Grimme-Preis 2013 : MDR-Produktionen mit Grimme-Preis prämiert
Nachdem "Der Turm" im letzten Jahr Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer begeisterte, ist die Auszeichnung mit dem renommierten Grimme-Preis ein weiterer Erfolg. "Denn dies zeigt, dass der Zweiteiler nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Filmkritikern großen Zuspruch fand“, kommentierte MDR-Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi die Entscheidung der Jury.
Familien-Epos "Der Turm"
Das zweiteilige Familien-Epos "Der Turm" war 2012 das überragende Fernsehereignis im Ersten. Der Film erzählt die Geschichte von Dresdner Intellektuellen in den 1980er-Jahren, die versuchen das sozialistische System zu ignorieren. Die MDR-Koproduktion lockte durchschnittlich sieben Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen vor den Fernseher.
Blaubeerblau - Ein Film über das Sterben
Der Publikumspreis der Marler Gruppe geht an Beate Langmaack (Buch), Rainer Kaufmann (Regie) sowie Devid Striesow und Stipe Erceg (beide Darstellung) für den Fernsehfilm „Blaubeerblau“ (BR/MDR/Degeto), der zeigt, wie Menschen sich mit dem Leben in einem Hospiz auseinandersetzen. Ein Film über das Sterben, der Lust auf Leben macht. "Blaubeerblau" war der Höhepunkt der ARD-Themenwoche "Leben mit dem Tod" im November 2012. Die Koproduktion von BR und MDR erzählt von Fritjof, der im Leben immer am Rand stand. Beruflich trifft er in einem Hospiz auf Hannes. Durch ihn und die anderen Bewohner des Sterbehospizes gelingt es Fritjof, seine Lebensängste zu überwinden.
Ebenfalls nominiert war "Propaganda, Hass, Mord"
Die 60-minütige Dokumentation "Propaganda, Hass, Mord: Die Geschichte des rechten Terrors in Europa" - eine Produktion des MDR in Zusammenarbeit mit ARTE - war im Januar ebenfalls für den Grimme-Preis nominiert worden. 1989 fällt die Mauer und mit ihr der Eiserne Vorhang in Europa. Als sich damit auch Neonazis aus Ost- und Westdeutschland vereinigten, wirkte der braune Terror über die Grenzen hinweg wie ein Brandbeschleuniger. Die Dokumentation rekonstruiert - ausgehend vom Massaker des Norwegers Anders Breivik und den NSU-Morden in Deutschland - erstmalig die Geschichte der rechten Allianz in Europa, die Ende der 1960er-Jahre begann. Entstanden ist ein europaweites Netzwerk militanter Rechtsextremisten.






