Umschau | 11.12.2012 | 20:15 Uhr : Weihnachtseinkäufe zum Schnäppchenpreis
Die Hörer von MDR JUMP haben in den vergangenen Wochen ihre Lieblingsgeschenke gekürt. Die zehn gefragtesten Geschenke sind Smartphone Samsung Galaxy SIII, der Tablet-PC Samsung Galaxy Tab 2 10.1, das TV-Gerät Samsung UE55ES8090, der portable Audio-Player Apple iPod Touch, die Fotokamera Panasonic Lumix DMC-FZ150, die Videocam Panasonic HC-V707, der Beamer Epson EH-TW 3200, der Kaffeevollautomat Jura Impressa C5, das vierteilige Kochtopfset WMF Function 4 und die Damenwinterjacke Jack Wolfskin Wave Hill Parka Women. Wir wollten herausfinden, wie preiswert man diese Artikel bekommen kann.
Zunächst haben wir die unverbindliche Preisempfehlung des jeweiligen Herstellers recherchiert. Um den besten Preis für die zehn Lieblingsgeschenke der "MDR JUMP"-Hörer zu ermitteln, waren wir am vergangenen Freitag in Leipziger Geschäften und in zahlreichen Onlineshops unterwegs. In welchen Geschäften vor Ort es die Produkte gibt, kann man über die Händlersuche auf den Internetseiten des Herstellers recherchieren.
Preisvorteil des Internets schmilzt
Die meisten Bestpreise konnten wir im Internet ermitteln. Nur ein Produkt war im Laden am günstigsten: der Tablet-PC. Er wurde uns bei Mediamarkt und Saturn zum Bestpreis angeboten.
Doch auch wenn es im Internet die günstigsten Preise gab, war die Ersparnis beim Onlinekauf gerade bei den Bestsellern im Heimelektronik- und Foto-Video-Bereich relativ gering. Zwei Mal hätten wir weniger als zehn Euro gespart, zwei Mal zwischen zehn und 50 Euro. Und zwei Mal mehr als 70 Euro. Das waren aber hochpreisige Produkte, sodass die Ersparnis bei nur rund zehn Prozent lag. Den größten Preisvorteil im Vergleich von Internet und Ladengeschäft gab es beim WMF-Topfset. Auf Ebay waren die Töpfe 39 Prozent (169 Euro) günstiger als die identischen Angebote bei Galeria Kaufhof und im WMF-Shop. Bei der Damenwinterjacke hätten wir gegenüber dem Ladenkauf im Internet 20 Prozent gespart. Diese Recherche erwies sich allerdings als sehr schwierig, da wir die Farbe Coffeebrown und die Größe S gesucht hatten. Da wir die Recherche am vergangenen Freitag gemacht haben und sich die Preise ändern können, kann es aktuell schon wieder anders aussehen. Einige Händler haben uns gesagt, dass ihre Preise gelten, solange das Angebot reicht. Alle Ergebnisse finden Sie in der Tabelle.
Weniger Verhandlungsspielraum im Ladengeschäft
Bei unserer Recherche erfuhren wir, dass es eine umfassende Tiefpreisgarantie bei den großen Elektronikmärkten Saturn und Mediamarkt nicht mehr gibt. Beim Smartphone erteilte man uns eine klare Abfuhr. Wir wollten es vom Ladenpreis (449 Euro) auf den Internet-Preis von 429 Euro, den der Mobilfunkanbieter Base angeboten hatte, herunterhandeln. Ein Verkäufer meinte, dass man mit großen Internetanbietern wie Amazon noch mitgehe, aber nicht mit jedem Internetpreis. Beim TV-Gerät (Ladenpreis 2.599 Euro) ließen sich die Verkäufer auf Verhandlungen ein und senkten den Preis um 200 Euro. Es gab offenbar noch Verhandlungsspielraum, weil als Ladenpreis die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers angesetzt worden war. Diesen Preis verlangt in der Regel niemand. Doch selbst mit dem neuen Preis war der Elektronikmarkt immer noch 50 Euro teurer als der billigste Händler im Internet.
Das sollte man bei der Schnäppchen-Suche beachten
- Wer auf Schnäppchen aus ist, sollte die Preise gut beobachten. Preisvergleichsportale im Internet geben einen guten Überblick über das Preisniveau in Online-Shops. Unser Test hat gezeigt, dass man mehrere Suchmaschinen nutzen sollte. Viele Anbieter haben auch Apps, mit denen man vor Ort Preise vergleichen kann.
- Nicht jeder "Preisknaller" in einem Werbeprospekt oder Newsletter ist auch wirklich ein Schnäppchen. Werbeblätter bieten jedoch einen guten Anhaltspunkt. Diese Preise sollte man auf Preisvergleichsportalen überprüfen. Prospekte kann man auch im Internet einsehen. Googeln Sie "Prospekt" und "Händler".
- Schnäppchenportale geben ebenfalls sehr gute Hinweise auf preiswerte Produkte. Dort posten Schnäppchenjäger ihre Beobachtungen. Sie haben Shops, Newsletter und Prospekte im Auge. Googeln Sie "Schnäppchen", um solche Portale zu finden.
- Auch Ladenpreise haben Schnäppchen-Potential. Ausstellungsstücke sind meist sehr günstig. Zudem gibt es auch immer wieder lokale Sonderaktionen, die nicht national beworben werden.
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