Der menschliche Scheinwerfer Jim Bredt (l) erleuchtet bei der Verleihung der Ig-Nobelpreise in der US-Eliteuniversität Harvard in Boston (USA) Matteo Martini (M) und Ilaria Bufalari, die mit dem Nobel-Kognitionspreis ausgezeichnet wurde.
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Ig-Nobel-Preise 2017 Ausgezeichnet: Käse-, Kaffee-, Katzenforschung

Der menschliche Scheinwerfer Jim Bredt (l) erleuchtet bei der Verleihung der Ig-Nobelpreise in der US-Eliteuniversität Harvard in Boston (USA) Matteo Martini (M) und Ilaria Bufalari, die mit dem Nobel-Kognitionspreis ausgezeichnet wurde.
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Diese Preisverleihung trainiert die Bauchmuskeln stärker als die Nobelpreisverleihung im Dezember in Schweden. Wissenschaftlich bewiesen ist das noch nicht, würde aber gut in die Reihe der Forschungen passen, die seit 1991 jährlich mit dem nicht ganz so ernst gemeinten IG-Nobel ausgezeichnet werden. Bemerkenswert an der diesjährigen "Performance" in der amerikanischen Elite-Universität Harvard: Lebendige Beleuchter, die dafür sorgten, dass den Beteiligten und Zuschauern stets zur rechten Zeit ein Licht aufging.

Mehrere Reagenzgläser mit Blut
Mahlzeit! So sieht die Nahrung aus, auf die der Kammzahnvampir fliegt. Für den Nachweis dieser Fledermausgattung und ihrer "Speisekarte" hatten sich Forscher aus Brasilien, Kanada und Spanien zsammengetan und erhielten jetzt den Ernährungs-Ig-Noble. - Der Kammzahnvampir ernährt sich tatsächlich von menschlichem Blut. Nicht erforscht ist, ob Knoblauch als Abwehrmittel wirkt.  Bildrechte: mdr
Mehrere Reagenzgläser mit Blut
Mahlzeit! So sieht die Nahrung aus, auf die der Kammzahnvampir fliegt. Für den Nachweis dieser Fledermausgattung und ihrer "Speisekarte" hatten sich Forscher aus Brasilien, Kanada und Spanien zsammengetan und erhielten jetzt den Ernährungs-Ig-Noble. - Der Kammzahnvampir ernährt sich tatsächlich von menschlichem Blut. Nicht erforscht ist, ob Knoblauch als Abwehrmittel wirkt.  Bildrechte: mdr
Säugling
Den Geburtshilfe-Ig-Noble ergatterte ein vierköpfiges Forscherinnenteam. Sie hatten nachgewiesen, dass Babys im Mutterleib stärker auf Musik reagieren, wenn sie aus Richtung der Vagina erklingt als wenn sie außerhalb, auf dem Bauch abgespielt wird. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine junge Frau hinter einem Tresen in einem Café
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v.l.: die Zwillinge Stefanie Hummel und Jacqueline Hummel
Who is who? Bei Zwillingen im Babyalter helfen Armbändchen den Eltern beim Identifizieren, bei größeren Kindern wird's manchmal schwierig. Sie sind übrigens nicht allein mit dem Problem - Forscher aus Italien, Spanien und Großbritannien haben nachwiesen, dass sich viele eineiige Zwillinge selbst nicht auseinanderhalten können. Der Ignoble für die Kategorie "Wahrnehmung". Diese Kategorie an sich ist ebenfalls preisverdächtig. Bildrechte: IMAGO
geklontes Kätzchen
Katzen faszinieren Menschen. Das erklärt vielleicht, warum Wissenschaftler herausfinden wollten, ob Katzen sich in festem und flüssigem Zustand befinden. Ein Forscherteam aus Frankreich, Singapur und den USA hat dafür den preis in der Kategorie Physik bekommen. Bildrechte: dpa
Ein junger Mann mit Rastazöpfen steckt sich einen Zeigefinger in sein Ohr.
Hört es gerade oder wächst es etwa schon? Der britische Wissenschaftler James Heathcote hat bei 206 Menschen bewiesen, dass Ohren im Alter wachsen: etwa zwei Millimeter pro Jahrzehnt. Dafür gab's den Ig-Nobelpreis in Anatomie. Bildrechte: dpa
Mann und Frau kämpfen um ein Fragezeichen
Der Biologie-Ig-Nobel ging an Wissenschaftler aus Japan, Brasilien und der Schweiz. Sie haben bei einem Höhleninsekt einen weiblichen Penis und eine männliche Vagina entdeckt. Aufnahmen des Insektes lagen leider nicht vor. Bildrechte: IMAGO/Ikon Images
Kellnerin in Hotpants trägt einen Teller
Der Koreaner Jiwon Han erhielt den Flüssigkeits-Dynamik-Preis bekommen. Er hatte als Student aus Langeweile erforscht, wie man volle Kaffeetassen am besten transportiert, wenn man nichts verschütten will: Indem man rückwärts läuft. Seine Studie war 2016 im "Life Science Magazin" vorgestellt worden. Bildrechte: IMAGO
Cheddar Käse
Wer ist der größte Käse-Verabscheuer? Wer die Größe seines Ekels mit anderen vergleichen will, kann das jetzt. Forscher aus Frankreich und Großbritannien können die Ekel-Stärke mittels Gehirn-Scan zeigen: Dafür gab es den Ig-Nobelpreis in der Kategorie "Medizin". Bildrechte: IMAGO
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Für die, die ihn noch nicht kennen:

Mit dem Preis werden seit 1991 jährlich ungewöhnliche Forschungen ausgezeichnet, die Menschen zum Lachen und Nachdenken anregen. Die Preise werden jährlich Ende September verleihen. 1991 waren die Preise zum ersten Mal vergeben worden. Hier kann man die Verleihung komplett anschauen.

Über dieses Thema berichtet MDR Aktuell im ... : Fernsehen | 14.09.2017 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2017, 16:22 Uhr