Fr 24.11. 2017 01:50Uhr (VPS 01:44) 108:20 min

Jirí Kajínek (Konstantin Lawronenko, Mitte) sitzt wegen Mordes seit über 20 Jahren im tschechischen Hochsicherheitsgefängnis Mírov in Haft.
Jirí Kajínek (Konstantin Lawronenko, Mitte) sitzt wegen Mordes seit über 20 Jahren im tschechischen Hochsicherheitsgefängnis Mírov in Haft. Bildrechte: MDR/3L
MDR FERNSEHEN Fr, 24.11.2017 01:50 03:40

Akte Kajínek

Akte Kajínek

Spielfilm Tschechische Republik 2010

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ČSFR, Anfang der 1990er Jahre: Wegen Doppelmordes und versuchten Mordes wird der Kleinkriminelle Jiří Kajínek zu lebenslanger Haft verurteilt. Zehn Jahre später versucht eine Anwältin, deren Schwester von den Getöteten misshandelt wurde, den Fall wieder aufzurollen. Kajínek selbst bricht aus dem Gefängnis aus, um Beweise für seine Unschuld zu sammeln. Doch gegen das Geflecht aus korrupter Polizei und Unterwelt, die hinter den inszenierten Morden stecken, haben sie schlechte Karten.

Die Tschechoslowakei kurz nach dem Zusammenbruch des Kommunismus: Nachdem zwei Gangster bei einem Überfall erschossen werden, beschuldigt der überlebende dritte Vlasta Klempár (Richard Némec) den Kleinkriminellen Jiří Kajínek (Konstantin Lawronenko) der Tat. Der wird zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Kajínek bestreitet die Tat und versucht mehrmals zu fliehen.

Zehn Jahre später beschäftigt sich die junge Anwältin Klára Pokorová (Tatiana Vilhelmová) intensiv mit dem Fall, den sie wieder aufrollen will. Sie hat ein starkes privates Motiv, das sie lange für sich behält: Ihre ältere Schwester wurde von den Getöteten vergewaltigt und zum Krüppel geschlagen. Sie kann Kajíneks Misstrauen zerstreuen und neue Zeugenaussagen gewinnen, u.a. die des ehemaligen Ermittlers Lejčko (Michal Dlouhý), um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen. Obwohl sie nachweisen kann, dass die Beweisaufnahme schlampig und fehlerhaft geführt wurde und das Urteil nur auf einer Zeugenaussage basiert, wird ihr Antrag auf Wiederaufnahme abgewiesen.

Wenig später stirbt ihr Freund Honza Doležal (Bogusław Linda), auch er Anwalt und dabei, Lejčko zu einer umfassenden Zeugenaussage zu bewegen, bei einem fingierten Unfall. Kajínek gelingt die spektakuläre Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis Mírov. Fünf Wochen lang schafft er es unterzutauchen, um Beweise für seine Unschuld zu finden. Dabei steht der ehemalige Polizeichef der Region Plzeň, Novotný (Vladimír Dlouhý), der sich der Anwältin als guter Freund andient, in seinem besonderen Fokus. Doch auch ein Einbruch in dessen Tresor bringt ihn nicht weiter.

Schließlich wird Kajínek gefasst. Gegen den korrupten, skrupellosen Polizeichef mit engsten Verbindungen zur Unterwelt und zugleich politischen Ambitionen haben weder Kajínek noch seine engagierte Anwältin eine Chance.

"Akte Kajínek" ist ein dicht inszenierter Kriminalfilm, der auf der wahren Geschichte des einst meistgesuchten Kriminellen Tschechiens Jiří Kajínek basiert. Den Prozess, die Flucht, den gesamten "Fall" Jiří Kajínek kennt in Tschechien jeder "und, glaubt man den gängigen Quellen, sind 110 Prozent der Landsleute inzwischen von seiner Unschuld zumindest im Fall der erwähnten Morde überzeugt". (VIDEO/DE). Zur Legende geworden, sitzt Kajínek noch immer im Gefängnis. Nach seinem Amtsantritt Anfang 2013 versprach der neue Präsident Miloš Zeman eine Wiederaufnahme des Prozesses. Die Verfilmung des alle Züge eines Justizskandals tragenden Falles in einem Genremix aus Krimi, Thriller und Tatsachenbericht sowie die Besetzung mit erstklassigen Schauspielern wurde in Tschechien ein Hit.
Mitwirkende
Musik: Václav Noid Bárta
Kamera: F. A. Brabec
Buch: Petr Jákl, Marek Dobeš
Regie: Petr Jákl
Darsteller
Klára Pokorová: Tatiana Vilhelmová
Jirí Kajínek: Konstantin Lawronenko
Novotný: Vladimír Dlouhý
Honza Doležal: Boguslaw Linda
Lejcko: Michal Dlouhý
Richterin Gorecká: Deana Horváthová
Václav Krížek: Václav Noid Bárta
Perner: Werner Daehn
Bukovský: Ken Duken
Alice Krížková: Alice Bendová
Gefängniswärter Pakosta: Hynek Cermák
Vlasta Klempár: Richard Némec
und andere

Bilder zum Film

Akte Kajínek

Jirí Kajínek (Konstantin Lawronenko, Mitte) sitzt wegen Mordes seit über 20 Jahren im tschechischen Hochsicherheitsgefängnis Mírov in Haft.
Jirí Kajínek wird zu Unrecht für den Mord an zwei Gangstern zu lebenslanger Haft verurteilt. Bildrechte: MDR/3L
Jirí Kajínek (Konstantin Lawronenko, Mitte) sitzt wegen Mordes seit über 20 Jahren im tschechischen Hochsicherheitsgefängnis Mírov in Haft.
Jirí Kajínek wird zu Unrecht für den Mord an zwei Gangstern zu lebenslanger Haft verurteilt. Bildrechte: MDR/3L
Jirí Kajínek (Konstantin Lawronenko, Mitte) sitzt wegen Mordes seit über 20 Jahren im tschechischen Hochsicherheitsgefängnis Mírov in Haft.
Er beteuert immer wieder seine Unschuld und versucht mehrfach, aus dem Hochsicherheitsgefängnis Mírov zu fliehen - vergeblich. Bildrechte: MDR/3L
Die engagierte Anwältin Klára Pokorová (Tatiana Vilhelmová) will den "Fall Kajinek" aus persönlichen Motiven wieder aufrollen.
Zehn Jahre später nimmt sich die junge Anwältin Klára Pokoróva dem Fall Kajínek an. Den Grund dafür hält sie zunächst geheim: Ihre Schwester wurde von den Getöteten vergewaltigt und brutal zusammengeschlagen. Bildrechte: MDR/3L
Jirí Kajínek (Konstantin Lawronenko, Mitte) sitzt wegen Mordes seit über 20 Jahren im tschechischen Hochsicherheitsgefängnis Mírov in Haft.
Kajínek gelingt tatsächlich die Flucht. Für fünf Wochen kann er untertauchen und seiner Anwältin dabei helfen, Beweise für seine Unschuld zu sammeln. Bildrechte: MDR/3L
Jirí Kajínek (Konstantin Lawronenko, Mitte) sitzt wegen Mordes seit über 20 Jahren im tschechischen Hochsicherheitsgefängnis Mírov in Haft.
Dabei stoßen die beiden auf einen tiefen Sumpf aus Machtspielen und Korruption. Als Kajínek gefasst wird, wird ihm klar, dass weder er noch seine Anwältin eine Chance haben. Bildrechte: MDR/3L
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