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Soziale Medien Machen Likes glücklich?

Ein Urlaubsfoto, ein gelungenes Zitat oder ein Katzenvideo: Was wir auf Facebook mögen, markieren wir mit “Gefällt mir“. Aber welche Wirkung hat das auf den Autor des Posts? Hebt das Lob das Selbstwertgefühl? Ein britischer Psychologe stellt fest: Likes machen nicht glücklich. Vor allem nicht, wenn man sie erzwingen will.

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Martin Graff scheint fasziniert zu sein von sozialen Medien wie Facebook. Der Psychologe der University of South Wales hat intensiv zu Dating-Portalen geforscht. Nun interessiert er sich dafür, wie soziale Netzwerke unser Seelenheil beeinflussen.

Auf einer Konferenz britischer Psychologen stellte er in dieser Woche eine viel beachtete Pilotstudie vor. "Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Medien unsere Gefühlswelt beeinflussen können und dies nicht immer in einer guten Weise“, sagte Graff.

Graff befragte für seine Forschung 340 Nutzer sozialer Medien, wie stark sie bestimmten Aussagen zustimmen. Zum Beispiel dem Satz: "Die Aufmerksamkeit, die ich durch soziale Medien erhalte, gibt mir ein gutes Gefühl.“

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Bei der Analyse der Daten zeigte sich: Einige Nutzer manipulierten ihre Posts, indem sie etwa Bilder austauschten oder Freunde um ein Like anbettelten. Diese Nutzer fielen durch ein besonders geringes Selbstwertgefühl oder großes Misstrauen gegenüber anderen Menschen auf.

Das eigentliche Dilemma offenbarte sich im zweiten Teil der Auswertung. Das Werben um Likes verbesserte den Forschern zufolge nämlich weder das Selbstwertgefühl der Nutzer noch hob es ihre Laune.

Über dieses Thema berichtet MDR SPUTNIK im Radio | 15.08.2016 | 16:35 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Mai 2017, 19:00 Uhr