Gebäude von oben
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sagenhaft - Das Sächsische Burgenland Der heimliche Schlossherr von Hubertusburg

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Wolfgang Köhler träumt davon, dass Schloss Hubertusburg einmal wieder in dem Glanz erstrahlt, in dem es einst erbaut wurde. Seit 2015 leitet er in seiner Freizeit den "Freundeskreis Schloss Hubertusburg", der in den 90er-Jahren gegründet wurde. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht das bedeutende Erbe des Schlosses zu bewahren.

Einst war das Schloss ein Hochzeitsgeschenk

Wolfgang Köhler kennt die Geschichten und die Geschichte der ehemaligen Jagdresidenz des sächsischen Kurfürsten und wenn man mit ihm gemeinsam durch die Hallen und Gänge des Schlosses streift, so lassen seine Geschichten erahnen, was das alte Gemäuer zu erzählen hat. Dass Schloss Hubertusburg ein Hochzeitsgeschenk August des Starken an seinen Sohn war, zum Beispiel. Oder, dass hier mit dem Hubertusburger Frieden 1763 das Ende des Siebenjährigen Krieges besiegelt wurde.

Lange Zeit war im Schloss Hubertusburg eine Heilanstalt

Doch auch die jüngere Geschichte des Schlosses ist ungeheuer spannend. Sie lebt bis heute in den vielen unsanierten Gängen des Schlosses und das auf beinah unheimliche Weise. Denn 1838 eröffnete im Schloss ein Hospital. Wenig später eine Heilanstalt für geistig Kranke und - wie es hieß - „blödsinnige Kinder“. Noch heute kann man die alten Sanatoriumsgänge mit den Überresten seiner unzähligen Krankenzimmer erleben, denn bisher fehlte das Geld, um diesen Teil des Schlosses wieder herzurichten.

Heute beherbergt das Schloss eine moderne Klinik

Prof. Wolfgang Köhler, Chefarzt der neurologischen Abteilung des Fachkrankenhaus Hubertusburg
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Auch heute gibt es auf dem Schlosskomplex ein Krankenhaus. Das Fachkrankenhaus Hubertusburg, eine moderne Klinik für die ganze Region. Vor allem die neurologische Abteilung ist weit über die Grenzen Sachsens bekannt. Prof. Wolfgang Köhler ist hier der Chefarzt. 1999 kam er von Berlin nach Wermsdorf, ganz bewusst an ein Krankenhaus im Aufbau. Heute forscht er mit seinem Team erfolgreich an seltenen neurologischen Erkrankungen. Über den ungewöhnlichen Arbeitsplatz kam schließlich die Faszination für eben diesen. Heute ist er stolz darauf, wie Krankenhaus und Schloss sich entwickelt haben.

Zuletzt aktualisiert: 28. April 2016, 12:15 Uhr