MDR ZEITREISE - Geschichtsmagazin

MDR Zeitreise mit Mirko Drotschmann | 13.06.2017 | 21:15 Uhr

Mirko Drotschmann
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Magazin MDR-Zeitreise 13.06.2017 | 21:15 Uhr

Magazin MDR-Zeitreise 13.06.2017 | 21:15 Uhr

Autobahn A 17 nach Prag +++ Demokratie auf amerikanisch - das Re-Education Programm der USA für die Nachkriegsdeutschen +++ Original Wolfen +++ +++ Jubiläum: 250 mal Geschichtsmagazin im MDR +++

Das Magazin vom 30.05.2017 | 21:15 Uhr

Er galt als der größte deutsche Fußballer vor dem Ersten Weltkrieg. Hier Bilder aus seinem Leben.

Eine alte Photographie zeigt einen Mann im Anzug.
Camillo Ugi – der größte deutsche Fußballer vor dem Ersten Weltkrieg. Beruflich war er gelernter Elektromechaniker für einen neu entstehenden Markt der Kinematographie. Bildrechte: Heidi Lehnert
Eine alte Photographie zeigt einen Mann im Anzug.
Camillo Ugi – der größte deutsche Fußballer vor dem Ersten Weltkrieg. Beruflich war er gelernter Elektromechaniker für einen neu entstehenden Markt der Kinematographie. Bildrechte: Heidi Lehnert
historisches Foto - drei Jungen stehen, drei sitzen am Boden im Schneidersitz.
Camillo Ugi (stehend, Mitte) mit 15 Jahren im Jahr 1899, als der Fußball den kleinen Turner immer magischer anzog. Zuvor hatte er sich im "Allgemeinen Turnverein" in Leipzig Turnen, Schwimmen und Leichtathletik gewidmet. Bildrechte: Heidi Lehnert
historisches Foto - eine Fußballmannschaft posiert auf einer Wiese. Auffälig viele Spieler tragen gepflegte Schnauzbärte.
Mannschaftsfoto von 1905. Ugi (sitzend 3. von links) hatte sich mit der Aussicht auf eine gut bezahlte Arbeitsstelle nach Sao Paulo locken lassen, verließ aber Brasilien nach wenigen Monaten wieder mangels portugieischer Sprachkenntnisse. - Ein Hamburger hatte Anfang des 20. Jahrhunderts in Brasilien einen Club für deutschstämmige Fußballer aufgezogen, den "SC Germania Sao Paulo". Bildrechte: Heidi Lehnert
historisches Bild - fünf Fußballer in Aktion, drei von ihnen in gestreiften Hemden
Camillo Ugi – zweiter von links mit dem angehobenen Bein – bei einer Abwehraktion in einem Spiel um 1910. Bildrechte: Heidi Lehnert
historisches Foto - Elf Männer in weißen Fußballhosen und Hemden stehen mit verschränkten Armen in einer Reihe.
Camillo Ugi (fünfter von links) in der Mannschaft des VfB Leipzig, der zwischen 1903 und 1913 mit drei Meistertiteln der erfolgreichste deutsche Verein vor dem Ersten Weltkrieg war. Bildrechte: Heidi Lehnert
historisches Foto - vor einem Fußballtor springt ein Spieler in die Höhe, um ihn herum bewegen sich weitere Spieler. Fotoaufdruck:
Camillo Ugi bei einer Abwehraktion in einem Spiel des VfB Leipzig gegen den Erfurter Sportklub im Jahr 1910. Ugi ist der Fußballer in der Spielertraube mit dem markanten Schnauzer. Bildrechte: Heidi Lehnert
historisches Foto. Porträt eines Mannes mit Seitenscheitel. Auf dem  Bildrand steht eine handgeschriebene Notiz
Eine mit persönlicher Widmung versehene Autogrammkarte von Sepp Herberger an Camillo Ugi. Bildrechte: Heidi Lehnert
Ein älterer Herr sitzt auf einer Fußballtribüne
Camillo Ugi als Ehrengast auf der Tribüne beim DFB-Länderspiel gegen England am 12. Mai 1965 in Nürnberg. Bildrechte: Heidi Lehnert
Kondolzenbrief von Sepp Herberger
Der Kondolenzbrief von Sepp Herberger an die Ehefrau des verstorbenen Camillo Ugi Mitte 1970. "Sehr verehrte, liebe Frau Ugi, die Nachricht vom Tode Camillos hat auch mich sehr getroffen. Er war mir in all den Jahren unserer Bekanntschaft ein großer Trainer. In meiner Jugend war er mein Idol, in unserer Nationalmanschaftt in all den Jahren ihrer Geschichte mir nach Leistung und Vorbild ein leuchtendes und verpflichtendes Beispiel. So lange es eine deutsche Fußballnationalmannschaft gibt, wird der Name Camillo Ugi fortleben. Mit dem Ausdruck tiefen Mitgefühls verbleibe ich Ihr Sepp Herberger" Bildrechte: Heidi Lehnert
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Vom Ausverkauf der Ost-Wirtschaft

