Inhalt:
Silvia Reize als Elisabeth und Raimund Harmstorf als Ritter Götz von Berlichingen; Rechte: MDR/Movieman

Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand

Spielfilm aus der BRD von 1978

Bildformat 16:9
 
Datum Sendezeit Länge
So., 30.08. 10:45 Uhr 98:05 min

Der freie Ritter Götz von Berlichingen, der nur für Gott und den Kaiser kämpfen will, liegt in Fehde mit dem Bischof von Bamberg, dem sein einstiger Freund Adalbert von Weislingen dient. Er lässt Weislingen auf seine Burg entführen. An alte Freundschaft erinnert, wechselt Weislingen die Seiten und verlobt sich mit Berlichingens Schwester Maria. Er schwört Götz den Treueeid und darf als freier Mann auf sein Schloss zurückkehren. Doch Weislingen nimmt einen Umweg über Bamberg, wo ihn der Bischof und dessen Nichte Adelheid, die schöne Gräfin von Walldorf, gleichermaßen umgarnen. Sie nennt ihn "Kumpan eines Räubers" und überzeugt ihn, sich von Berlichingen loszusagen. Adelheid selbst ist der verlockende Lohn. Die beiden heiraten und Weislingen beeilt sich, beim Kaiser gegen Berlichingen und dessen Freund, den Ritter Hans von Selbitz, Stimmung zu machen. Die Kunde dieses Verrats dringt zu Berlichingen, sein Freund Franz von Sickingen, Ritter wie er, eilt ihm zu Hilfe. Er kann Maria, die noch um Weislingen trauert, ihm aber schon lange gefällt, für sich gewinnen. Kurz darauf werden Götz und sein Freund von Selbitz vom Kaiser aufgrund von Weislingens Verleumdungen zu "Feinden des Reiches" erklärt und eine tausend Mann starke Armee rückt auf die Burg vor und belagert sie. Berlichingen und Sickingen verschanzen sich nach einem Ausbruch und Kampf mit dem feindlichen Heer, bei dem Hans von Selbitz stirbt, wieder auf der Burg.

Später wird Berlichingen freier Abzug versprochen, doch entgegen der Abmachung wird er festgenommen und vor ein Gericht gestellt. Da er dem Schwert nicht abschwört, wird er zum "geächteten Räuber" erklärt. Sein Freund Franz kann ihn befreien. Wieder auf seiner Burg, bitten ihn aufständische Bauern, für kurze Zeit ihr Hauptmann im Kampf gegen die Fürsten zu werden. Berlichingen lässt sich unter der Bedingung, dass nicht gemordet und gebrandschatzt werden soll, überreden. Als die Bauern dann trotzdem die Stadt Miltenberg niederbrennen, wird Berlichingen erneut von Weislingens Leuten gefangen genommen. Weislingen hat das Todesurteil schon unterschrieben, als er von seinem Knappen Franz von Tautenberg erfährt, dass der ihm in Auftrag von Adelheid Gift verabreicht hat. Adelheid, interessiert am Thronfolger Philipp, will ihn auf diese Weise aus dem Weg schaffen. Auf Bitten von Maria zerreißt Weislingen das Urteil und stirbt kurz darauf. Auch Berlichingen, der - verletzt an Leib und Seele - auf seine Burg zurückkehren kann, überlebt ihn nur kurze Zeit.

Ein spannender Historienfilm um Fürstenwillkür und Verrat, Mut und wahre Freundschaft in einer schauprächtigen, aufwendigen Inszenierung von Wolfgang Liebeneiner. Dank vieler Außenaufnahmen, einer umfänglichen Komparserie und vor allem einer Reihe berühmter Schauspieler wie Raimund Harmstorf, Klausjürgen Wussow und Michèle Mercier ist es dem Regisseur gelungen, das berühmte Jugenddrama von Johann Wolfgang Goethe als historisches Abenteuer mit Actionszenen ebenso wie mit berührenden privaten Episoden zu erzählen. Goethe, am 28. August vor 260 Jahren geboren, schrieb die erste Fassung des Stücks 1771, die zweite Fassung "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" entstand zwei Jahre später und ist Grundlage dieses Films wie der meisten Theateraufführungen. Das Drama geht auf die Autobiografie des fränkischen Reichsritters Götz von Berlichingen (1480-1562) zurück.

Musik: Ernst Brandner
Kamera: Ernst W. Kalinke und Fritz Baader
Buch: Wolfgang Liebeneiner, nach dem gleichnamigen Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe
Regie: Wolfgang Liebeneiner

Götz von Berlichingen - Raimund Harmstorf
Adalbert von Weislingen - Klausjürgen Wussow
Gräfin Adelheid von Walldorff - Michèle Mercier
Elisabeth von Berlichingen - Silvia Reize
Maria von Berlichingen - Sabina Trooger
Hans von Selbitz - Sky Dumont
Franz von Sickingen - Reiner Schöne
Jäger Lerse - Adrian Hoven
Franz von Tautenberg - Detlev Eckstein
Bischof von Bamberg - Hans Holt
u.a.

Anschrift

MDR FERNSEHEN
04360 Leipzig

 

 
 
 
 
 
 

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