Fernsehen

MDR FERNSEHEN | 17.02.2013 | 16:05 Uhr : Starke Teams für harte Fälle (3/4)

Hubschraubertest und Probe für den Ernstfall

Wenn Menschen vermisst werden oder durch eine Katastrophe verschüttet wurden, sind sie oft die Retter in höchster Not: Rettungshunde. Jede Minute zählt im Einsatz. Den "Rettern auf 4 Pfoten" verdanken zahlreiche Menschen ihr Leben. Doch bis ein Hund in einen solchen Einsatz gehen kann, heißt es jahrelang üben, trainieren, lernen, wiederholen. Wir begleiten die Mitglieder der Rettungshundestaffel "Teamdogs e.V." aus Thüringen ein halbes Jahr lang zum Training und zu Übungseinsätzen.

Husky-Hündin Amy
Husky Amy schaut der Sache skeptisch entgegen.

Sonntagmorgen in der Nähe von Sömmerda in Thüringen. Wie immer trifft sich die Rettungshundestaffel Teamdogs zum Training, dieses Mal soll es in die Höhe gehen. Ausbildungschefin Katja Romankewitz ist ungewohnt aufgeregt. Auch sie hat noch keine Erfahrung damit, im Hubschrauber mit ihrem Hund zu fliegen. Im Ernstfall aber kann es sein, dass ein Katastrophengebiet nur aus der Luft zu erreichen ist. Dann ist für Gewöhnung und Diskussionen keine Zeit. Deshalb müssen Hunde und Menschen wissen, was auf sie zukommt: Lärm, Luftdruck und Enge.

Zuerst wird das Einsteigen mit Hund geübt, dann werden die Hunde ganz nah an den Hubschrauber herangeführt, um sich an den Lärm und den Luftwirbel unter den Rotoren zu gewöhnen. Schließlich wird mit Hund geflogen. Alle Teams, die sich das zutrauen, kommen nacheinander an die Reihe. Darunter auch das Ehepaar Koblitz mit ihren Hunden Kobi und Lisa.

Rettungshundearbeit: Spaß und sehr sinnvoll

Jürgen und Heike Koblitz sind mit ihren Hunden seit 2009 bei der Staffel. Sie leben im niedersächsischen Waldenried und nehmen für das Training im Jahr Hunderte von Kilometern in Kauf. Das Paar opfert seine gesamte Freizeit für die Rettungshundearbeit, doch für beide, vor allem für Heike Koblitz ist die Staffel viel mehr als nur ein Hobby.

"Ich bin sehr sehr krank gewesen und da bekommt man eine ganz andere Lebenseinstellung. Nach der Krankheit haben wir eine große Reise gemacht und dann wieder einen Hund geholt. So sind wir zu Rettungsstaffel gekommen. Es macht Spaß, mit den Hunden zu arbeiten, man ist selbst immer an der frischen Luft und leistet eine sehr sinnvolle Arbeit: Menschenleben retten."

Heike Koblitz
Starke Teams für harte Fälle (3/4)

Die vier haben schon sehr viele Einsätze mitgemacht, manche auch mit traurigem Ende. Aber Heike Koblitz weiß, auch dann ist es wichtig, dass jemand gefunden wird, vor allem für die Angehörigen.

Einsatz bei einer Katastrophenschutzübung

Eine Verletztendarstellerin wird realistisch geschminkt
Die Verletztendarsteller werden realistisch geschminkt.

Am Stadtrand von Halle üben die Teamdogs den Katastropheneinsatz. Die realisitsch geschminkten Verletztendarsteller werden auf dem schwierigen Trümmergelände verteilt. Wie im Ernstfall wird die Hundestaffel alarmiert, dann muss alles Hand in Hand gehen. Die Staffel arbeitet in Teams. Wenn die Hunde Verletzte gefunden haben, schlagen sie an und bleiben so lange dort, bis die Hundeführer sie erreichen. Diese leisten dann erste Hilfe, alarmieren die Rettungskräfte und bleiben so lange bei den Verletzten, bis die Sanitäter da sind. Am Ende der Übung sind alle zufrieden, Hundeführer und auch ihre Hunde.

MDR FERNSEHEN | 17.02.2013 | 16:05 Uhr: Impressionen aus der 3. Folge der Doku-Soap

Szenenbilder aus der dritten Folge der Doku-Soap "Starke Teams für harte Fälle" Szenenbilder aus der dritten Folge der Doku-Soap "Starke Teams für harte Fälle" Szenenbilder aus der dritten Folge der Doku-Soap "Starke Teams für harte Fälle"

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2013, 10:43 Uhr

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK