blühende Pflanzen
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Juliane Zeisler

Pflanzerde im Langzeittest Der große Umschau-Garten-Check

Zehn Pflanzkübel mit Petunien und Gemüse: Mit diesen Zutaten haben wir auf der Landesgartenschau in Apolda einen Test durchgeführt. Getestet wurde die wichtigste Zutat: die Erde. Welche lässt unsere Pflanzen am besten gedeihen? Hier das Ergebnis!

blühende Pflanzen
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Juliane Zeisler

Das Ergebnis

Die Umschau hat von Mai bis September auf dem Gelände der Landesgartenschau in Apolda Pflanzerde in unterschiedlichen Preiskategorien getestet. Ziel war es, herauszufinden, ob gute Pflanzerde immer teuer sein muss, wie es häufig die Werbung verspricht. Getestet wurde in den Disziplinen "Blumen" und "Gemüse" je fünf Produkte:

  1. selbstgemachte Pflanzerde
  2. Universalerde von Obi (0,05 €/l)
  3. Torffreie Bio Universalerde von Dehner (0,16 €/l)
  4. torffreie Bio-Erde der Marke Compo (0, 29 €/l)
  5. Spezialerde Gemüse: Tomaten- und Gemüseerde von Neudorff (0,34 €/l) sowie Spezialerde Blumen: Aktiv-Pflanzenerde von Floragard (0,40 €/l)

Und so endete der Test: Gar nicht überzeugt hat die Erde von Obi, das günstigste Kaufprodukt. Die Bio-Erde von Dehner aus dem preislichen Mittelfeld punktete beim Gemüse. Eher durchschnittlich schnitt sie bei den Blumen ab. Insgesamt hat sie aber ein gutes Preis- Leistungs-Verhältnis. Entäuschend war die Spezialerde für Gemüse. Sie sorgte für eher mittlere bis schlechte Ergebnisse. Da wuchs unser Gemüse in den weitaus günstigeren Konkurrenz-Erden deutlich besser. Anders sah es bei der Spezialerde für Blumen aus. Sie lag ganz weit vor und teilte sich hinsichtlich der Blumenpracht den Sieg mit der selbstgemachten Komposterde. Die wurde auch Sieger beim Gemüse. Damit ist die günstigste unter den getesteten Erden die beste. Das Ergebnis zeigt, gute Erde muss nicht teuer sein!

Aktueller Stand: Unsere Pflanzen am 16. September

Zehn Pflanzkübel auf der Landesgartenausstellung in Apolda von oben
Der Herbst kommt. Das sieht man auch unseren Pflanzen an, die wir diesmal mit einer Drohne aufgenommen haben. An einigen Kübeln wurde schon gärtnerische Hand angelegt und die ein oder andere Pflanze entfernt. Unverkennbar ist jedoch der üppige Wuchs im Blumentopf links unten. Was sich in den vergangenen Wochen und Monaten bereits abgezeichnet hat, zeigt sich jetzt noch einmal deutlich: Die Blumen in der selbstgemachten Erde sind am besten gediehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Fünf Pflanzenkübel mit unterschiedlich gewachsenen Pflanzen.
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Zwischenstand: Unsere Pflanzen am 28. Juli:

zehn Pflanzkübel mit Blumen und Gemüsepflanzen
Was für eine Blütenpracht! Wie sich in den letzten Wochen schon gezeigt hat, haben die Pflanzen in der selbstgemachten Erde (links) und in der Spezialerden (rechts) das größte Volumen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Juliane Zeisler

zehn Pflanzkübel mit Blumen und Gemüsepflanzen
Von der anderen Seite kommen unsere Gemüsepflanzen besser zur Geltung. Was hier rechts so üppig gedeiht, sind die Pflanzen in der selbstgemachten Erde. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Juliane Zeisler

Gärtnerin Beathe Walther im Gespräch mit Juliane Zeisler
Unsere Reporterin Juliane Zeisler lässt sich von Gärtnerin Beathe Walther den Fortschritt unseres Pflanzexperiments erklären. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Tilo Holzapfel

