So 10.09. 2017 23:05Uhr 82:11 min

1961, nur wenige Tage nach dem Beginn des Mauerbaus in Berlin, beginnen in einem kleinen Ort im Oderbruch die Dreharbeiten zu einen Projekt, das die älteste Chronik der Filmgeschichte werden soll.
1961, nur wenige Tage nach dem Beginn des Mauerbaus in Berlin, beginnen in einem kleinen Ort im Oderbruch die Dreharbeiten zu einen Projekt, das die älteste Chronik der Filmgeschichte werden soll. Bildrechte: MDR/RBB
MDR FERNSEHEN So, 10.09.2017 23:05 00:30

Die Kinder von Golzow

Die Kinder von Golzow

Die jungen Jahre 1969-1975

1961, nur wenige Tage nach dem Beginn des Mauerbaus in Berlin, beginnen in einem kleinen Ort im Oderbruch die Dreharbeiten zu einen Projekt, das die älteste Chronik der Filmgeschichte werden soll. Über 50 Jahre lang begleiten Winfried und Barbara Junge die "Kinder von Golzow" mit der Kamera: vom ersten Schultag bis ins Erwachsenleben, wenn sie längst selbst Kinder haben und erzählen die Geschichte einer ganzen Generation.

Wenn man vierzehn ist
1969 sind die "Kinder aus Golzow" schon fast keine Kinder mehr. Die Jugendweihe steht an und die Jugendlichen müssen erste Lebensentscheidungen treffen: Soll man nach der 8. Klasse in den Beruf gehen? Oder in der Kreisstadt das Abitur ablegen?

Die Prüfung
Zehn Jahre sind seit dem ersten Film vergangen. Nur noch zwei Wochen, dann ist für die 16-Jährigen die Schulzeit vorbei. Zwischen ihnen und dem Erwachsenenleben liegt nur noch die Abschlussprüfung. Und das allerletzte Klassenfest, auf dem zu Beatmusik getanzt wird.

Ich sprach mit einem Mädchen
Zum ersten Klassentreffen der nun 20-Jährigen ist natürlich auch die Kamera dabei. Erinnerungen werden ausgetauscht, neu Erlebtes berichtet. Marieluise erzählt von ihrer Liebe, der Arbeit und ihren Ansprüchen an sich und das Leben.

(VPS-Datum: 11.09.2017)

Bilder zum Film

Kinder winken über eine Brüstung
Ein kleiner Junge, der schaukelt, eine Erzieherin, die mit den Kinder singt: "Wenn ich erst zur Schule gehe" und dann Kinder, die in eine Schule stürmen: Bildrechte: DEFA-Stiftung
Kinder heften Fotos an eine Wand
Die zweite Folge ist mit 14 Minuten ähnlich kurz wie der erste Film und zeigt die Kinder am Ende des ersten Schuljahres - hier, wie sie eine Wandzeitung gestalten, bevor die Eltern zur Zeugnisübergabe ins Klassenzimmer kommen. Bildrechte: DEFA-Stiftung
 Lachende Kinder mit Mikrofon
"Elf Jahre" - so lautet die dritte Folge 1966 und dauert erstmals auch schon eine halbe Stunde. Bildrechte: DEFA-Stiftung
Kinder winken über eine Brüstung
Ein kleiner Junge, der schaukelt, eine Erzieherin, die mit den Kinder singt: "Wenn ich erst zur Schule gehe" und dann Kinder, die in eine Schule stürmen: Bildrechte: DEFA-Stiftung
Kinder stehen in der Schule auf
So beginnt der erste, 13-minütige Teil der Dokureihe, von der damals keiner ahnt, das sie Filmgeschichte schreiben wird. Bildrechte: DEFA-Stiftung
Ein Junge hat sich über seinen Arm gebeugt und weint.
Die erste Folge berührt bis heute, wenn man sieht wie mühevoll sich die Jungen und Mädchen in den Schulalltag einleben, der anstrengender ist als der Tag im Kindergarten, weniger spielerisch und ohne Mittagsschlaf... Bildrechte: DEFA-Stiftung
Winfried als Junge mit Kopfhörern.
"Nach einem Jahr - Beobachtungen in einer ersten Klasse" - der Titel kommt weniger spielerisch-leicht daher als der Auftaktfilm 1961. Bildrechte: rbb/PROGRESS Film-Verleih
Ein Junge horcht einen anderen mit Stethoskop ab.
Sie zeigt, wie die Kinder außerhalb des Klassenzimmers Berufsfelder kennenlernen, hier den Arzt, ... Bildrechte: DEFA-Stiftung
Zwei Jungen staunen über einen Schweißvorgang
... da den Beruf des Schweißers, ... Bildrechte: DEFA-Stiftung
Ein Jugne hält ein Fernglas.
... oder den des Soldaten. Bildrechte: DEFA-Stiftung
Barbara und Winfried Junge
Barbara Junge, Russisch- und Englisch-Dolmetscherin, arbeitete seit 1969 bei den DEFA-Dokumentarfilmen und ist zunächst Synchronredakterurin für fremdsprachige DEFA-Filme. Seit 1978 betreute sie die Archivdokumentation des Golzowprojekts, ab 1978 Montage der Junge-Filme, und ab 1992 Co-Regisseurin. Bildrechte: MDR/JOURNAL Film
Winfried Junge
Filmemacher Winfried Junge ist mit den Kindern von Golzow alt geworden. "Wir mussten Freunde werden" - anders geht es bei einem solchen Projekt nicht, sagt er später. Bildrechte: IMAGO
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Filmmuseum Golzow
Bildrechte: Simone Grieger