Umschau-Quicktipp | 19.10.2012 : Private Daten im Internet löschen
Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Vor allem in sozialen Netwerken geben wir oft viel Privates preis. Wer seine Spuren im Netz löschen will, muss sich ordentlich ins Zeug legen. Ein Erfolg ist jedoch nicht garantiert.
Profil bei Facebook
Wollen Sie Ihr Facebook-Konto löschen, müssen Sie den Bereich "Hilfe" aufrufen und dann die Funktion "Konto löschen" anklicken. Danach sollten Sie für 14 Tage die Finger von Facebook lassen. Danach werden alle Einträge, Fotos, Daten und Links entfernt. Werden Sie doch aktiv, interpretiert der Betreiber Ihren Löschauftrag als Irrtum und lässt den Account bestehen. Doch Vorsicht: Klicken Sie statt "Konto löschen" "Deaktivieren", wird Ihr Profil nur vorübergehend stillgelegt.
Bei anderen sozialen Netzwerken funktioniert die Löschung des Kontos ähnlich wie bei Facebook. Man findet die Löschfunktion bei ihnen meist im Bereich "Einstellungen" oder "Mein Account".
Inhalte bei Google-Diensten
Sind Sie registrierter Nutzer bei Google (Inhaber einer googlemail-Adresse), speichert der Betreiber jede Aktivität auf seinen Seiten. Dazu zählen aber nicht nur Begriffe in der gleichnamigen Suchmaschine, sondern auch Clips, die man sich beim Google-Videoportal Youtube angesehen hat. Diese Informationen lassen sich mit einem sogenannten Daten-Dashboard löschen, das man im Nutzerprofil anlegen kann.
Andere Inhalte im Internet
Wollen Sie Inhalte auf frei zugänglichen Internetseiten löschen, sollten Sie diese mit einer Suchmaschine ausfindig machen. Dann können Sie den Betreiber der jeweiligen Seite um die Löschung Ihrer Daten bitten. Passiert daraufhin nichts, können Sie entweder einen Anwalt einschalten oder eine Spezialfirma mit der Löschung beauftragen. Informieren Sie sich vorher über die anfallenden Kosten.
Regelmäßige Kontrolle
Doch selbst wenn Sie alle Spuren von sich aus dem Internet gelöscht haben, können weiterhin Daten oder Fotos von Ihnen im Netz auftauchen. Haben Sie nämlich anderen Leuten Kopien zur Verfügung gestellt, müssen Sie damit rechnen, dass diese Dokumente verbreitet werden. In diesem Fall hilft nur eine regelmäßige Kontrolle mit Hilfe von Suchmaschinen.
