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Umschau | 22.05.2012 | 20:15 Uhr : Westdeutsche liegen bei Wohnungskäufen vor Einheimischen

Westdeutsche und Berliner haben im vergangenen Jahr den größten Teil der Wohnungen in mitteldeutschen Großstädten gekauft. Der Anteil liegt bei 45 Prozent. Danach folgen die Einheimischen mit 30 Prozent, die übrigen Ostdeutschen mit 24 Prozent und die ausländischen Käufer mit einem Prozent.

Wohnhaus
Mietshaus
Leipzig Ferdinand-Lassalle-Straße: Alle Häuser haben westdeutsche oder ausländische Eigentümer.

Grundlage der Erhebung sind rund 5.000 Kaufverträge für Eigentumswohnungen, die durch die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in den Städten Leipzig, Dresden, Chemnitz und Erfurt nach Herkunft der Käufer ausgewertet wurden.
Je größer die Stadt, desto größer ist der Anteil der Käufer aus den alten Bundesländern und Berlin. In Leipzig liegt dieser bei 61 Prozent. 20 Prozent der Kaufverträge wurden von Einheimischen abgeschlossen. 18 Prozent der Wohnungen wurden von anderen Ostdeutschen erworben. Ganz anders sieht es in Erfurt aus. Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Wohnungen wurden von Einheimischen gekauft. Dann folgen Käufer aus den Neuen Bundesländern. Nur knapp ein Viertel (23 Prozent) der Immobilien wurden von Westdeutschen erworben.

Mietshäuser mit Ecktürmen
Leipzig Waldstraßenviertel: Auch hier sind die Eigentümer der Häuser selten Leipziger.

Unterscheidet man die Käufe nach Erst- und Weiterverkauf, zeigt sich, dass Westdeutsche vor allem neugebaute bzw. frisch sanierte Wohnungen in den mitteldeutschen Metropolen Leipzig und Dresden erworben haben. In Dresden liegt der Anteil bei 43 und in Leipzig bei 75 Prozent. Einheimische haben in diesen beiden Großstädten eher Immobilien gekauft, die nach Neubau bzw. Sanierung schon einen oder mehrere Vorbesitzer hatten. In Leipzig liegt der Anteil der Ortsansässigen bei 30 Prozent, in Dresden bei 55 Prozent. In den beiden kleineren Städten bestimmen die Einheimischen sogar den Markt der Erstverkäufe. Die Hälfte der Wohnungserwerber in Erfurt hatte beim Kauf ihren Wohnsitz in der thüringischen Landeshauptstadt. In Chemnitz liegt der Anteil der Einheimischen Käufer bei 55 Prozent.

Für diese Auswertung hatte die Redaktion die zehn größten mitteldeutschen Städte angefragt. Nach Auskunft der Gutachterausschüsse für Magdeburg, Halle, Dessau-Rosslau, Jena, Gera und Zwickau liegen diese Daten nicht vor.

Osteigentum
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Westdeutsche liegen bei Wohnungskäufen in Leipzig vorn

45 Prozent der Wohnungskäufe in mitteldeutschen Großstädten gingen im letzten Jahr auf das Konto von Berlinern und Westdeutschen. Die "Umschau" hat das in Leipzig nachgeprüft.

22.05.2012, 20:15 Uhr | 08:14 min

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2012, 09:28 Uhr

1. manfred höhn:
Seit fast 9 Jahren besitzen wir ein Haus in der City von Leipzig - Nikolaistrasse 25 - das wir als Geschäfts- und auch als Wohnhaus benutzen. Neben dem Laden (Münzgeschäft) gibt es 2 Etagen Büros für 8 Mitarbeiter und 3 Wohnungen. Wir sind "reine Ossis", nämlich aus Thüringen und betreiben den Münzhandel schon seit 1990. Wir fühlen uns sehr wohl in unserer Stadt.
22.05.2012
20:30 Uhr

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