Karikaturen Die großen Deals der deutschen Einheit

Die Treuhand sollte von 1990 an über 12.000 Kombinate und Betriebe mit vier Millionen Beschäftigten privatisieren. Große Deals, die bis heute umstritten sind, hat der Karikaturist Klaus Stuttmann aufs Korn genommen.

Karikaturen
Herbst 1989: Mit dem Mauerfall bricht in der DDR und danach in den neuen Bundesländern die Zeit der Investoren an. Seriöse, aber auch windige Unternehmer geben sich die Klinken in die Hand. Eine ganze Volkswirtschaft liegt ihnen im Osten zu Füßen. Der in Berlin lebende Karikaturist Klaus Stuttmann hat die größten Deals des Privatisierungsprozesses in den vergangenen Jahren ironisch begleitet. In dieser Zeichnung lässt er 1989 einen demonstrierenden DDR-Bürger vor einem Loch in der Mauer nichtsahnend fragen: "Draußen steht die freie Marktwirtschaft - Soll'n wir sie reinlass'n?!!". Bildrechte: Klaus Stuttmann (aus "Wem gehört der Osten")
Karikaturen
Herbst 1989: Mit dem Mauerfall bricht in der DDR und danach in den neuen Bundesländern die Zeit der Investoren an. Seriöse, aber auch windige Unternehmer geben sich die Klinken in die Hand. Eine ganze Volkswirtschaft liegt ihnen im Osten zu Füßen. Der in Berlin lebende Karikaturist Klaus Stuttmann hat die größten Deals des Privatisierungsprozesses in den vergangenen Jahren ironisch begleitet. In dieser Zeichnung lässt er 1989 einen demonstrierenden DDR-Bürger vor einem Loch in der Mauer nichtsahnend fragen: "Draußen steht die freie Marktwirtschaft - Soll'n wir sie reinlass'n?!!". Bildrechte: Klaus Stuttmann (aus "Wem gehört der Osten")
Karikaturen
Zu den großen Deals der deutschen Einheit zählte die Privatisierung der Leuna-Raffinerie und des Minol-Tankstellennetzes. Den Zuschlag bekam 1992 der französische Mineralölkonzern Elf Aquitaine. Er wurde dadurch über Nacht zum viertgrößten Tankstellenbetreiber Deutschlands. 1998 wurde ein Sonderermittler eingesetzt, weil man vermutete, Elf habe Schmiergeld an deutsche Politiker gezahlt. Beweise fand man keine. Unterdessen belegten Unterlagen der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) von 2001 das riesige Verlustgeschäft: Leuna/Minol war für 550 Millionen D-Mark verkauft worden, doch mussten Treuhand und die BvS das Fünffache (rund 2,8 Milliarden DM) in das Projekt pumpen. Bildrechte: Klaus Stuttmann (aus "Wem gehört der Osten")
Karikaturen
