Regina Zindler (56) aus Berlin
Die Vogtländerin wurde durch den Streit um einen Maschendrahtzaun und einen Knallerbsenstrauch berühmt. Stefan Raab machte daraus 1999 einen Hit. Doch der Rummel entnervte Frau Zindler. Sie verkaufte ihr Haus in Auerbach und zog in einen Berliner Plattenbau.
Alles begann im September 1999, als Regina Zindler und ihr damaliger Nachbar Gerd Trommer vors Fernsehgericht zu Richterin Barbara Salesch zogen. Danach wurde der "Maschendroahtzaun" zum Selbstläufer. Denn Regina Zindler klagte im feinsten vogtländischen Dialekt gegen ihren Nachbarn und behauptete, dessen "Knallerbsenstrauch" mache den Maschendrahtzaun kaputt. Doch Nachbar Gerd Trommer wurde freigesprochen.
TV-Komiker Stefan Raab war von dem vogtländischen Sing-Sang von Frau Zindler so beeindruckt, dass er aus dem "Maschendroatzaun" einen Hit machte. Über 800.000 Mal soll die CD verkauft worden sein.
Regina Zindler hatte schlagartig eine riesige Fan-Gemeinde. Hunderte Menschen standen Tag für Tag vor ihrem Haus in Auerbach. Der Maschendrahtzaun wurde aber auch das Ziel von Vandalen und Souvenirjägern. Regina Zindlers Haus musste schließlich rund um die Uhr durch die Polizei bewacht werden.
Entnervt zog sie schließlich weg. Wegen eines Nervenleidens ist sie erwerbsunfähig. In Berlin könne sie gut leben, meint sie. Sie bemühe sich, die Stadt kennen zu lernen, schade sei nur, dass ihre Tochter so weit weg in Auerbach wohnt. Und selbst wenn sie es möchte, die Geschichte mit dem Maschendrahtzaun wird sie immer wieder beschäftigen.
Zuletzt aktualisiert: 04. August 2005, 15:06 Uhr
