Umschau | 03.04.2012 | 20:15 Uhr : Süßes zu Ostern – Geheime Markenware beim Discounter
Viele renommierte Markenhersteller machen ein Geheimnis daraus, dass sie auch Produkte für Discounter herstellen. Betriebswirtschaftlich macht das Sinn. Viele Firmen haben Überkapazitäten in der Produktion, die so ausgelastet werden können. Doch für das Image ist es aus Sicht der Firmen nicht zuträglich. Zudem haben die Unternehmer Angst. Wenn herauskommt, dass es Waren vom Markenhersteller viel günstiger beim Discounter gibt, könnte der Umsatz beim Markenprodukt zurückgehen. So halten sich die Hersteller bedeckt und geben die Herkunft der Produkte nicht bekannt. Meist steht auf den Verpackungen nur: "Hergestellt für …" .Wenn man recherchiert, kommt man jedoch dahinter, woher die Produkte kommen.
Dass die Lebensmittelindustrie zu Ostern ein gutes Geschäft machen muss, lässt sich auch am Streit um den Goldhasen erkennen. Hier möchte die Firma Lindt & Sprüngli anscheinend eine Monopolstellung einnehmen und versucht, alles verbieten zu lassen, was nach Goldhasen aussieht. Doch in Österreich und Deutschland ist man sich noch nicht ganz einig, ob eine Verwechslungsgefahr besteht oder nicht. Die ganze Streit-Geschichte gibt es hier:
So erkennt man, ob Markenhersteller hinter Discountprodukten stecken
- Suchen Sie im Internet beispielsweise mit Google-Maps, ob unter der Adresse des Noname-Herstellers auch ein Markenhersteller residiert. Viele Firmen gründen Tochterunternehmen für den Discountbereich, die denselben Firmensitz haben.
- Die Veterinärnummer, zum Beispiel "SN 006", verrät den Hersteller. In diesem Fall die Firma Sachsenmilch, die zum Müller-Konzern gehört. Die Listen sind hier zu finden.
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- Mit der Eingabe der Barcode-Nummer des Produktetiketts lässt sich beim Anbieter Gepir auch oft herausfinden, wer der Hersteller ist.
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