Der hessische Bauunternehmer Jürgen Schneider wollte Leipzig nach der Wiedervereinigung aus dem "Dornröschenschlaf wecken". Zur Sanierung historischer Gebäude - wie der berühmten Mädler-Passage - pumpte sich Schneider mehr als 5,5 Milliarden D-Mark von verschiedenen Banken - zumeist mit frisierten Projekt-Unterlagen. Der Schwindel flog 1994 auf. Drei Jahre später wurde Schneider zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Den Banken gab das Gericht eine moralische Mitschuld, weil sie den Immobilienskandal fahrlässig zugelassen hatten. Bildrechte: Klaus Stuttmann (aus "Wem gehört der Osten")
Karikaturen
Der Transformationsprozess von der DDR-Planwirtschaft zur Marktwirtschaft schrieb viele Erfolgsgeschichten und viele Pleiten. Über 12.000 Kombinate und Betriebe wurden mit fast vier Millionen Beschäftigten privatisiert - mithilfe der Treuhand. Von der Politik kam riesiger Zeitdruck. Viele Unternehmen hatten damit gar keine Chance, sich nach dem Wegfall alter Absätzmärkte neu zu orientieren. Sie stürzten einfach nur ins Bodenlose. Millionen Menschen verloren ihre Jobs. Bildrechte: Klaus Stuttmann (aus "Wem gehört der Osten")
Karikaturen
Zu den großen Deals gehörte auch die Privatisierung der ostdeutschen Werften Wismar und Stralsund. Den Zuschlag dafür bekam die Bremer Vulkan AG, die von der Treuhand eine Millionen-Subvention für die Sanierung und für die langfristige Arbeitsplatzerhaltung der beiden einstigen DDR-Werften bekam. Jedoch: Das meiste Geld davon floss gar nicht nach Wismar und Stralsund, sondern in die Vulkan-Werft selbst. Letztere wurde 1997 dicht gemacht. In die beiden ostdeutschen Ostsee-Werften wurden hingegen weiteres Geld gepumpt. Allein zwischen 1993 bis 2000 flossen rund 2,3 Milliarden Euro an Strukturbeihilfen. Bildrechte: Klaus Stuttmann (aus "Wem gehört der Osten")
Karikaturen
1992 karikierte Klaus Stuttmann auch die Privatisierung der LPGs (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften). Der Vorgang barg riesigen Zündstoff. Die Regierung in Bonn wünschte sich damals, die Genossenschaften und Staatsgüter im Osten durch bäuerliche Familienbetriebe zu ersetzen. Doch die Politik scheiterte am Widerstand der ostdeutschen Bauern. Stuttmanns Ironie von 1992 trat nicht ein. In Ostdeutschland gibt es heute viele landwirtschaftliche Großbetriebe. Sie erwirtschaften mehr Geld als ihre Kollegen im Westen. Bildrechte: Klaus Stuttmann (aus "Wem gehört der Osten")
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Der große Deal Wie die Staatsbank der DDR zur Deutschen Bank kam

Es war der größte Deal im deutschen Einheitsprozess: die Fusion der Staatsbank der DDR mit der Deutschen Bank 1990. Er war im Geheimen eingefädelt worden.

