Umschau | 07.02.2012 | 20:15 Uhr : Tatort Internet
Das Internet ist nützlich, bietet Unterhaltung, Einkaufsmöglichkeiten oder Information. Leider ist es auch ein Betätigungsfeld für Betrüger. Sogenannte Abo-Fallen etwa gehören zu den Maschen, mit denen Nutzer finanziell erleichtert werden. Dieses Problem ist so groß geworden, dass inzwischen die Rechtsprechung darauf reagiert hat. Aber es gibt noch andere Fallstricke. Die "Umschau" erklärt, welche Gefahren im Internet lauern, wie man sich davor schützen und gegebenenfalls dagegen wehren kann.
Abmahnung mit Daten aus dem Internet
Gerhard G. soll 100 Euro für den Besuch einer kostenpflichtigen Erotik-Internetseite zahlen. Doch die kann er gar nicht gesehen haben, denn er hat gar keinen Internetanschluss. Wahrscheinlich haben Betrüger die Daten von einem Schriftstück aus dem Internet. Das hatte nämlich der Verein des Rentners dort eingestellt. Darauf waren Adresse und Bankverbindung von Gerhard G. vermerkt. Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen kennt die Rechtslage in solchen Fällen: "Die Beweispflicht für das Bestehen einer Forderung hat derjenige, der von mir aus einem Vertrag Geld haben will. In diesem Fall der Betreiber der Internetseite."
Tipp
Bei dieser Abmahnmasche fischen die Betrüger meist Adress- und Bankdaten aus dem Internet und missbrauchen sie für unbegründete Geldforderungen. Um nicht in die Fänge der Abmahnbetrüger zu geraten, sollte man sorgfältig mit seinen Daten im Internet umgehen und sie nur in zwingenden Fällen auf Seiten von vertrauenswürdigen Betreibern bekanntgeben.
