Kurt Masur - sein Leben in Bildern

Porträt Kurt Masur (ca. 1978)
Kurt Masur war einer der bekanntesten deutschen Dirigenten. Der am 18. Juli 1927 im Brzeg (heutiges Polen) geborene Künstler kam 1946 nach Leipzig, um dort sein Musikstudium fortzusetzen. Bildrechte: dpa
Der Dirigent des Leipziger Gewandhausorchesters Kurt Masur in Familie bei der Hausmusik - Masur begleitet den Gesang seiner Ehefrau Tomoko mit dem Spiel auf dem Cembalo, ihr gemeinsamer Sohn Ken-David hört interessiert zu.
Seit 1976 war Masur in dritter Ehe mit der japanischen Sopranistin Tomoko Sakurai verheiratet. Aus der Ehe ging ein gemeinsamer Sohn hervor. Bildrechte: dpa
Der Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra, Kurt Masur, nimmt am 10.10.2001 mit seinem Musikern nach einem Konzert im Leipziger Gewandhaus den Beifall des Publikums entgegen.
In seiner Doppelrolle als Chefdirigent in New York und Leipzig avancierte Masur zum philharmonischen Superstar. 1997 hörte er am Gewandhaus in Leipzig auf, in den Jahren danach pendelte er zwischen New York und London. Mit dem London Philharmonic Orchestra, wo Masur Musikdirektor war, gastierte er 2001 in Leipzig. Bildrechte: dpa
Der Dirigent Kurt Masur begibt sich am Nachmittag des 30.08.1999 zwischen leeren Stuhlreihen entlang zur Bühne, um mit der Violinsolistin Anne-Sophie Mutter und dem Weltjugendorchester für ein am gleichen Abend stattfindendes Konzert zu proben.
Bis zu Jahr 2008 pendelte Masur als Dirigent zwischen London und Paris. Bildrechte: dpa
Porträt Kurt Masur (ca. 1978)
Kurt Masur war einer der bekanntesten deutschen Dirigenten. Der am 18. Juli 1927 im Brzeg (heutiges Polen) geborene Künstler kam 1946 nach Leipzig, um dort sein Musikstudium fortzusetzen. Bildrechte: dpa
Der Leipziger Gewandhauskapellmeister Kurt Masur in Aktion am Dirigentenpult mit seinem Orchester während eines Gewandhauskonzertes, aufgenommen 1975.
Nach Engagements in Halle und Schwerin wurde Masur am 24. August 1970 zum Gewandhaus-Kapellmeister in Leipzig berufen. Er blieb dort fast dreißig Jahre lang. Bildrechte: dpa/Manfred Uhlenhut
In Anwesenheit des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker (r) übergibt Obermeister Manfred Friedrich (M) am 8. Oktober 1981 unter dem Beifall von zehntausenden von Bürgern der Messestadt symbolisch den Schlüssel an Gewandhauskapellmeister Professor Kurt Masur (l).
In seiner Leipziger Zeit setzte sich Masur (links) für den Neubau eines Konzerthauses ein. Mit seinem Orchester musste er zu diesem Zeitpunkt in der Leipziger "Kongresshalle am Zoo" konzertieren. Am 8. Oktober 1981 wurde das neue Haus feierlich eingeweiht – mit dabei natürlich der damalige DDR-Staatsratschef Erich Honecker (rechts). Bildrechte: dpa
Zu Zehntausenden drängen sich am 8. Oktober 1981 Zuschauer zur offiziellen Eröffnung des Neuen Gewandhauses auf dem Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz).
Zehntausende Menschen drängten sich am 8. Oktober 1981 in Leipzig zur offiziellen Eröffnung des Gewandhauses. Das Haus war übrigens der einzige Neubau in der DDR, der als reine Konzerthalle diente. Bildrechte: dpa
Der Leipziger Gewandhauskapellmeister Kurt Masur (l) begrüßt freudig den österreichischen Dirigenten Herbert von Karajan (r) vor dem Neuen Gewandhaus in Leipzig, aufgenommen im November 1981.
