Dynamo Kiew - ukrainische Spitze

Kiews Trainer Alexej Michailitschenko (vorne, r.) bejubelt mit seiner Mannschaft den Pokalsieg. Dynamo Kiew gewinnt am 25.05.2003 im Kiewer Olympiastadion das ukrainische Fußball-Pokalfinalspiel gegen Schachtjor Donezk mit 2:1.
So jubelt der erfolgreichste Fußball-Verein der Ukraine: Dynamo Kiew, nach seinem Sieg über Schachtjor Donezk beim ukrainischen Pokalfinale 2003. Schon 11 mal hat der Verein diesen Titel geholt, zuletzt 2015. Noch öfter, nämlich 15 mal, haben die Weiß-blauen die nationale Meisterschaft gewonnen - in den Jahren von 1993-2001 sogar neun mal hintereinander. Bildrechte: dpa
Kiews Trainer Alexej Michailitschenko (vorne, r.) bejubelt mit seiner Mannschaft den Pokalsieg. Dynamo Kiew gewinnt am 25.05.2003 im Kiewer Olympiastadion das ukrainische Fußball-Pokalfinalspiel gegen Schachtjor Donezk mit 2:1.
So jubelt der erfolgreichste Fußball-Verein der Ukraine: Dynamo Kiew, nach seinem Sieg über Schachtjor Donezk beim ukrainischen Pokalfinale 2003. Schon 11 mal hat der Verein diesen Titel geholt, zuletzt 2015. Noch öfter, nämlich 15 mal, haben die Weiß-blauen die nationale Meisterschaft gewonnen - in den Jahren von 1993-2001 sogar neun mal hintereinander. Bildrechte: dpa
Europapokal der Pokalsieger 1974/75, Achtelfinale Eintracht Frankfurt - Dynamo Kiew 2:3
Ihre goldenen Zeiten liegen jedoch mehr als 40 Jahre zurück. In den 70ern gehört Dynamo Kiew zur Weltspitze. 1974/75 setzen sie sich unter allen nationalen Pokalsiegern in Europa durch - wie hier im Achtelfinale gegen den DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt. Im ersten reinen Finale zweier Mannschaften aus dem Ostblock schlägt Dynamo Kiew 1975 schließlich den ungarischen Pokalsieger Ferencvaros Budapest mit 3:0. Damit gewinnen sie den ersten Europapokal für ein sowjetisches Team. Bildrechte: dpa
Jürgen Sparwasser (2. v. l.) und Manfred Zapf (3. v. l.) vom 1. FC Magdeburg halten den Pokal in die Höhe.
Eine kleine Randnotiz: Im Jahr zuvor holt ein Ost-Verein den Europapokal der Pokalsieger: nämlich der 1. FC Magdeburg. Im deutsch-deutschen Halbfinale schlagen sie keinen geringeren als den FC Bayern München, im Finale den AC Mailand. Auch sie laufen damals in weiß-blau auf, wie Dynamo Kiew. Für die Magdeburger ist dieser Erfolg der höchste Titel der Vereinsgeschichte. Bildrechte: dpa
Fussball Supercup FC Bayern Muenchen - Dynamo KIEV 0:1, Begruessung Wimpeltausch Shakehands zwischen den Spielfuehrern KOLOTOW (links) und Franz BECKENBAUER, SW-Aufnahme, Querformat, 09.09.1975
Zurück zu Dynamo: Der FC Bayern ist es auch, den die Kiewer nach ihrem Europapokal-Sieg 1975 schlagen müssen. Denn dieser Titel ist zugleich das Ticket für den Europäischen Super Cup. Das Turnier wird in einem Hin- und Rückspiel ausgetragen, zwischen dem Titelverteidiger des Europapokals der Pokalsieger (1975: Dynamo Kiew) und dem Sieger der Landesmeister/heute Champions League (1975: FC Bayern München). Im Bild lächelt Bayern-Kapitän Beckenbauer noch. Das Hinspiel in München allerdings gewinnt Kiew mit 0:1. Bildrechte: dpa
Die Kiewer Spieler Stefan Reschko, Michael Fomenko und Wladimir Muntjan (v.l.) tragen triumphierend auf einer Ehrenrunde im heimischen Zentralstadion den eroberten Fußball-Super-Cup.
Auch das Rückspiel gegen die Bayern entscheiden die Ukrainer für sich. So gewinnt Dynamo Kiew am 6. Oktober 1975 auch dieses Duell mit 2:0. Im heimischen Stadion tragen die Kiewer Spieler Stefan Reschko, Michael Fomenko und Wladimir Muntjan (v.l.) den eroberten Fußball-Super-Cup triumphierend auf einer Ehrenrunde. Bildrechte: dpa
Bayern-Kapitän Franz Beckenbauer (r) im Duell um den Ball.
Torschütze aller Tore aus Hin- und Rückspiel ist ihr Kiewer Stürmer und Nationalspieler der Sowjetunion Oleh Blochin. Auf dem Foto zu sehen: ein Zweikampf mit Franz Beckenbauer. 1988 macht Blochin sein letztes Spiel für Dynamo Kiew. Mit 211 Toren in 432 Spielen ist er der unangefochtene Rekordtorschütze des Vereins. Bildrechte: dpa
Walerij Lobanowskyj 1988
Sein Trainer ist damals der frühere Dynamo-Star Walerij Lobanowskyj. Der gebürtige Russe trainiert außerdem die sowjetische sowie später die ukrainische Nationalmannschaft. International anerkannt ist er Vorreiter des "modernen Fußballs", weil er schon in den 70er-Jahren unter anderem ohne Libero spielen lässt, was auch die Spielweise von Spitzenteams westeuropäischer Top-Clups beeinflusst. Bildrechte: IMAGO
Statue von Fussballtrainer Walerij Lobanowskyj, Dynamo Stadion, Walerij-Lobanowskyj-Stadion, Arsenal Kiew, Kiew, Ukraine
Seine Leistung schätzen die Ukrainer so sehr, dass sie das Stadion nach ihm benennen und ihm davor ein Denkmal in Form einer Statue bauen lassen. Bildrechte: dpa
Der ballführende Kiewer Dynamo-Stürmer Andrej Schewtschenko (r) entwischt den Bayern-Spielern Lothar Matthäus (l) und Stefan Effenberg (M).
Neben Blochin und Lobanowskyj darf einer natürlich nicht fehlen: Top-Star Andrej Schewtschenko, der sich hier im Champions-League Halbfinale 1999 gegen Lothar Matthäus (l) und Stefan Effenberg (m) durchsetzt. Der Stürmer aus der eigenen Vereins-Fußballschule holt mit acht Treffern für Dynamo Kiew die Torschützenkrone des Turniers. Gegen die Bayern allerdings müssen sich die Kiewer am Ende knapp mit 4:3 geschlagen geben. Das erreichte Halbfinale der Champions League 1999 zählt zu den letzten großen internationalen Erfolgen von Dynamo Kiew,… Bildrechte: dpa
Dynamo Kiew gegen Schachtjor Donezk
…neben dem Halbfinaleinzug 2009 beim UEFA Pokal gegen Schachtjor Donezk. Zwar jubelt Artem Milewsky von Dynamo nach seinem Tor, doch am Ende hieß es 2:3 für Donezk. Die holen wenig später im Finale sogar den Titel. (Über dieses Thema berichtete der MDR in "TITEL THESEN TEMPERAMENTE am 25.06.2012) Bildrechte: dpa
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