Umschau

Umschau | 16.08.2011 | 20:15 Uhr : Verunglückte Tiere: Wer zahlt die Rettungskosten?

Rund 46.000 Mal im Jahr rückt die Feuerwehr zu Tierrettungen aus. Mal verirrt sich ein Jagdhund in einem Abflussrohr, mal landet ein Pferd im Brunnenschacht. Dochwer für die Rettung zahlt, lässt sich oft nur schwer klären.

Ein Pferd an einem Kran
Mit Hilfe eines Krans konnte dieser Hengst nach zwei Stunden aus einem Brunnen gerettet werden.

Auf einem Reiterhof in der Region Hannover stürzte im Juni dieses Jahres ein Hengst in einen Brunnenschacht. Das Tier konnte sich nicht mehr allein aus dieser Situation befreien. Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr konnte auch nicht helfen. Erst die Berufsfeuerwehr konnte das Pferd nach zwei Stunden retten. Das 700 Kilogramm schwere Tier wurde mit einem Kran aus dem Loch herausgezogen. Nach wenigen Minuten stand der Hengst wieder auf allen Vieren. Insgesamt waren mehr als 30 Retter der Feuerwehr vor Ort. Die Berufsfeuerwehr stellt nun für die Rettung knapp 800 Euro in Rechnung. Außerdem hatte sich während der Zeit im Schacht und danach ein Tierarzt um den Hengst gekümmert. Seine Rechnung beläuft sich auf zirka 2.000 Euro.

Wer zahlt?

Feuerwehrmänner und andere Männer stehen um ein Pferd herum
An der Rettung des Pferdes waren mehr als 30 Feuerwehrmänner beteiligt.

Die Übernahme der Kosten für so eine Tierrettung kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Das hängt immer von den Feuerwehrgesetzen im jeweiligen Bundesland ab. Unterschiede kann es auch von Kommune zu Kommune geben, weil es abweichende Kostensatzungen gibt. Im Fall der Pferderettung in der Region Hannover waren sowohl die Pferdebesitzerin als auch die Hofeigentümerin versichert. Welche Versicherung nun welche Kosten übernimmt, wird derzeit geklärt. Wer Schuld an diesem Pferdeunfall hat ist dagegen strittig. Einig sind sich Pferdebesitzerin und die Hofeigentümerin jedoch darin, dass eine Pferdegruppe mit dem Hengst offensichtlich aus einer umzäunten Koppel ausgebrochen war und auf dem Gelände des Reiterhofes herumtollte. Dort befand sich ein Brunnenschacht, der nur mit einer Plastikabdeckung verschlossen war.

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2011, 15:24 Uhr

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