Unterwegs in Sachsen-Anhalt | 21.11.2009 | 18:15 Uhr

Auf nach Bernburg!

Im Herzen von Sachsen-Anhalt, am hellen Saalestrand, liegt Bernburg, die alte Residenz der Fürsten von Anhalt-Bernburg. Historische Stadt, Naturlandschaft und moderne Industrie liegen auf engstem Raum vereint, ohne sich zu stören. Man lebt "nicht reich, hoch und glänzend, aber ohne Dürftigkeit, ruhig und glücklich." (Zitat: Gustav Adolf Stenzel).

Bernburg an der Saale

Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren können sich auf ihrer Reise davon überzeugen und viel Sehenswertes entdecken. Da ist zunächst die Krone Anhalts, das Renaissanceschloss. Das Schlossmuseum lockt mit bedeutenden Funden aus der Jungsteinzeit, einer Mineralien- und Münzsammlung, klappernden Mühlen und über 70 mittelalterlichen Folterinstrumenten. Und nach wie vor treibt auch Till Eulenspiegel auf dem romanischen Turm Schabernack. Seit einiger Zeit beneidet er die Liebhaber der Satire, die hier im Kabarett-Archiv in Programmzetteln, Fotos und Textbüchern der DDR Kabaretts "Distel", "Pfeffermühle" oder "Herkuleskeule" stöbern können. "Getrennt gespottet, gemeinsam gelacht" heißt die aktuelle Ausstellung: Deutsch-deutsche Geschichte im Spiegel politischen Kabaretts.

Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren bereisen die Saalestadt Bernburg.

Bernburg lockt mit zahlreichen kulturellen Angeboten

Bernburg ist auch ein Kinderland. Da führt der Tierpark vom Wolf, Bär bis zum Trampeltier in fünf Kontinente. Da tuckert die Parkeisenbahn ins Märchenland, wo elf Szenen der Gebrüder Grimm ihre Helden munter erzählen lassen. Selbst die Martinskirche hat sich in ein Kinderparadies verwandelt.

Auch in die alte Klosterruine der Marienknechte ist neues Leben eingekehrt. Sie gehört den Studenten der Fachhochschule Anhalt. Der Ausflug auf den Campus in Strenzfeld ist ein Geheimtipp. Das Gelände selbst ist ein großer Park mit Staudengärten und vielen seltenen Gehölzen. In den Kellern öffnen sich für Neugierige zwei Fundgruben: Die eine zeigt, wie sich unsere Ernährung über die Jahrhunderte verändert hat. Die andere führt in die Welt des Junkers-Flugzeugbaus.

Wer nach Bernburg kommt und all die kulturellen Angebote wahrnimmt, der sollte sich auch Zeit nehmen für eine Stunde der Besinnung. Die einstige Euthanasieanstalt, in der die Nazis tausende Kranke, Behinderte und Alte vergasen ließen, ist heute Gedenkstätte.

Das Einschalten lohnt sich!


Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2010, 10:51 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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