Zwischenstand: Unsere Pflanzen am 30. Juni:

zehn Pflanzkübel mit Blumen und Gemüsepflanzen
Der Trend setzt sich fort: Insgesamt gedeihen alle Pflanzen gut, aber in den Töpfen mit der selbstgemachten Erde (hier links) und in denen mit den Spezialerden (rechts) wächst alles ein wenig üppiger. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Julia Schwarzenau

Zwischenstand: Unsere Pflanzen am 21. Juni:

Zehn Pflanzenkübel mit Blumen und Gemüsepflanzen
Nach rund anderthalb Monaten haben sich unsere Blumen und Gemüse weitgehend gleichmäßig entwickelt. Die Pflanzen in der selbstgemachten Erde (rechts) und die in den Spezialerden (links) haben im Gesamtbild aber ein etwas größeres Volumen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zwischenstand: Unsere Pflanzen am 19. Mai

Eine Woche sind unsere Pflanzen jetzt in der Erde. Bis jetzt gedeihen alle Pflanzen gleichermaßen gut – bis auf die Gurken, die die Kälte nicht vertragen haben und in Kürze nachgepflanzt werden müssen.

Bildmontage: Links ein Pflanzkübel mit Petunien, rechts ein Pflanzkübel mit Basilikum und Tomatenpflanze
Die Erde, in der diese Pflanzen wachsen, ist selbstgemacht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Beate Walther
Bildmontage: Links ein Pflanzkübel mit Petunien, rechts ein Pflanzkübel mit Basilikum und Tomatenpflanze
Die Erde, in der diese Pflanzen wachsen, ist selbstgemacht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Beate Walther
Bildmontage: Links ein Pflanzkübel mit Petunien, rechts ein Pflanzkübel mit Basilikum und Tomatenpflanze
In diesen Pflanzkübeln befindet sich die Bio Pflanzerde torffrei. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Beate Walther
Bildmontage: Links ein Pflanzkübel mit Petunien, rechts ein Pflanzkübel mit Basilikum und Tomatenpflanze
Diese Pflanzen wachsen in der Bio Universal-Erde torffrei. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Beate Walther
Bildmontage: Links ein Pflanzkübel mit Petunien, rechts ein Pflanzkübel mit Basilikum und Tomatenpflanze
In der Blumenerde Universal gedeihen diese Pflanzen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Beate Walther
Bildmontage: Links ein Pflanzkübel mit Petunien, rechts ein Pflanzkübel mit Basilikum und Tomatenpflanze
Und diese Töpfe haben wir mit Spezialerde gefüllt: links die Aktiv-Pflanzenerde , rechts die Tomaten- und Gemüseerde torffrei. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Beate Walther
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Wie wir die Erden vergleichen

Petunien in einer Gärtnerei
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Juliane Zeisler

Jeweils zwei Pflanzkübel werden mit einer Sorte Erde gefüllt. In die einen Kübel pflanzen wir dabei jeweils Naschgemüse, also Tomate, Naschgurke und Kräuter.

In die anderen Kübel kommen mehrfarbige Petunien. Insgesamt befüllen wir drei Kübelpaare mit den Universalerden aus dem Handel und ein Paar mit selbstgemachter Pflanzerde.

Nur bei einem Kübelpaar machen wir eine Ausnahme, denn wir wollen ja auch die beiden Spezial-Erden ausprobieren.

Darum befüllen wir einen Petunien-Kübel mit der "Aktiv-Pflanzenerde" und einen Gemüsekübel mit "Tomaten- und Gemüseerde torffrei".

Grafik: Zehn Pflanzkübel, beschriftet mit der jeweils verwendeten Pflanzerde
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Und so geht es weiter

Zwischendurch heißt es abwarten und beobachten. Damit Sie auf dem Laufenden bleiben, halten wir auf dieser Seite regelmäßig fest, wie sich die Pflanzen in den verschiedenen Erden entwickeln. Wir sind gespannt. Sie auch?

Über dieses Thema berichtet die Umschau am 16. Mai, 20:15 Uhr, im MDR FERNSEHEN

ein Schild mit der Aufschrift "Pflanzerde im Langzeittest – Der große Umschau-Gartencheck" vor Pflanzkübeln
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Zuletzt aktualisiert: 27. September 2017, 22:13 Uhr