehlen wir eine Nachfrage beim zuständigen Kabelnetzbetreiber.
Das MDR FERNSEHEN kann in Deutschland an vielen Kabelanschlüssen auch analog empfangen werden. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem örtlichen Kabelnetzbetreiber.
MDR FERNSEHEN regional
Tonmodi
Bei einigen Sendungen wird zusätzlich zum deutschen Monoton ein sorbischer Ton oder eine Audiodeskription (Ton des Erzählers, der die Filmhandlung für Blinde erklärt) ausgestrahlt.
Dieser zusätzliche Ton kann über Satellit digital, Kabel digital und von den DVB-T-Sendern Mitteldeutschlands empfangen werden.
Dazu muss am Digitalempfänger der rechte Ton des zweiten Tonpärchens angewählt werden. Zum Teil erfolgt auch die analoge Kabelweiterverbreitung mit diesem zusätzlichen Ton. Zur Wiedergabe des zusätzlichen Tons ist in diesem Fall der rechte Ton am Stereofernseher auszuwählen. Der zusätzliche Ton ist nicht analog über Satellit und nicht über die DVB-T-Sender außerhalb Mitteldeutschlands empfangbar. Interessenten an Audiodeskription wird digitaler Satelliten- oder Kabelempfang empfohlen. Beim Kauf des DVB-Empfangsgerätes sollte insbesondere das Tonauswahlmenü geprüft werden. Ein Stereoempfang ist über alle Verbreitungswege (Antenne, Satellit, Kabel) möglich.
Dolby-Digital-Ton kann bei MDR FERNSEHEN derzeit noch nicht ausgestrahlt werden.
Zusatzdienste
Mit dem MDR FERNSEHEN werden neben Bild- und Ton auch programmbegleitende Zusatzinformationen verbreitet. Vom analogen Fernsehen bekannt, wird auch beim digitalen Fernsehen der Videotext (MDR TEXT) übertragen. Bei digitalen Empfangsgeräten, die HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV = Hybrid-TV, auch Smart TV genannt) unterstützen, wird der MDR TEXT in der herkömmlichen aber auch in einer modernen Anzeigeform dargestellt. Via HbbTV können zudem weitere Zusatzangebote zu den Programmen abgerufen werden. Dazu gehört beispielsweise auch die MDR-Mediathek. Für die meisten HbbTV-Angebote muss dazu eine Verbindung des Empfangsgeräts mit dem Internet bestehen. Mit dem MDR FERNSEHEN muss immer der MDR TEXT weiterverbreitet werden, auch in den Kabelnetzen. Bei Störungen ist der Kabelnetzbetreiber zur Prüfung aufzufordern.
Der MDR strahlt seine Fernsehprogramme seit der Beendigung der analogen Satellitenausstrahlung im April 2012 ausschließlich digital aus. Das VPS-Signal ist bei digitalen Aufzeichnungsgeräten allerdings nicht mehr zur Aufnahmesteuerung anwendbar. Da derzeit noch eine Nachfrage nach analogen Programmsignalen in den Kabelnetzen besteht, übertragen wir die bekannten VPS-Informationen getunnelt im Digitalsignal. Den Betreibern von Kabelanlagen ist es damit möglich, bei der Umsetzung des digital zugeführten Signals in ein analoges, auch die bekannte VPS-Funktionalität zuzusetzen. Damit können beim analogen Kabelfernsehen Videorecorder weiter als Aufnahmegerät verwendet werden. Nutzt der Kabelanbieter die Integration des VPS in das Analogsignal nicht oder tritt ein Problem beim Umwandlungsprozess auf, geht das VPS-Signal "verloren". In diesem Fall funktioniert eine sendungsgenaue Aufzeichnung nicht. Das Aufnahmegerät startet und stoppt dann die Aufnahme nach der geräteinternen Uhr, ohne eine etwaige Sendezeitverschiebung zu berücksichtigen.
