Umschau-Quicktipp

Umschau-Quicktipp | 08.02.2013 : Wie gut sind günstige Smartphones?

Viele Smartphones kosten mehr als 500 Euro. Es gibt aber auch Einstiegsgeräte für weniger als 200 Euro. Wie gut sind sie im Vergleich zu den High-End-Geräten. Wo liegen ihre Vor- und Nachteile? Der Quicktipp sagt's.

Ein Android-Telefon, von einer Hand gehalten.

Edle und schnelle Handy-Alleskönner wie iPhone 5, Samsung Galaxy S3, HTC One X+ und andere High-End-Geräte kosten derzeit ohne Vertrag leider 500 Euro und mehr. Doch es gibt auch preiswerte Smartphones für weniger als 200 Euro. In dieser Preisklasse findet man nicht nur Geräte von eher unbekannteren Anbietern wie Huawei, Alcatel, Simvalley oder Mobistel. Auch Markenhersteller wie Samsung, LG oder auch Motorola bedienen das Bedürfnis vieler Nutzer nach günstigen Smartphones. Ein iPhone-Modell von Apple gibt es in dieser Preisklasse dagegen nicht.

Während die preiswerten Geräte bei Akkuleistung, Bedienkomfort und Schnittstellen mit den Flaggschiffen durchaus mithalten können, muss man bei der Qualität des Displays, bei der Leistungsfähigkeit der Prozessoren und der Speichergröße Abstriche machen. Hier sind die Details, die Tests der Computermagazine Computerbild und PC-Welt ergaben.

Positiv: Bedienkomfort

Bei den Touchscreens waren die günstigen Modelle mit teuren Smartphones in aktuellen Tests gleichauf. "Die Zieh- und Wisch-Technik ist inzwischen schlicht ausgereift", sagt Achim Barczok vom Computermagazin c’t.

Positiv: Akku

Obwohl die verbauten Energiespeicher bei günstigen Smartphones meist etwas kleiner sind als bei den teureren Geräten, ist die Akkulaufzeit kaum kürzer. Das liegt an kleineren Displays und schwächeren Prozessoren, die weniger Strom verbrauchen.

Positiv: Schnittstellen

Auch günstige Modelle kommen ab Werk mit WLAN für das Surfen in Hotspots und den eigenen vier Wänden. Die Geräte verfügen auch über Bluetooth für schnelle Datenübertragung zu anderen Geräten.

Negativ: Display

Die Bildschirme sind in der Regel kleiner als bei den teuren Geräten. Statt zehn Zentimeter Bilddiagonale sind es meist nur sieben Zentimeter. Zudem bieten die günstigen Smartphones auch nur eine deutlich geringere Auflösung. Filme, Bilder oder auch Apps wirkten im Test auf Geräten pixelig und weniger detailreich.

Negativ: Prozessor

In vielen günstigen Geräten werden langsame Prozessoren verbaut. Zwar wurde das Betriebssystem Android auch im Blick auf diese Rechner entwickelt, doch alles kann es nicht kompensieren. So brauchen etwa Apps oft länger zum Laden und das Internetsurfen kann zum Geduldsspiel werden. Aufwendige Programme und Spiele nutzt man auf diesen Geräten besser nicht.

Negativ: Speicher

Der Umschau Quicktipp
MDR JUMP

Smartphones unter 200 Euro

08.02.2013, 00:05 Uhr | 01:38 min

Der interne Speicher ist relativ klein, lässt sich aber bei den meisten Geräten mit Micro-SD-Karten auf bis zu 32 Gigabyte vergrößern.

Allerdings lassen sich Apps nicht immer auf der Speicherkarte ablegen. Dann ist die interne Speicher-Kapazität der Günstig-Geräte schnell erschöpft. Dadurch kann es passieren, dass sich neue Anwendungen erst installieren oder updaten lassen, nachdem alte Apps gelöscht wurden. c’t-Experte Achim Barczok empfiehlt mindestens 500 Megabyte Speicher.

Negativ: Kamera

Einige teure Handys wie das Samsung Galaxy S3 können inzwischen schon die Digicam ersetzen. Die muss man bei vielen preiswerten Modellen dagegen noch mitnehmen. Im Test gemachte Fotos zeigten Kantenfehler und verfälschte Farben und wirkten unscharf. Videos können nur mit einer geringeren Auflösung (640x480 oder 320x240 Pixel) gedreht werden. Edelmodelle schaffen dagegen häufig schon HD-Auflösung.

Fazit

Aktuelle Smartphones unter 200 Euro sind eher etwas für alle, die neben dem Telefonieren gelegentlich etwas im Internet surfen oder auch Musik hören wollen. Wer dagegen häufig neue Apps ausprobieren möchte, Wert auf gute Fotos legt und ab und an spielt, sollte eher zu den etwas teuren Modellen greifen.

Spartipp der Tester

"Man sollte sich vor dem Kauf immer auch etwas ältere High-End-Smartphones mit anschauen", rät c’t-Redakteur Barzcok. Manchmal seien die besser als ein aktuelles Einsteigermodell. Zwar haben die älteren Luxusmodelle meist nicht die aktuelle Version des Betriebssystems an Bord. Das ist aus Sicht von Handyexperten aber kein Nachteil. Auch viele neue Einsteigermodelle werden von den Herstellern nicht mit der neuesten Software-Version ausgestattet.

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Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2013, 09:47 Uhr

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