Der Vizepräsident der Staatsbank der DDR, Edgar Most
Dezember 1989. Edgar Most, 49 Jahre alt und seit wenigen Tagen Vizepräsident der Staatsbank der DDR, hat einen großen Plan: Er will eine Bank gründen. Seine Bank. Die erste Privatbank der DDR. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gebäude der ehemaligen Staatsbank der DDR, 1991.
Dafür will Edgar Most große Teile aus der guten alten Staatsbank herauslösen und zur Basis seines Bankhauses machen. Man könnte auch sagen: Most will die in Berlin ansässige Staatsbank privatisieren, ehe es zu spät ist. Denn die Tage der DDR, da ist sich der ostdeutsche Spitzenbanker sicher, sind gezählt. Aber Most weiß, selbst wenn alles klappen sollte - allein wird er nicht überleben können, er braucht einen Partner im Westen. Bildrechte: IMAGO
Hilmar Kopper
Am 11. Februar 1990 treffen sich Edgar Most und Hilmar Kopper in einem Westberliner Hotel. Die beiden Manager verstehen sich auf Anhieb. Fünf Stunden sitzen sie zusammen und wie nebenbei fädeln sie den größten Deal im Vereinigungsprozess ein. Per Handschlag vereinbaren sie, dass die Deutsche Bank mit Mosts Privatbank zusammengehen wird. "Wir gehen nur dann in den Osten, wenn Sie dabei sind", sagt Kopper zum Abschied. Bildrechte: IMAGO
Edgar Most, ehemaliger Vizepräsident der Staatsbank der DDR.
Im Dezember 1990 verschmelzen Deutsche Bank und Deutsche Kreditbank. Edgar Most wechselt in den Vorstand der Deutschen Bank und wird gleichzeitig Chef der Deutschen Bank Berlin. Er hat mehr als 100 Mitarbeiter und ist selbst zuständig für Groß- und Firmenkunden. Seine besondere Aufgabe sieht er darin, Betriebe im Osten zu unterstützen und Neugründungen zu finanzieren. Als er 2004 in den Ruhestand verabschiedet wird, heißt es, jeder dritte Arbeitsplatz im Osten gehe auf ihn zurück. Tatsächlich hat Edgar Most mehr als 650 ostdeutsche Firmen durch Kapitalhilfen, Finanzierung und Beratung mitgegründet. Bildrechte: IMAGO
Der Vizepräsident der Staatsbank der DDR, Edgar Most
Dezember 1989. Edgar Most, 49 Jahre alt und seit wenigen Tagen Vizepräsident der Staatsbank der DDR, hat einen großen Plan: Er will eine Bank gründen. Seine Bank. Die erste Privatbank der DDR. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Filiale der Deutschen Bank
Von Anfang an setzt er auf die Deutsche Bank, das mächtigste Bankhaus der Bundesrepublik. Nur zum Vergleich: Der Staatshaushalt der DDR beträgt 1989 269 Milliarden Ost-Mark, die Bilanzsumme der Deutschen Bank im gleichen Jahr: 344 Milliarden D-Mark. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eingangsschild der Staatsbank der DDR Eingangsschild
Aber Most steht keineswegs mit leeren Händen da: Die Staatsbank ist das Gedächtnis der DDR-Wirtschaft. Sämtliche Betriebe der Republik müssen hier ihre Konten führen, sämtliche Banken und Versicherungen ihre Einlagen abliefern. Aus dem großen Topf der Staatsbank wird alles finanziert. Wer die Staatsbank beherrscht, weiß alles über den Osten. Und Most weiß, dass die Banker im Westen das auch wissen. Bildrechte: IMAGO
Der Generalbevollmächtigte der Deutschen Bank für Personalfragen, Axel Osenberg
Ende Januar 1990 lernt Edgar Most den Generalbevollmächtigten der Deutschen Bank für Personalfragen, Axel Osenberg, kennen. Most schildert ihm, dass er gerade die Staatsbank der DDR auf eigene Faust privatisiere und einen starken Partner suche. Die beiden Manager fassen sofort die Möglichkeit eines Joint Ventures ins Auge. Dann bittet Most Osenberg, ein Treffen mit dem Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, zu arrangieren. Nur wenige Tage später meldet sich Osenberg telefonisch bei Most: Kopper sei bereit. Der Termin wird auf den 11. Februar 1990 gelegt und absolutes Stillschweigen vereinbart. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper (links) mit dem letzten DDR-Regierungschef Hans Modrow (rechts)
In der Öffentlichkeit streitet Kopper jedoch alles ab. Als er nach einem Treffen mit Ministerpräsident Modrow in Ostberlin gefragt wird, ob sich die Deutsche Bank stärker im DDR-Geschäft engagieren wolle, sagt er: "Wir halten uns sehr zurück mit derartigen Aussagen." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Edgar Most
