Wie funktioniert eigentlich eine Live-Untertitelung? Durch Sprache & Teamwork

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"Herzlich willkommen bei 'MDR um 2'" – wenn Kamilla Senjo, Anja Petzold oder Tino Böttcher ihre Zuschauer zur Sendung begrüßen, beginnt für taube oder hörgeschädigte Menschen ein 30-minütiger Stummfilm. Für sie, aber auch für Menschen, die nicht mehr gut hören, oder für Ausländer, die ihr Deutsch verbessern wollen, ist die Untertitelung von Sendungen gedacht. Sie soll ihnen einen barrierefreien Zugang zum MDR-Fernsehprogramm ermöglichen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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"Herzlich willkommen bei 'MDR um 2'" – wenn Kamilla Senjo, Anja Petzold oder Tino Böttcher ihre Zuschauer zur Sendung begrüßen, beginnt für taube oder hörgeschädigte Menschen ein 30-minütiger Stummfilm. Für sie, aber auch für Menschen, die nicht mehr gut hören, oder für Ausländer, die ihr Deutsch verbessern wollen, ist die Untertitelung von Sendungen gedacht. Sie soll ihnen einen barrierefreien Zugang zum MDR-Fernsehprogramm ermöglichen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Anstatt die Informationen zu hören, bekommen sie die Beitragsinformationen in schriftlicher Form übermittelt, und zwar über Blocktafeln im Videotext, die Stück für Stück eingeblendet werden und für die Zuschauer als Schrift am unteren Bildrand zu sehen sind. Zu finden ist der Untertitel auf der Seite 150. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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Diese Blocktafeln werden von redaktionellen Mitarbeitern, die im Schichtbetrieb tätig sind, bestückt. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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Grundlage der Texte sind natürlich die Beiträge aus der Sendung. Rechts im Bildschirm befindet sich das Original, links der Text, der später als Untertitel erscheint. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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Der Text wird so formuliert, dass ein Satz maximal auf zwei Untertitelungs-Tafeln Platz findet. Dabei gilt grundsätzlich: So viel kürzen, wie eben zur schnellen Erfassung nötig ist. So weit es möglich ist, werden Textteile vorbereitet, um eine möglichst hohe Qualität zu erreichen. Diese Textteile werden während der Live-Sendung dann Stück für Stück eingespielt – quasi semi-live. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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Anders verhält es sich bei Interviewsequenzen oder Schalten: Dort muss komplett live untertitelt werden. Das geschieht wegen der erforderlichen enormen Schnelligkeit nicht schriftlich, sondern mit Hilfe einer Software, die Gesprochenes in Schrift übersetzt. Jeder Untertiteler hat ein eigenes Sprachprofil, das auf ihn angepasst ist. Je länger er mit dem Programm arbeitet, desto besser ist es auf ihn eingestimmt – und Fehler werden selten. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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Eine Sendung wird jeweils von zwei Redakteuren betreut. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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Einer kümmert sich um das Einspielen der bereits vorbereiteten Texte, ... Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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... der andere übernimmt dann die Live-Untertitelung. Hören, verarbeiten, nachsprechen, rausschicken – und währenddessen schon zuhören, wie es weitergeht. Den Live-Untertiteler könnte man mit einem Simultan-Dolmetscher vergleichen. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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Kaum eingesprochen, erscheint der Text grau im "Schreibfeld"... Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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... und wird mit einem Klick auf Sendung geschickt. Originaltöne werden in Farbe gekennzeichnet, der Text von Beiträgen bleibt dagegen weiß. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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Für einen reibungslosen Ablauf ohne Zeitverzögerungen setzen die Kollegen auf Zeichen. Hin und her geht es dann für die beiden Untertiteler. Ein Job, der während der Live-Phase höchste Konzentration erfordert. Bildrechte: MDR/Julia Hartmann
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