Umschau-Quicktipp

Umschau-Quicktipp | 20.08.2012 : Schnappschüsse unter Wasser

Ob Fotos vom Tauchgang oder einfach nur ein außergewöhnliches Familienfoto unter Wasser: Wasserdichte Kameras machen es möglich. Doch nicht jede Kamera eignet sich für Unterwasserfotografie.

Ein Taucher mit Unterwasserkamera

Kompaktkameras für Unterwasser-Schnappschüsse

Für Schnappschüsse aus dem Freibadbecken oder beim Schnorcheln reichen preiswerte, wasserdichte Kompaktkameras. Sie sind für Wassertiefen von drei bis fünf Metern gebaut. Diese Modelle gibt es ab 100 Euro. Die Sieger im aktuellen Test der Stiftung Warentest kosten zwischen 250 und 350 Euro. Geräte in dieser Preisklasse schießen nicht nur gute Bilder, sondern können auch HD-Filme aufnehmen. Wer tiefer tauchen will, wie zum Beispiel beim Hochseetauchen, braucht eine dafür taugliche Kamera und muss auch tiefer in den Geldbeutel greifen.

Wasserdicht, aber nicht druckgeschützt

Der aktuelle Test der Stiftung Warentest hat auch gezeigt, dass alle geprüften Modelle wasserdicht waren. Wer mit einer wasserdichte Kamera abtaucht, sollte aber generell beachten, dass man sich damit weder in Wellen werfen, noch einen Kopfsprung ins Schwimmbecken wagen sollte. Die Fotoapparate sind zwar bis zu einer bestimmten Tiefe wasserdicht, aber nicht gegen hohen Druck geschützt, der u.a. beim Aufprall auf die Wasseroberfläche auf das Gehäuse wirkt.

Kamerapreis bestimmt die Bildqualität

bunte Fische im Meer
Solche Bilder lassen sich mit einer Billigkamera nicht schießen.

Wer mit einer preiswerten, wasserdichten Kompaktkameras fotografiert, muss mit Abstrichen bei der Bildqualität rechnen. Die kompakte Bauweise bietet nur Platz für kleine Objektive. Zudem können die wegen des Platzmangels nur begrenzt zoomen. Mehr als dreifache Vergrößerungen sind so kaum möglich. Wer also hochwertige Bilder aufnehmen möchte, benötigt mehr Zoom und sollte sich daher für eine der teureren Kameras entscheiden.

Auslösedauer für Schnappschüsse entscheidend

Ein wichtiges Auswahlkriterium beim Kauf einer Unterwasserkamera ist die Auslösedauer. Die sollte bei weniger als 0,5 Sekunden liegen. Nur so lassen sich auch Schnappschüsse von zum Beispiel Fischen machen. Kann eine Kamera Serienbilder schießen, ist die Wahrscheinlichkeit für eine schnelle Aufnahme größer.

GPS und Videofunktion als Extras

Wer über den Kauf einer Unterwasserkamera nachdenkt, sollte wissen, dass einige Modelle mehr können. Wie bereits erwähnt, bieten einige eine Kameras eine Videofunktion. Bei preiswerten Geräten gibt es Bildqualität in HD-Ready-Auflösung. Im Test der Stiftung Warentest waren Details bei billigen Kameras aber nur schlecht erkennbar. Teuere Kameras verfügen in der Regel über eine Full-HD-Auflösung. In einigen wasserdichten Kameras ist auch ein GPS-Empfänger integriert. So können die Fotos mit den Koordinaten des Aufnahmeortes verknüpft werden. Im Nachhinein kann man dann den Standort, die Höhe und die Richtung der Aufnahme erkennen.

Alternative: Robuste Gehäuse und durchsichtige Taschen

Alternativen zur wasserdichten Kompaktkamera sind entweder ein wasserfestes Gehäuse für die normale Kamera und wasserfeste, transparente Taschen. Die Gehäuse gibt es ab 200 Euro, die Taschen schon ab 30 Euro.

Quicktipp
MDR JUMP

Schnappschüsse unter Wasser

Unterwasser-Fotos haben einen besonderen Reiz. Man kann sie mit fast jeder Kamera machen. Die besten Aufnahmen gelingen jedoch mit teuren Kameras.

20.08.2012, 08:40 Uhr | 01:40 min

Zuletzt aktualisiert: 17. August 2012, 15:54 Uhr

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