Doch der Deal läuft. An den Wochenenden fliegt Edgar Most häufig nach Frankfurt, in die Zentrale der Deutschen Bank. Bei einer seiner Westreisen fällt ihm auch ein Name für seine Bank ein: Deutsche Kreditbank. Am 19. März 1990 unterschreibt er die Gründungsurkunde. Er ist jetzt der erste Privatbankier im Osten. Acht Tage später beantragt die Deutsche Bank bei der Staatsbank fernab der Öffentlichkeit, 49 Prozent der Anteile an der neuen Bank übernehmen zu dürfen. Bildrechte: dpa
Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper
Doch schon eine Woche später geben Hilmar Kopper und Edgar Most bekannt: "Die Deutsche Bank und die Deutsche Kreditbank haben eine Absichtserklärung über die Gründung eines gemeinsamen Kreditinstitutes unterzeichnet." Sofort steigt der Kurs der Deutschen Bank. In der Frankfurter Finanzwelt wird von einem "äußerst raffinierten Coup" gesprochen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bundesbankpräsidnet Karl Otto Pöhl (l) ist am 6. Februar 1990 in Ostberlin mit dem Staatsbankpräsidenten der DDR, Horst Kaminsky (r), zu Währungsgesprächen zusammen getroffen.
In der DDR hält sich die Euphorie über den Deal in Grenzen. Mosts Chef, Staatsbankpräsident Horst Kaminsky (hier rechts neben Bundesbankpräsident Pöhl), sagt: Most habe sich endgültig "dem Kapital verschrieben". Bildrechte: dpa
Am ehemaligen Gebäude des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in Berlin-Mitte.
Aus Kreisen der PDS heißt es: Most sei ein "Steigbügelhalter des Kapitalismus" und für die Deutsche Bank nichts weiter als ein "nützlicher Idiot". Gerüchte kursieren: Most habe mehrere Millionen D-Mark von der Deutschen Bank kassiert. Bildrechte: dpa
Lothar de Maiziere und Günther Krause.
Aber Edgar Most hat ein ganz anderes Problem: Am 1. Juli 1990 soll in der DDR die D-Mark eingeführt werden. Most ahnt, dass mit diesem Tag praktisch fast alle DDR-Betriebe bankrott sein werden. Und sie würden seine Bank mit in den Abgrund reißen. Mitte Juni 1990 schildert Most die Lage Ministerpräsident Lothar de Maizière (links im Bild neben Günther Krause, Minister für besondere Aufgaben). Und der verspricht ihm zu helfen. Tatsächlich erlässt der Ministerrat der DDR nur wenige Tage später einen Beschluss, wonach die Banken der DDR nicht Pleite gehen dürfen. Die Bundesregierung stimmt dem Beschluss umgehend zu. Bildrechte: IMAGO
Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hilmar Kopper
Bei der Deutschen Bank knallen jetzt die Sektkorken. Bei ihrem Geschäft in der DDR geht die Bank nicht das geringste Risiko ein. Rasch gründen Most und Kopper eine Bank – die "Deutsche Bank/Kreditbank AG". Dort ist nun die Deutsche Bank Mehrheitseigner. Die Schulden der DDR-Betriebe verbleiben bei der "Deutschen Kreditbank". Und für deren Altlasten bürgt schließlich die Bundesregierung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Um Mitternacht des 1. Juli 1990 Riesenandrang bei der Deutschen Bank im Osten von Berlin.
Für den Tag der Währungsunion am 1. Juli 1990 hat sich Edgar Most gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern der Deutschen Bank etwas Besonderes ausgedacht. Um den Sparkassen, bei denen die meisten DDR-Bürger ihre Konten haben, die Schau zu stehlen, will die Deutsche Bank ihre Filiale am Berliner Alexanderplatz bereits um Mitternacht öffnen. Und die Rechnung geht auf – Tausende Ostberliner strömen um 24 Uhr auf den Platz, um die begehrte Westmark zu erhalten. Bildrechte: dpa
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Wende-Abiturient Dannenberg
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Reformpädagoge Andreas Schröder erklärt Kindern die Funktionsweise einer Schreibmaschine.
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Stalingrad - eine Schlacht, in der 700.000 Menschen starben. Und ein Name auf immer verbunden mit seinem: Friedrich Paulus.

Mi 17.05.2017 13:40Uhr 08:24 min

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