ILLUSTRATION - Eine Frau sitzt vor einem Fernseher und hält eine Fernbedienung in der Hand (gestellte Szene).
DVB-T2 HD bietet bessere Bildqualität und eine größere Programmauswahl. Bildrechte: dpa

8. November 2017 DVB-T2 HD startet in die zweite Runde

In der Nacht vom 7. zum 8. November 2017 werden in Mitteldeutschland die Regionen Dresden und Löbau auf das neue terrestrische Antennenfernsehen DVB-T2 HD umgestellt. Damit endet auch hier die Übertragung im bisherigen DVB-T-Standard.

ILLUSTRATION - Eine Frau sitzt vor einem Fernseher und hält eine Fernbedienung in der Hand (gestellte Szene).
DVB-T2 HD bietet bessere Bildqualität und eine größere Programmauswahl. Bildrechte: dpa

Von der Umstellung sind im Sendegebiet des Mitteldeutschen Rundfunks rund 900.000 sächsische Haushalte im Großraum Dresden und der Region Ostsachsen/Lausitz (Sender Löbau) betroffen. Wer sein Fernsehprogramm über Kabel, Satellit oder IPTV empfängt, den betrifft die Umstellung nicht.

Beste Bildqualität und größere Programmauswahl

Der weiterentwickelte Übertragungsstandard DVB-T2 HD bietet nicht nur Fernsehbilder in bester hochauflösender Bildqualität, sondern auch eine deutlich größere Programmauswahl. In Zahlen ausgedrückt werden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 17 frei empfangbare öffentlich-rechtliche Programme ausgestrahlt. In Ballungsgebieten können zusätzlich ca. 20 private Sender empfangen werden.

Umstellung seit März 2017

Seit 29. März 2017 läuft die schrittweise Umstellung des Antennenfernsehens DVB-T auf DVB-T2 HD im MDR-Sendegebiet.

  • In der ersten Phase der DVB-T2-HD-Umstellung wurden in Sachsen-Anhalt die Senderstandorte Wittenberg, Halle, Brocken und Magdeburg bereits vollständig umgestellt. Damit endete die DVB-T-Verbreitung an diesen Standorten und der Sendebetrieb am Standort Dequede wurde eingestellt. In Sachsen und Thüringen lag der Fokus der Umstellung auf den Regionen Leipzig und Jena.

  • In der zweiten Phase des Umschaltprozesses werden am 8. November 2017 die Regionen Dresden und Löbau auf DVB-T2 HD umgestellt.


  • In einer dritten Phase folgen im Frühjahr 2018  in Thüringen die Senderstandorte Erfurt und Weimar. Die DVB-T-Standorte Sonneberg und Saalfeld werden abgeschaltet.

  • Voraussichtlich im Herbst 2018 wird durch die Umstellung der Senderstandorte Chemnitz Stadt, Chemnitz Geyer, Inselsberg und Gera die Migration auf DVB-T2 HD abgeschlossen werden. Gleichzeitig entfällt der Standort Schöneck.

Nicht alle DVB-T-Standorte werden umgestellt

Das Antennenfernsehen wird vor allem in Ballungsgebieten stark akzeptiert und hat in diesen Regionen durch Beteiligung privater Programmanbieter ein größeres Programmangebot. In dünner besiedelten Gebieten fällt die Nutzung der terrestrischen Empfangsmöglichkeit eher gering aus. Da der MDR bei der Auswahl geeigneter Übertragungswege zur Einhaltung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflichtet ist, werden nicht alle heutigen DVB-T-Standorte umgestellt.

Trotz der Standortreduzierung wird nach der DVB-T2-HD-Umstellung ein höherer Versorgungsgrad als bei DVB-T erreicht. Im Inneren von Gebäuden werden 46,3 Prozent der Haushalte Mitteldeutschlands DVB-T2 HD empfangen können. Das sind ca. 450.000 Haushalte mehr als heute. Außerhalb von Gebäuden werden 75,9 Prozent der Einwohner mit DVB-T2 HD versorgt.

Rechtzeitig auf die Umstellung vorbereiten

DVB-T2 HD_Logo
Geräte zum DVB-T2-Empfang sind meist mit dem grünen DVB-T2-Logo gekennzeichnet. Bildrechte: Initiative DVB-T2 HD

Von der Umstellung auf das neue Antennenfernsehen sind über 175.000 TV-Haushalte in Mitteldeutschland betroffen. Diese Haushalte müssen spätestens zum jeweiligen Umstellungstermin handeln.

DVB-T2 HD nutzt ein neues Modulations- und Videokodierverfahren, weshalb vorhandene DVB-T-Empfänger nicht für DVB-T2 HD verwendet werden können. Das bedeutet für die Zuschauerinnen und Zuschauer ganz konkret: Wer ab dem Zeitpunkt der Umstellung weiterhin über Antenne fernsehen möchte, benötigt ein geeignetes, neues Empfangsgerät.

Das kann entweder eine Set-Top-Box sein, mit der vorhandene Fernsehgeräte DVB-T2 HD-fähig gemacht werden können oder ein Fernseher der neuesten Generation mit integriertem DVB-T2-HD-Empfangsteil. Endgeräte, die die notwendigen Anforderungen zum DVB-T2-HD-Empfang erfüllen, sind meist mit dem grünen DVB-T2-HD-Logo gekennzeichnet. Zudem garantieren diese Geräte, dass Zusatzdienste wie EPG, Videotext, Untertitel, Audiodeskription und die Umschaltung in die Regionalprogramme unterstützt werden. Um das reichhaltige Mediathek-Angebot der Programme nutzen zu können, muss das DVB-T2-HD-Empfangsgerät zudem über die HbbTV-Funktionalität verfügen und an das Internet angeschlossen sein. Am jeweiligen Tag der Umstellung ist ein Sendersuchlauf an dem DVB-T2-HD-Empfangsgerät erforderlich.

Noch mehr Informationen zur DVB-T2-HD-Umstellung ...

… finden Sie unter folgendem Link:

Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2017, 11:31 Uhr