Der MDR synchronisiert einen Kinderfilm : Benedikt, Magdalena und die vielen Takes
"Zoomer" wird synchronisiert
Der dänische Kinderfilm "Zoomer" war im KIKA zu sehen - doch vorab gab es für den MDR noch eine Menge Arbeit, denn der Film musste vom Dänischen ins Deutsche übersetzt werden. In den Hauptrollen: Leipziger Schüler. Lest, was Benedikt und Magdalena am meisten Spaß gemacht hat, wann es schwierig wurde und warum Arroganz sehr wichtig sein kann ...
Benedikt steht allein in der dunklen Sprecherkabine. Eine kleine Lampe beleuchtet die Papiere auf dem Pult vor ihm. Es ist ganz still. Konzentriert schaut der 13-Jährige auf den Bildschirm vor sich und wartet auf seinen Einsatz. "Probier's doch mal damit", soll er sagen, wenn der Junge in der kurzen Filmszene seinem Kumpel eine Dose Haargel hinhält. Es klappt gleich beim ersten Mal, super! Für Benedikt, genannt "Benne", ist das Synchronisieren inzwischen nicht mehr so schwierig, er ist mit seiner Rolle fast fertig.
Benedikt spricht eine Hauptrolle in "Zoomer"
Am Anfang war Benne aber schon ganz schön aufgeregt: Der Leipziger Schüler wurde ausgewählt, eine Hauptrolle in "Zoomer" auf Deutsch zu sprechen. Beate Biermann von der Kinderredaktion des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK hatte den Film angekauft, doch gab es ihn nur in der dänischen Originalversion - um ihn im KIKA zu zeigen, musste erst eine deutsche Übersetzung angefertigt werden. In dem Film geht es um die beiden 12-jährigen Freunde Tim und Alexander, die gemeinsam eine geheime Video-Überwachungszentrale in der Schule aufbauen. Tim möchte mehr über seine heimliche Liebe Thea herausfinden und Mathe-Versager Alexander will die Aufgaben des anstehenden Vergleichstests ausspionieren. Doch natürlich kommt es dabei zu einigen Verwicklungen, und Tim und Alex finden Dinge heraus, die sie eigentlich gar nicht wissen wollten - und eine Menge Ärger gibt es auch, denn einfach so darf man Andere natürlich nicht überwachen ...
Jeder Satz muss einzeln übersetzt und neu gesprochen werden
Wie viel Arbeit hinter einer solchen Synchronisation eigentlich steckt, darüber hatte sich Benedikt vorher nicht so viele Gedanken gemacht: Dass jeder Satz in einem dänischen Film übersetzt und dann von deutschen Sprechern noch einmal eingesprochen werden muss, dass dafür Kinder und Erwachsene mit passenden Stimmen gefunden werden müssen - all das hat Benedikt im Laufe der letzten Wochen gelernt. Und auch, sich schnell in ganz unterschiedliche Stimmungen hineinzuversetzen - je nachdem, welche Szene gerade dran ist.
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Links in der ARD
Zoomer. Kleine Spione - Große Geheimnisse
Dänemark 2009
Regie: Christian E. Christiansen
Buch: Christian E. Christiansen / Morten Dragsted
Produktion: Zentropa Entertainments
Musik: Nicklas Schmidt
Die deutsche Synchronfassung entstand bei Synchron- und Tonstudio Leipzig GmbH im Auftrag des MDR in Koproduktion mit BR und RBB.



