Umschau-Quicktipp

Umschau-Quicktipp | 20.03.2013 : Unter Strom zur Traumfigur

Statt stundenlang auf dem Laufband oder mit Gewichten zu trainieren, lässt man den Körper von Stromstößen straffen und erzielt in einem Bruchteil der Zeit den gleichen Trainingseffekt. Das verspricht das das Elektromuskelstimulationstraining bzw. das Elektromyostimulationstraining – kurz EMS-Training.

Eine Frau im Bikini hält sich ein Maßband um die Taille.

Bei dem EMS-Training werden die Muskeln mit elektrischen Stromstößen stimuliert. Dadurch schneller und mit geringerem körperlichen Aufwand Muskelmasse aufgebaut. Die Stromstöße werden über Elektroden in einer speziellen Trainingsbekleidung an die Muskelgruppen gesendet. Während man bei herkömmlichen Training entweder nur Arme, Beine, Rücken oder Brust trainieren kann, können mit EMS viele Muskeln gleichzeitig trainiert werden.

Trainingserfolge nicht überschätzen

Dr. Heinz Kleinöder von der Deutschen Sporthochschule Köln zufolge lässt sich das EMS-Training nicht mit einem herkömmlichen Kraft- oder Ausdauertraining vergleichen, denn es eignet sich nicht für jedes Trainingsziel. Wer spezielle Muskelpartien aufbauen will, für den ist EMS lediglich eine gute Ergänzung. Wer alle Muskelpartien in kurzer Zeit trainieren möchten, für den sei EMS allerdings gut geeignet. Wer abnehmen will, sollte dafür natürlich auch die Ernährung umgestellen.

Der Umschau Quicktipp
MDR JUMP

EMS - Trainieren unter Strom

Mit ungefährlichen Stromstößen lässt sich der Muskelaufbau beschleunigen. Vorteil: Der Aufwand ist geringer. Nachteil: Es kostet mehr.

20.03.2013, 00:10 Uhr | 01:56 min

Hohe Kosten, dafür geringer Zeitaufwand

Das Training ist deutlich teurer als in einem klassischen Fitnessstudio. Mit rund 80 Euro muss man pro Monat mindestens rechnen. Dafür trainiert man nicht so lange wie in einem herkömmlichen Fitness-Studio. Eine Einheit dauert höchstens 20 Minuten, ein bis zwei Mal pro Woche sollte man trainieren. Ein persönlicher Trainer, der auf die richtige Stromdosierung achtet, steht einem immer zur Seite.

EMS ist für die meisten Menschen ungefährlich

Für die meisten Menschen ist das Training mit Strom ungefährlich. Die Organe (einschließlich das Herz) und Gelenke werden geschont. Das weiß man, da die Methode im Reha-Bereich schon lange angewendet wird. Trainieren darf trotzdem nicht jeder: Verboten ist es beispielsweise für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für Träger eines Herzschrittmachers, für Menschen mit Hautauschlägen oder für Schwangere. Auch wer erkältet ist, sollte das Training besser ausfallen lassen, weil dann der Körper für die Stromzufuhr zu schwach sein kann. Im Zweifelsfall sollte man immer einen Arzt zu Rate ziehen.

Zuletzt aktualisiert: 22. März 2013, 12:38 Uhr

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