Schuhmetropolen in Ost und West

VEB Schuhkombinat -Banner des Friedens-  in Weißenfels
Der VEB „Banner des Friedens“ in Weißenfels war der Stammbetrieb des Kombinats Schuhe der DDR. Zu Hochzeiten hatte das Kombinat rund 30.000 Beschäftigte.   Bildrechte: IMAGO
VEB Schuhkombinat -Banner des Friedens-  in Weißenfels
Der VEB „Banner des Friedens“ in Weißenfels war der Stammbetrieb des Kombinats Schuhe der DDR. Zu Hochzeiten hatte das Kombinat rund 30.000 Beschäftigte.   Bildrechte: IMAGO
Anwendung von rechnergestützten Nähautomaten im VEB Schuhfabrik
Kein anderer Industriesektor hatte in Weißenfels eine größere Bedeutung als die Schuhproduktion. Auf dem Bild ist die Herstellung von Schuhen mit Hilfe von rechnergestützen Nähautomaten zu sehen. Bildrechte: dpa
Eine Mitarbeiterin der Schuhfabrik
Die Schuhproduktion hat in der sachsen-anhaltinischen Stadt eine lange Tradition. 1908 hatte Weißenfels 138 Schuhfabriken. An der sogenannten Radklebepresse wurden noch in den 50er Jahren die Schuhe nach dem Kleben gepresst. Bildrechte: IMAGO
Kindergartenkinder deuten auf ihre Schuhe.
In den 1960er Jahren spezialisierten sich die Betriebe in Weißenfels auf Kinder-und Jugendschuhe und warben mit dem Slogan "Gut zu Fuß mit Banner-Schuhen". Bildrechte: IMAGO
Das Rathaus in Pirmasens
Pirmasens in Rheinland-Pfalz war lange Zeit die bundesdeutsche Schuhmetropole. Als dort im Jahr 1790 der Landgraf Ludwig IX. starb, wurde auch die Garnison aufgelöst. Die arbeitslosen Soldaten verdienten sich ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung von Schuhen. Im Jahr 1914 existierten in der STadt 240 Schuhfabriken mit 14.000 Beschäftigten. 1970 arbeiteten 22.000 Menschen in der Schuhindustrie. Dann wurde die Produktion nach und nach ins Ausland verlegt, heute arbeiten in Pirmasens nur noch etwa 1000 Menschen in der Schuhproduktion. Bildrechte: IMAGO
Schuhfabrik Salamander bei Nacht
Eine der größten bundesdeutschen Schuhfabriken lag allerdings nicht in Pirmasens, sondern in Kornwestheim bei Stuttgart. Dort wurde 1905 die Salamanderschuhverkaufs mbH gegründet. Hier ein Bild der Fabrik von 1942. Bildrechte: IMAGO
Zwei Männer prüfen im Juni 1988 die Verarbeitung von Damen-Winterstiefeln
Das Werk beschäftige in den 60er Jahren 17.800 Mitarbeiter - es war zu der Zeit Europas größter Schuhhersteller. Salamander hatte auch eine sogenannte Lizenzproduktion in der DDR - in acht ostdeutschen Schuhfabriken wurden ab 1976 die „Westschuhe“ auch für DDR-Bürger hergestellt. Bildrechte: dpa
Barockschloss Neu-Augustusburg in Weißenfels
Auf Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels kann man sich heute noch über die glanzvolle Geschichte der ehemaligen Schuhmetropole Weißenfels informieren. Neben Schuhen aus der Zeit der Industrialisierung und der DDR-Zeit zeigt das Schuhmuseum auch völkerkundliches Schuhwerk. Besonderer Hingucker: Ein Paar Slipper von Politiker Gregor Gysi und Schuhe in Größe 51,5 von Basketball-Star Dirk Nowitzki. (Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV am 12.05.2017) Bildrechte: dpa
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