Kurt Masur begrüßt den österreichischen Dirigenten Herbert von Karajan. Der kam 1981 wenige Wochen nach der Einweihung des Gewandhauses, um in Leipzig ein Gastspiel mit den Berliner Philharmonikern zu geben. Bildrechte: dpa
Das Archivfoto vom 09.10.1989 zeigt die
Am 9. Oktober 1989 gehörte Masur zu den sechs prominenten Leipzigern, die mit ihrem Aufruf "Keine Gewalt!" wesentlich zur Stabilisierung der Lage während der Montagsdemos in Leipzig beitrugen. Bildrechte: dpa
Der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (l, CDU) im Gespräch mit dem Gewandhauskapellmeister Kurt Masur am 2. Dezember 1990. Masur erlang nicht nur Popularität durch seine künstlerischen Leistungen als Dirigent, sondern tat sich auch während des Zusammenbruchs der DDR als Oppositionssprecher hervor.
Durch sein vermittelndes Wirken im Herbst 1989 war der Gewandhauskapellmeister zu einer Art moralischer Instanz geworden. Hier mit dem einstigen sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf im Dezember 1990. Bildrechte: dpa
Auf Plakaten vor der Avery Fisher Hill sagen die New Yorker Philharmoniker
2002 ging Masurs Ära in New York zu Ende. Er war zu diesem Zeitpunkt 75 Jahre. Die New Yorker Philharmoniker verabschiedeten und bedankten sich von Masur auf öffentlichen Plakaten: Thank you, Kurt Masur. Seinen Weggang nach New York bezeichnete der Dirigent einmal als "Sprung ins kalte Wasser" - neue Stadt, neue Sprache und neues Orchester. Kurz nach dem 11. September 2001 und dem Anschlag auf das World Trade Center setzte Masur "Ein deutsches Requiem" von Johannes Brahms auf das Programm der New Yorker Philharmoniker. Bildrechte: dpa
Der Dirigent Kurt Masur sitzt im Rollstuhl auf der Bühne und erhält die Auszeichnung in der Kategorie
Doch in den vergangenen Jahren machte die Gesundheit Masur immer mehr zu schaffen. Nach mehreren Stürzen trat er nur noch selten in der Öffentlichkeit auf, zuletzt dirigierte er im Rollstuhl sitzend. So nahm er auch die "Goldene Henne" 2014 in Leipzig an, die er für sein Engagement während der friedlichen Revolution erhielt. Bildrechte: dpa
Star-Dirigent Kurt Masur steht am 29.03.2012 im Leipziger Gewandhaus anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Kulturpreis der Deutschen Freimaurer neben seiner Frau Tomoko.
2012 gab Masur bekannt, dass er an der Parkinson-Krankheit leidet. Es habe zuvor viel Gemunkel gegeben, was denn "mit dem Mann bloß los sei". Deshalb sei er damit an die Öffentlichkeit gegangen, argumentierte er. Die Krankheit kann zu Muskelstarre und Muskelzittern führen. Seine Frau Tomoko Sakurai sei seine größte Stütze, hatte Masur in letzter Zeit immer wieder gesagt. Bildrechte: dpa
Der Dirigent Kurt Masur mit seiner Frau Tomoko Sakurai-Masur in seinem Garten in Leipzig (Sachsen), aufgenommen am 27.06.2014.
Zuletzt lebte Masur abwechselnd in New York und Leipzig. Über seine Zeit als Dirigent sagte er einmal, er habe damit ein "unerhört erfülltes Gefühl des eigenen Lebens" bekommen. Bildrechte: dpa
Kurt Masur
Masur, der zuletzt zwei Wohnsitze hatte - in New York und in Leipzig - starb am 19. Dezember 2015 in einem Krankenhaus in den USA - im Alter von 88 Jahren. Beerdigt wurde er in Leipzig. Bildrechte: IMAGO
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