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MDR um elf | seit 29.05.2012 : MDR geht weiteren Schritt in Richtung Barrierearmut

Am 29. Mai ist das barrierefreie Nachrichtenangebot von "MDR um elf" gestartet. Künftig können Sie das Magazin nach der TV-Ausstrahlung in der MDR Mediathek in Gebärdensprache sehen. Im TV gibt es nur wenige solcher Angebote.

Hände einer Gebärdensprachdolmetscherin

Das tagesaktuelle Magazin "MDR um elf" - montags bis freitags um 11:00 Uhr - wird ab 29. Mai 2012 mit Gebärdensprache versehen. Zeitversetzt nach der Erstausstrahlung ist die Sendung mit Gebärdensprache sieben Tage lang in der MDR-Mediathek abrufbar. Damit bietet der Sender vor allem den gehörlosen Zuschauerinnen und Zuschauern, regionale Nachrichten in der entsprechenden Gebärden-Übersetzung wahrzunehmen.

Gebärden-Version ist sieben Tage in der Mediathek

Mit der Aufnahme einer Sendung mit Gebärdendolmetscher in seine Mediathek folgt der MDR seinem erklärten Ziel, allen Mediennutzern einen barrierearmen Zugang zu seinen Programmangeboten zu sichern. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Sender sein finanzielles Engagement mehr als verdoppeln.

"Wir vom MDR-Ländermagazin sind immer auf der Suche nach aktuellen Themen, die die Zuschauer interessieren. Da geht es natürlich oft auch um Menschen mit Handikap. Es war insofern naheliegend, neben der Untertitelung auf MDR-Videotaxttafel 150 die Sendung auch in Gebärdensprache anzubieten. Wir, die Redakteure der Sendung, freuen uns, dass "MDR um 11" mal wieder von sich reden macht und das mit einer so guten Nachricht."

Matthias Schliesing, Redaktionsleiter "MDR um 11"

Dabei setzt der MDR vor allem auf die Untertitelung von Fernsehbeiträgen. Das MDR FERNSEHEN bietet seit 1992 für schwerhörige und gehörlose Menschen untertitelte Sendungen an. Neben der traditionellen Untertitelung, wie sie der MDR derzeit bei fast allen Filmen im fiktionalen Bereich sowie bei ausgewählten Reportagen und Dokumentationen offeriert, sind seit 2009 auch aktuelle Sendungen wie "Sport im Osten" oder die Nachrichtensendung "MDR aktuell" mit Live-Untertiteln versehen. In diesem Jahr kamen als weitere Informationssendungen "MDR um elf" (seit 2. Mai) und "Dabei ab zwei" (seit 14. Mai) hinzu.

Zusätzlich werden im MDR FERNSEHEN Sendungen ausgestrahlt, die vom MDR für Das Erste produziert werden und untertitelt sind - zum Beispiel das ARD-Magazin "Brisant" und die Erfolgsserie "In aller Freundschaft". Aber auch Talksendungen wie "Günther Jauch", "Menschen bei Maischberger", "Anne Will" und "Hart aber fair", werden mit Untertiteln im MDR FERNSEHEN wiederholt. Des Weiteren übernimmt das MDR FERNSEHEN alle Filme der Krimi-Reihen "Tatort" und "Polizeiruf 110", die bereits untertitelt im Ersten gelaufen sind.

Weiterer Ausbau der Untertitelung

Für 2013 strebt der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK den weiteren Ausbau der Untertitelung an. Dafür wird der Sender die eigenen Kapazitäten für Live-Untertitelung und Vorproduktion nutzen sowie untertitelte Angebote aus dem Ersten und den anderen Dritten Programmen der ARD übernehmen.

Zurzeit werden die technischen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, um die von vielen gewünschte Live-Untertitelung der drei Landesmagazine SACHSENSPIEGEL, SACHSEN-ANHALT HEUTE und THÜRINGEN JOURNAL Anfang des kommenden Jahres zu realisieren.

Um den barrierearmen Zugang für blinde und sehbehinderte Menschen zu gewährleisten, produziert und sendet der MDR seit 1999 auch Hörfilme mit zusätzlichen akustischen Bildbeschreibungen. Und das erfolgreich: 2007 ist das MDR FERNSEHEN für sein Gesamtengagement im Bereich Hörfilm mit dem 5. Deutschen Hörfilmpreis ausgezeichnet worden.

Zuletzt aktualisiert: 03. Januar 2013, 11:44 Uhr

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