Umschau

Umschau extra | 11.10.2011 | 20:15 Uhr : Ärger beim Ticketkauf im Internet

Wer Eintrittskarten vor allem für ausverkaufte Veranstaltungen im Internet ergattern will, sollte vorsichtig sein. Einige Händler bieten zwar noch Karten an, aber dann zu überhöhten Preisen. Andere liefern gar nicht. Meist ist der Kunde der Dumme.

Konzertkarte wird geprüft

Evelyn M. wollte mit Freunden zum Reinhard-Mey-Konzert. Erik R. wollte Bundesligakarten verschenken. Auch Karin S. suchte nach Fußballkarten, um damit ihren Lebenspartner zu überraschen. Doch bei allen dreien geht der Einkauf gründlich schief.

Fall 1: Zu teuer

Zwei Tickets für ein Konzert
Der reguläre Preis verbirgt sich hinter dem Aufkleber, halb so teuer wie beim Onlinehändler.

Evelyn M. sucht nach Karten für ein Reinhard Mey-Konzert. Im Internet findet sie mehrere Angebote. Sie klickt gleich auf den ersten Treffer und landet beim Anbieter Ticket-Depot. Dort bestellt sie zehn Karten zum Preis von je 89 Euro. Als die Karten eintreffen, freut sie sich erst. Doch dann sieht sie unter einem Aufkleber den ursprünglichen Preis: 45,90 Euro. Sie hat also fast doppelt soviel bezahlt wie nötig. Denn zu diesem Preis waren Eintrittskarten bei anderen Händlern noch erhältlich. Wir fragen bei Ticket-Depot nach, woher die Tickets kommen und warum ihr Preis so hoch ist. In der Antwort heißt es:

"Da wir die Tickets im Regelfall von verschiedenen Lieferanten und Zwischenlieferanten beziehen, entstehen uns in der häufig schwierigen Beschaffung höhere Einkaufspreise und andere Kosten, die sich selbstverständlich auf den Ticketpreis auswirken."

Aus dem Antwortschreiben von Ticket-Depot

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