Umschau-Quicktipp | 13.02.2013 : Waschmaschinen: Welche ist die richtige für mich?
Eine Waschmaschine kauft man nicht all zu oft. Ist eine neue fällig, quält man sich mit der Kaufentscheidung deshalb oft besonders lang. Lohnt sich das etwas teurere Modell? Wäscht es wirklich besser? Rentiert sich ein höherer Kaufpreis durch eine etwaige Stromersparnis? Fragen über Fragen. Wir geben Tipps.
Test: Teuerste Maschinen am besten
Sieger im aktuellen Vergleich der Stiftung Warentest waren teuere Modelle wie der Frontlader "Miele W 5821 WPS" (1.060 Euro) und der Toplader "Miele W 627 f WPM" (1.300 Euro). Es geht aber auch billiger: An dritter Stelle folgt dicht der Frontlader "Siemens WM 14S840" für 825 Euro sowie die baugleiche "Bosch WAS28840" für 850 Euro. Die günstigsten Guten sind die Geräte von Whirlpool: der Frontlader "AWO 6S545" ist schon für 350 Euro und Toplader "AWE 5125" für 425 Euro zu haben.
Billige Maschinen geben schneller ihren Geist auf
Bei ihren Prüfungen 2013 fanden die Warentester in Bezug auf die Waschqualität kaum Unterschiede zwischen teuren und preiswerteren Maschinen. Beim Dauertest allerdings fielen die billigen Maschinen durch. Das betraf beispielsweise die Modelle "Candy EVO 1483DW" (425 Euro) und "Gorenje WA72149" (410 Euro).
Fast alle Maschinen weisen unabhängig vom Preis zwei Schwächen auf: Sie waschen sehr lange. Eine 60-Grad-Wäsche braucht durchschnittlich 2,5 Stunden. Und kein Gerät wäscht so heiß wie angegeben. Das Wasser wurde im 60 Grad-Programm oft nicht einmal 50 Grad heiß, fanden die Prüfer heraus.
Beides hängt übrigens miteinander zusammen. Die Händler wollen ihre Geräte mit der besten Energieeffizienz A+++ verkaufen. "Da aber die meiste Energie für das Aufheizen des Wassers draufgeht, wird einfach weniger geheizt. Um die Wäsche trotzdem sauber zu bekommen, waschen die Maschinen länger", so Stiftung Warentest.
Tipps für Sparfüchse
Die Qualität einer Maschine kann der Käufer selbst nicht erkennen. Er kann sich nur an aktuellen Testergebnissen orientieren. Wenn bei der Anschaffung preisliche Aspekte im Vordergrund stehen, sollte man auf folgende Punkte achten:
- Schleuderzahl: Bis 1.400 Umdrehungen sind ausreichend, dann wird die Wäsche bereits recht trocknen, wenn man sie aufhängt. Wer einen Trockner nutzt, kommt bei der Waschmaschine sogar mit einer geringeren Schleuderzahl (800 oder 1.000 Umdrehungen) aus und spart so Geld beim Einkauf.
- Trommelgröße: Die Trommelgröße sollte an die Haushaltsgröße angepasst sein. Singlehaushalte sind mit kleinen Maschinen besser bedient. Mit einer nur halb gefüllten Trommel zu waschen verbraucht unnötig Strom.
- Energielabel: Waschmaschinen sollten heute einen Energieverbrauch von A++ oder besser aufweisen. Die Stufe "A" alleine ist völlig veraltet und mittlerweile viertklassig.
- Programme: Viele Waschmaschinen bieten spezielle Programme beispielsweise für Outdoor-Mode oder Sportschuhe. Wenn man diese nicht nutzt, kann man durch Verzicht darauf am Kaufpreis sparen. Dasselbe gilt für Features, wie Startzeitvorwahl, Spülstopp oder ein Signalton, wenn die Wäsche fertig ist.
- Lautstärke: Auch die Lautstärke ist ein entscheidendes Kriterium für den Preis einer Waschmaschine und steht meist mit bei der Beschreibung zur Waschmaschine. Steht sie in der Waschküche, kann sie lauter sein. In der Wohnung sollte man mehr Wert auf eine weniger laute Maschine legen.
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