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ARD-Themenwoche "Leben mit dem Tod" | 17. bis 23. November 2012 : Konferenz zur ARD-Themenwoche in Leipzig

In der MDR-Zentrale in Leipzig trafen sich am 5. September 2012 rund 100 Universitätsprofessoren, Vertreter von Krankenhäusern, Kirchen, Hospizverbänden und Palliativmediziner zum Gedankenaustausch mit MDR-Redakteuren über das Thema "Leben mit dem Tod". Es ist das Motto der ARD-Themenwoche 2012, die MDR und rbb gemeinsam verantworten.

Die Teilnehmer des Podiumsgesprächs (v.l.n.r.) Prof. Dr. mult. Nikolaus Knoepffler, Dr. Friederike F. Spengler, Ursula Neumann, MDR Chefredakteur Stefan Raue, Dr. med. Barbara Schubert, Prof. Dr. Gunnar Duttge

Die Sprachlosigkeit im Angesicht des Todes zu überwinden und die Debatte über das Sterben zu befördern – das hat sich die diesjährige ARD-Themenwoche zur Aufgabe gemacht. Sie wird dies mit ausgewählten Fernsehfilmen, Hörfunkbeiträgen und Telemedienangeboten tun. "Unser Ziel ist es, in der ARDThemenwoche Menschen Orientierung zu geben und Ängste zu nehmen. Wir wollen informieren, aufklären, Rat und Hilfe bieten – das alles mit öffentlich-rechtlichem Qualitätsanspruch", hob MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille zum Beginn zur Konferenz hervor.

MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille begrüßte die Konferenzteilnehmer
MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille begrüßte die Konferenzteilnehmer

Im anschließenden Podiumsgespräch, das der trimediale Chefredakteur des MDR Stefan Raue moderierte, ging es um die Frage "Können wir sterben, wie wir wollen?". Die Palliativ- Medizinerin Dr. Barbara Schubert, die Pfarrerin Dr. Friederike Spengler, die Krankenschwester Barbara Neumann, Vorstandsmitglied des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes e. V., der Medizinrechtler Prof. Dr. Gunnar Duttge von der Universität Göttingen und der Philosoph Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler vom Ethikzentrum Jena standen Rede und Antwort. Dabei wurde die Fragestellung unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet – beginnend bei der Ehrfurcht vor dem Leben über die Herausforderungen an die Palliativmedizin bis zu rechtliche Fragen im Zusammenhang mit einem selbstbestimmten Tod.

Am Nachmittag kamen die Konferenzteilnehmer in verschiedenen Diskussionsforen zusammen. Hier ging es um Fragestellungen wie: "Sterben in Würde - Sterben Christen leichter?", "Medien und Sterben – wie sichtbar ist der Tod?", "Hospiz- und Palliativarbeit am Limit – Gibt es eine Zweiklassenmedizin?" oder "Trauerkultur in Mitteldeutschland – Bestattung oder Entsorgung?". In zum Teil kontrovers geführten Debatten wurde deutlich, wie wichtig der Gedankenaustausch zum Thema Sterben und Tod ist. So wurden bei der Palliativversorgung die entscheidende Rolle des sozialen Netzwerks verdeutlicht und betont, dass sich die Medien kontinuierlich mit sachlichen, aber auch emotionalen Beiträgen zum Thema Tod und Sterben auseinandersetzen sollen.

Die Präsentation ausgewählter Programmvorhaben, darunter des vom MDR koproduzierten TV-Highlights "Blaubeerblau", ergänzte die Diskussionsrunden. Die Teilnehmer der Konferenz äußerten sich sehr zufrieden mit der vom MDR in Vorbereitung der ARD-Themenwoche organisierten Veranstaltung: "Es ist gut, dass der MDR das Thema angepackt hat und es mit so viel Power in unsere Gesellschaft trägt".

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2012, 15:08 Uhr

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