| Datum | Sendezeit | Länge |
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| Fr., 27.01. | 00:25 Uhr | 89:10 min |
Italien, 1938. Die norditalienische Stadt Ferrara hat eine kleine jüdische Gemeinde, deren Mitglieder durch die Rassengesetze Mussolinis zunehmend ausgegrenzt werden. Da es Juden beispielsweise nicht gestattet ist, dem örtlichen Tennisclub anzugehören, gründen die wohlhabenden Finzi Contini auf ihrem Anwesen einen eigenen, informellen Tennisclub. Unter den jungen Leuten, die sich während des Sommers im üppigen Garten der Finzi Contini treffen, ist auch der Jude Giorgio (Lino Capolicchio), der schon seit seiner Kindheit in Micòl (Dominique Sanda), die Tochter des Hauses, verliebt ist. Auch Micòl scheint eine besondere Zuneigung zu Giorgio zu empfinden, der ihrem kranken Bruder Alberto (Helmut Berger) so verblüffend ähnelt. Dennoch begegnet sie Giorgio mit einem seltsamen Wechsel aus Nähe, Verbundenheit und Distanz.
Als sie für eine Weile nach Venedig reist, setzt Giorgio im Haus ihrer Eltern seine Studien fort, da es Juden nicht mehr gestattet ist, die Universitätsbibliothek zu betreten. Nachdem Micòl bei ihrer Rückkehr erklärt, ihn nicht mehr sehen zu wollen, geht Giorgio nach Frankreich, wo sein Bruder studiert. Hier erfährt er zum ersten Mal von Konzentrationslagern und der Gewalt gegen Juden in Deutschland. Bei seiner Rückkehr nach Ferrara sieht er Micòl mit Bruno (Fabio Testi), einem nichtjüdischen Mitglied des Tennisclubs, im Garten der Finzi Contini. Zwar erklärt Bruno ihm, dass die Beziehung rein freundschaftlicher Natur sei, doch zugleich macht Micòl Giorgio klar, dass es keine gemeinsame Zukunft geben kann.
Mit Ausbruch des Krieges wird die Situation für Italiens Juden immer bedrohlicher. Schließlich verhaftet man im Jahr 1943 auch die Finzi Contini, um sie zu deportieren. In der Haft erfährt Micòl, dass wenigstens Giorgio die Flucht ins Ausland gelungen ist. Es ist das Letzte, was sie von ihm hört.
Mit "Der Garten der Finzi-Contini" schuf Regie-Legende Vittorio De Sica ein berührendes Melodram. Basierend auf dem autobiografischen Roman von Giorgio Bassani, erzählt der Film die Geschichte einer jüdischen Familie im faschistischen Italien und zugleich von einer unerfüllten Liebe. In den Hauptrollen sind Dominique Sanda, Lino Capolicchio und Helmut Berger zu sehen.
Musik: Manuel De Sica
Kamera: Ennio Guarnieri
Buch: Vittorio Bonicelli und Ugo Pirro
Regie: Vittorio De Sica
Giorgio - Lino Capolicchio
Micòl Finzi Contini - Dominique Sanda
Giampiero Malnate - Fabio Testi
Giorgios Vater - Romolo Valli
Alberto Finzi Contini - Helmut Berger
Prof. Ermanno Finzi Contini - Camillo Cesarei
Ernesto, Giorgios Bruder - Raffaele Curi
Giorgios Mutter - Barbara Pilavin
Olga Finzi Contini - Katina Morisani
Großmutter Regina - Inna Alexeievna
u.a.
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
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