Der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK Struktur und Arbeitsweise

Der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK wurde 1991 als öffentlich-rechtliche Hörfunk- und Fernsehanstalt für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gegründet. Seit Sendestart am 01.01.1992 ist der MDR Mitglied der ARD.

Laut Staatsvertrag über den MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK vom 30.05.1991 gehören Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung zu seinem Programmauftrag, außerdem dient der MDR der freien individuellen und öffentlichen Meinungsbildung (MDR-Staatsvertrag, § 6, Absatz 1). Den MDR leitet der vom Rundfunkrat gewählte Intendant. Ihm oder ihr zur Seite stehen acht Direktoren. Rundfunkrat und Verwaltungsrat kontrollieren deren Arbeit.

Intendantin trägt Gesamtverantwortung

Prof. Dr. Karola Wille
Prof. Dr. Karola Wille Bildrechte: MDR/Martin Jehnichen

Die Gesamtverantwortung für das Programm des MDR trägt die Intendantin. Sie wird vom Rundfunkrat auf Vorschlag des Verwaltungsrates auf die Dauer von sechs Jahren gewählt. Seit dem 1. November 2011 hat Prof. Dr. Karola Wille dieses Amt inne. Die Intendantin vertritt den Sender nach außen. Der Rundfunkrat ist das oberste Beschlussorgan des MDR. Er wacht über die Wahrnehmung des Programmauftrages und die Einhaltung der im Staatsvertrag fixierten Programmgrundsätze. Zudem berät er die Intendantin bei der Programmgestaltung. Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung der Intendantin. Er ist bei der Feststellung der Wirtschaftspläne und der Jahresabschlüsse Verhandlungspartner der Intendantin und achtet auf die sorgfältige Verwendung der Gebühren.

Programmdirektor in Leipzig entscheidet über neue Sendungen

Verantwortlich für die Umsetzung des Programmauftrages im MDR FERNSEHEN ist der Programmdirektor in Leipzig. Er entscheidet über neue Sendungen und Formate. Er trägt die inhaltliche Verantwortung für die Telemedienangebote zu einzelnen Sendungen und die von der Abteilung Telemedien betreute Seite MDR.DE. Unter seiner Verantwortung entstehen außerdem MDR-Sendungen für das Gemeinschaftsprogramm der ARD Das Erste. Darüber hinaus liegt bei ihm die Verantwortung über die Zulieferungen für die Spartenkanäle 3sat, KI.KA, arte, Phoenix und die digitalen Programme EinsPlus, EinsExtra und EinsFestival verantwortet. Gemeinsam mit seinen Kollegen der anderen ARD-Anstalten legt er in der Fernsehprogrammkonferenz das Programm für Das Erste fest. Dem MDR obliegt die Federführung für den gemeinsamen Kinderkanal von ARD und ZDF, der seinen Sitz in Erfurt hat. Im Zuge der trimedialen Umstrukturierung des MDR zum 1. Januar 2016 ging auch die Verantwortung für das Nachrichtenradio MDR INFO als Bestandteil der neuen Hauptredaktion Information auf den Programmdirektor in Leipzig über.

Programmdirektorin in Halle verantwortet fünf Programme

Die Programmdirektorin in Halle ist verantwortlich für die Radioprogramme MDR FIGARO, MDR SPUTNIK, MDR JUMP und MDR KLASSIK und deren Online-Angebote. Zudem gehört zu ihrem Verantwortungsbereich die zum 1. Januar 2016 neu formierte trimediale Hauptredaktion Kultur. Unter ihrem Dach sind auch die TV-Kulturangebote des MDR und das Online-Kultur-Portal angesiedelt. Die Programmdirektorin entscheidet über die Entwicklung der Programme sowie deren Ausrichtung und Profilierung im Sinne des Programmauftrages. Zu ihren Aufgaben gehören außerdem die Koordination der Aktivitäten des MDR SINFONIEORCHESTERS, des MDR RUNDFUNKCHORES und des MDR KINDERCHORES sowie das Programm der MDR-Konzertsaison und des MDR MUSIKSOMMERS. Sie sorgt zudem für die Zusammenarbeit des MDR-Hörfunks mit anderen ARD-Anstalten.

Die Landesfunkhäuser: Programme aus den Ländern für die Länder

Um die Gliederung des Sendegebietes in drei Länder angemessen zu berücksichtigen, wurde im Staatsvertrag festgelegt, dass der MDR Landesprogramme für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen veranstaltet. Sie sollen das politische, kulturelle und wirtschaftliche Leben in den Ländern darstellen. Die Landesprogramme sind eigenständig und ausschließlich für das jeweilige Land bestimmt. Die Verantwortung für die Radioprogramme, die regionalen Fernsehsendungen und die entsprechenden Online-Angebote tragen die Direktoren der Landesfunkhäuser. Zuständig für die Einhaltung der Programmgrundsätze ist aber auch hier die Intendantin. Außerdem liefern die Landesfunkhäuser Sendungen für das Gemeinschaftsprogramm zu.

Betriebsdirektion sorgt für reibungslosen Sendebetrieb

Für den störungsfreien Produktions- und Sendebetrieb aller MDR-Programme sorgt der Betriebsdirektor. Seine Mitarbeiter stellen die technische Ausrüstung bereit, die die Redakteure für ihre Sendungen benötigen. Sie entwickeln und warten die Kommunikationseinrichtungen, Netzwerke und Arbeitsplätze. In den Verantwortungsbereich des Betriebsdirektors gehört auch das Gebäudemanagement an den MDR-Standorten.

Verwaltungsdirektion hat die Finanzen im Blick

Die Verwaltungsdirektion sorgt für eine solide Finanzwirtschaft und den verantwortungsbewussten Umgang mit Gebührengeldern. Ein modernes Controlling stellt sicher, dass der MDR finanziell auf gesunden Füßen steht. Die Verwaltungsdirektion betreut aber auch die zahlreichen freien Mitarbeiter und schließt mit Filmlizenzgebern, Auftrags- und Co-Produzenten sowie Verlagen Verträge ab.

Juristische Direktion berät in Rechtsfragen und betreut Personal

Zu den Aufgaben der Juristischen Direktion gehört die Bearbeitung aller rechtlichen Angelegenheiten des MDR. Sie führt alle Rechtsstreitigkeiten und gewährt den MDR-Mitarbeitern Rechtsschutz bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. Dazu berät sie die Intendantin und die Direktoren in rechtlichen Fragen. Dazu gehören u. a. Verfassungsrecht, Rundfunk- und Presserecht, Zivil- und Arbeitsrecht, Telekommunikationsrecht, das Recht der Neuen Medien sowie Urheber- und Wettbewerbsrecht.

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2011, 10:09 Uhr