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Umschau-Quicktipp | 25.09.2012 : Wetter-Apps für Smartphones

Wetter-Apps sind bei vielen Smartphone-Nutzern beliebt. Sie sagen für ausgewählte Orte das Wetter voraus. Dann heißt es etwa: Am Freitagmittag wird es 15 Grad Celsius warm und trocken sein, mit schwachem Wind aus Nord. Aber wie präzise sind Wetter-Apps wirklich?

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Apps mit Basisdiensten sind kostenlos

Viele Smartphones werden ab Werk mit einer Wetter-App ausgeliefert. Auch die App-Shops der Smartphone-Anbieter halten viele Anwendungen bereit. Die meisten sind  Ableger von Wetterdiensten, die auch Internetseiten betreiben. Viele Wetter-Apps sind kostenlos. Dafür erhält man ortsbezogene Vorhersagen für Temperatur, Niederschlag, Bewölkung und Wind für die kommenden sieben Tage. Dazu muss man nur Postleitzahl eingeben. Man bekommt aber nicht nur Vorhersagen für Deutschland, sondern für fast alle Orte auf der Welt. Viele Anwendungen verfügen über ein Niederschlagsradar. Mit dem kann man sehen, wie sich in den vergangene Stunden die Niederschlagssituation entwickelt hat und ob ein Regengebiet im Anzug ist. Neben den kostenlosen Anwendungen gibt es auch kostenpflichtige mit weiteren Features. Dafür zahlt man zwei bis fünf Euro.

Wetter-Apps im Test

Bisher gibt es nur einen wirklich aussagekräftigen Test von Wetter-Apps. Den hat die Redaktion des Internetmagazins CHIP Online im Juni 2012 gemacht. Getestet wurden drei Wetter-Apps: Die iPhone-App, Accu Weather und Weather Pro. Die ersten beiden sind kostenlos. Für Weather Pro der Meteogroup muss man drei Euro bezahlen. Wie der Test zeigt, lohnt sich die Ausgabe. Diese App landete auf dem ersten Platz. Auf die Vorhersagen kann man sich nach Aussage der Tester größtenteils verlassen. Weniger überzeugte dagegen die iPhone-App. Auf dem letzten Platz schließlich landete Accu Weather. Die Anwendung lieferte häufig ungenaue Vorhersagen für die Temperatur, obwohl die dafür genutzten Modelle inzwischen sehr gut sind.

Wettervorhersagen haben generell Grenzen

Die Vorhersagen der Wetter-Apps können, wie andere Wettervorhersagen auch, nur so präzise sein, wie es der Stand der Meteorologie ermöglicht. Hier schießen einige Anbieter mit Langzeitvorhersagen über das Ziel hinaus, kritisiert der Meteorologe Thomas Globig. Temperaturen lassen sich derzeit für einige Tage im Voraus sehr gut vorhersagen, so der Meteorologe. Recht verlässliche Prognosen liefern die Wettermodelle auch bei Windrichtung und -geschwindigkeit. Grundsätzlich schwierig ist aber die Vorhersage von Sonnenschein und Niederschlag. Wolken sind ein chaotisches System, das derzeit noch zu wenig erforscht ist, so der Physiker und Mitbegründer des Wetterdienstes Nowcast, Hans-Dieter Betz. Fast unmöglich ist die Prognose von Gewittern. Die kann man, wenn überhaupt, nur bis eine Stunde im Voraus recht sicher vorhersagen, so der Physiker.

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Was können Wetter-Apps?

Wer ein Smartphone hat, kann den Wetterbericht jederzeit aktuell abrufen: Wetter-Apps machens möglich. Doch was taugen die kleinen Programme eigentlich?

25.09.2012, 08:40 Uhr | 02:02 min

App-Vorhersagen individueller als in Medien

Wetter-Apps können stärker ortsbezogene und damit individuellere Vorhersagen für den Standort des Smartphones liefern als Wetterberichte in Tageszeitungen und Rundfunk. Da die ein großes Verbreitungsgebiet haben, können sie nur pauschale Vorhersage für Regionen präsentieren. Die Wetter-App hingegen erstellt auf Basis der Daten aus Messstationen in der Nähe des Smartphone-Standortes eine Vorhersage. Ist man jedoch weit ab von Messpunkten entfernt, nimmt die Fehlerwahrscheinlichkeit zu. Das passiert, weil in diesem Fall selbst die Ausgangsdaten keine Realwerte sind, sondern Rechenergebnisse. Die ergeben sich aus den Daten nächstgelegenen Messstationen.

Niederschlags- und Blitzwarner ergänzen klassische Wetter-Apps

Der Test von CHIP Online hat bei allen getesteten Programmen ein großes Manko festgestellt. Keine App warnte mittels Handy-Meldung ("Push-Funktion") vor Unwettern. Die wäre etwa bei Gewittern sinnvoll, die sich immerhin für eine Stunde im Voraus ganz gut vorhersagen lassen. Das machen hingegen andere spezielle Blitz-Warn-Apps wie "Donnerwetter". Andere Apps wie "Regenalarm" geben ein Zeichen, wenn sich ein Niederschlagsgebiet nähert.

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2012, 12:46 Uhr

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