Für das Digitalfernsehen wird ein digitales Äquivalent zum analogen VPS genutzt, das als Accurate Recording (AR) bezeichnet wird. Die Bezeichnungen für diese Funktionalität können herstellerspezifisch variieren (Accurate Recording/Perfect Recording, etc.) Die Spezifikation für das digitale Fernsehen sieht vor, dieses Signal in Form von Zusatzdaten über die DVB-Serviceinformationen zu senden (EIT = Event Information Table). Die Aufnahmeprogrammierung erfolgt per Tastendruck auf der Fernbedienung direkt und einfach aus dem EPG (Elektronischer Programmführer) heraus. Für die sendungsgenaue Aufzeichnung wertet der Personal Videorecorder (PVR) in regelmäßigen Abständen die EIT-Daten aus und prüft die Aktualität der Programmierung mit eventuellen zeitlichen Verschiebungen im Programmablauf. Die öffentlich-rechtlichen Programme im deutschsprachigen Raum bieten dieses digitale Aufzeichnungssteuerungssignal an. Leider unterstützen nicht alle Endgeräte und Programmanbieter die AR-Funktionalität. Ein Grund dafür ist, dass das Empfangsgerät, um stets die Aktualität einer Aufzeichnungsprogrammierung zu prüfen, nie vollständig ausgeschaltet werden darf. Der Stromverbrauch in diesem Standby-Status ist zwar gering, korreliert jedoch oftmals nicht mit den eigenen Stromsparvorgaben, die manche Hersteller ihren Geräten aus Wettbewerbsgründen auferlegt haben. Analoge Videorecorder mussten für VPS-Aufnahmen im Standby-Modus ebenfalls stets aktiviert bleiben.
Aufzeichnungsgeräte, die AR nicht unterstützen, übernehmen zwar bei der Programmierung einmalig die Anfangs- und Schlusszeit einer Sendung aus dem EPG, zeichnen aber nur nach der ursprünglich programmierten Zeit auf, ohne diese zu aktualisieren. Sollten sich jedoch zwischenzeitlich die Ausstrahlungszeiten und damit auch EPG-Daten geändert haben, werden diese veränderten Zeiten nicht mehr im Empfangsgerät korrigiert und somit nicht bei der Aufnahme berücksichtigt. Die EPG-Daten der öffentlich-rechtlichen Programme werden in kurzen Abständen aktualisiert. Das Verfahren basiert auf der Event_ID und einem dazugehörigen Sendungsstatus "Laufend", "Pausing", "Starts in few second", "Not running". Die Event_IDs sind Bestandteil der EIT. Allerdings nutzen einige Gerätehersteller einen eigenen EPG, der eigene Aktualisierungszyklen durchläuft und möglicherweise die Accurate-Recording-Funktionalität nicht vollumfänglich unterstützt.
Soll ein analoger Videorecorder das Fernsehsignal von einem digitalen Receiver aufzeichnen, muss er via SCART an den Digitalreceiver angeschlossen werden. Die Programmierung sollte dann im Videorecorder ohne VPS erfolgen, da dieser das VPS-Signal nicht empfängt sondern lediglich an der SCART-Schnittstelle das Audio- und Videosignal entgegennimmt. Zusätzlich ist am Digitalreceiver die Sendung zeitlich zu programmieren. Die sendungsgenaue Aufnahme wird in diesem Fall allerdings weder mit VPS noch mit AR unterstützt.
Technische Hotline
Weitere Fragen zum Empfang der MDR-Programme - über Antenne, Satellit, Kabel, analog oder digital - sowie zu Empfangstechniken beantworten die Mitarbeiter der Technischen Hotline des MDR. Sie sind montags bis donnerstags 11.00 bis 19.30 Uhr sowie freitags 11.00 bis 18.00 Uhr unter der Rufnummer 0341 300 9595 (gebührenpflichtig aus dem In- und Ausland) zu erreichen. Sie können auch eine E-Mail an die Technische Hotline schreiben:
