Hitler. Ein Attentat und die Drahtzieher aus Magdeburg

Hintergründe

Widerspruch, Putschpläne, Attentatsversuche Offiziere gegen Hitler - Der militärische Widerstand

Als Adolf Hitler 1933 an die Macht kommt, sind die meisten Militärs begeistert. Doch mit der Zeit gehen immer mehr Offiziere auf Distanz. Widerspruch, Putschpläne, Attentatsversuche - die Militäropposition gegen Hitler.

Angetretene Wehrmacht-Formationen grüßen Adolf Hitler und die Wehrmacht-Führung
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 jubeln Millionen Deutsche dem neuen Reichskanzler und NSDAP-Vorsitzenden Adolf Hitler zu. Auch die Reichswehr begrüßt mehrheitlich die Machtübernahme Hitlers. Die Militärs des "100.000-Mann-Heeres" erhoffen sich vom nationalsozialistischen Regime die Überwindung der Restriktionen des Versailler "Schandfriedens", die Widereinführung der Wehrpflicht und damit auch bessere Karrierechancen. Im Bild: Nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935 begrüßen angetretene Wehrmachteinheiten Hitler und die Wehrmachtführung. Bildrechte: IMAGO
Angetretene Wehrmacht-Formationen grüßen Adolf Hitler und die Wehrmacht-Führung
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 jubeln Millionen Deutsche dem neuen Reichskanzler und NSDAP-Vorsitzenden Adolf Hitler zu. Auch die Reichswehr begrüßt mehrheitlich die Machtübernahme Hitlers. Die Militärs des "100.000-Mann-Heeres" erhoffen sich vom nationalsozialistischen Regime die Überwindung der Restriktionen des Versailler "Schandfriedens", die Widereinführung der Wehrpflicht und damit auch bessere Karrierechancen. Im Bild: Nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935 begrüßen angetretene Wehrmachteinheiten Hitler und die Wehrmachtführung. Bildrechte: IMAGO
General Kurt von Schleicher
Die Reichswehr unterstützt auch die als "Römputsch" in die Geschichte eingegangene Mordaktion vom 30. Juni 1934, bei der die komplette SA-Führung um Ernst Röhm liquidiert wird. Rund 150 Menschen werden umgebracht, darunter auch zahlreiche Gegner des NS-Regimes. Die Reichswehrführung lässt es sich sogar gefallen, dass mit General Kurt von Schleicher (Foto von 1932, mit Schirmmütze links), der Hitlers Vorgänger als Reichskanzler war, auch ein Mann aus ihren Reihen ermordet wird. Nur wenige Offiziere, unter ihnen die späteren Verschwörer Henning von Tresckow und der Stabschef der Abwehrabteilung im Reichswehrministerium Hans Oster missbilligen die Taten. Bildrechte: IMAGO
Adolf Hitler mit Reichswehrminister Werner von Blomberg (Mitte) und dem Oberbefehlahaber Werner von Fritsch, 1935.
Um die Jahreswende 1937/38 nehmen einige führende Offiziere und Generale der Wehrmacht eine zunehmend kritische Haltung gegenüber Hitlers aggressiven außenpolitischen Zielen ein. Zu ihnen gehört auch der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Werner von Fritsch. Durch eine von der SS initiierte Intrige wird er Anfang 1938 aus dem Amt gedrängt. Zur gleichen Zeit stolpert auch Kriegsminister Generaloberst Werner von Blomberg über eine Affäre. Hitler übernimmt nach der Blomberg-Fritsch-Krise den direkten Oberbefehl über die Wehrmacht, den er bis dahin nur formell innehatte. Im Bild: Hitler, Blomberg und Fritsch (v.r.n.l.) während eines Manövers 1935. Bildrechte: IMAGO
Hans Oster
Als Hitler im September 1938 die Tschechoslowakei wegen des Sudetenlands mit Krieg überziehen will, plant ein Offizierskreis um den Stabschef im Amt Abwehr der Wehrmacht, Hans Oster, den Diktator festzunehmen und zu töten. Damit soll ein Krieg verhindert werden, der nach Meinung der Verschwörer unweigerlich die Großmächte Frankreich und Großbritannien auf den Plan rufen und die Niederlage des Deutschen Reiches zur Folge haben muss. Als der Krieg mit dem Nachbarland durch das Münchner Abkommen vom 30. September 1938, in dem sich die Tschechoslowakei zur Abtretung des fast ausschließlich von Deutschen bewohnten Sudentenlandes verpflichtet, verhindert wird, entfallen die Voraussetzungen für den geplanten Putsch. Oster unternimmt auch in der Folge alles mögliche, um Hitler nach Kräften zu schaden. So versucht er 1940 unter andrem die Niederlande, Dänemark und Norwegen vor dem deutschen Angriff zu warnen, allerdings vergeblich. Bildrechte: IMAGO
Adolf Hitler und seine Entourage laufen am 13. Juni 1940 durch Paris
Dennoch gibt es auch weiterhin Männer, die entschlossen sind, Hitler zu töten. So planen die Offiziere Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg und Eugen Gerstenmaier bei einer Wehrmacht-Parade am 27. Juni 1940 auf dem Champs-Élysées in Paris, den Diktator im Vorbeifahren zu erschießen. Da Hitler allerdings bereits am 23. Juni 1940 Paris besucht, wird die geplante Parade abgesagt. Im Bild: Hitler und seine Entourage am 23. Juni beim Stadtrundgang durch Paris. Bildrechte: IMAGO
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Videos

Die Wolfsschanze
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Adolf Hitler überließ nichts dem Zufall, wenn es um seinen persönlichen Schutz ging. Hier ein Blick auf die Sicherheitsvorrichtungen der Wolfsschanze.

So 24.07.2016 20:15Uhr 00:30 min

https://www.mdr.de/zeitreise/sendungen/geschichte-mitteldeutschlands/video-30156.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Technische Zeichnung der Focke-Wulf 200C - 4/U1 "Condor" (Flugzeug)
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So 24.07.2016 20:15Uhr 00:33 min

https://www.mdr.de/zeitreise/sendungen/geschichte-mitteldeutschlands/video-30158.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Hinter den Kulissen des Films

Ein Mann mit akkuratem Seitenscheitel in Wehrmachtsuniform an einem runden Holz-Schreibtisch mit zwei Telefonen, Aschenbecher, Schreibtischlampe und Akten
Schauspieler Holger Handtke als Henning von Tresckow. Während er im Film scheinbar einsam vor seinem Schreibtisch sitzt und denkt und plant ... Bildrechte: MDR/Andreas Lander
Ein Mann mit akkuratem Seitenscheitel in Wehrmachtsuniform an einem runden Holz-Schreibtisch mit zwei Telefonen, Aschenbecher, Schreibtischlampe und Akten
Schauspieler Holger Handtke als Henning von Tresckow. Während er im Film scheinbar einsam vor seinem Schreibtisch sitzt und denkt und plant ... Bildrechte: MDR/Andreas Lander
vergilbtes Bild: auf einer Landkarte liegen ein Lineal und Hitler-Fotos und Miniatur-Fähnchenaufsteller mit Hakenkreuz-Flagge stehen dabei. Daneben ein Aschenbecher mit Zigarettenstummeln.
Das Attentat wird akribisch geplant. Detailaufnahme aus dem Film. Bildrechte: MDR/Andreas Landers
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