Na sowas! Sprachwurzeln: Jiddisch und Hebräisch im Alltag

Deutsch und Hintergrund
Umgangssprachlich heißt das Gefängnis auch "Knast". Im Jiddischen bedeutet "Knas" "Geldstrafe". Woher der Bedeutungswandel von Knast (Gefängnis) zum sächsischen "Knast" als Synonym für "Hunger" kommt, wie in der Frage "Hast Du auch schon Knast?", wissen wir leider nicht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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... So fragen Kinder, die auf Handys, Tablets, oder PCs spielen wollen. Zocken - das Verb stammt aus dem Jiddischen vom Verb "zschocken"= spielen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Ein Adjektiv, das vermeintlich aus dem Englischen - "tough" wie "stark, robust" - in unseren Wortschatz gekommen ist. Kommt aber ursprünglich vom Hebräischen "tow" und bedeutet, "gut","schön", "lieblich". Im Jiddischen gibt es auch noch das Adjektiv "toff" - was man vielleicht von berlinernden Freunden kennt: Jemand, oder etwas, ist "toffte" oder auch "duffte". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Ohne großen "Schmu", etwas einfach direkt etwas ansprechen. Abgeleitet vom Jiddischen "tachles" - übersetzt mit "Zweck" oder "zweckmäßiges Handeln". Seinen Ursprung hat "tachles" widerum im Hebräischen: "tachlit" = "Zweck". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Herkunft: Aus dem Hebräischen, das Adjektiv "sofol" bedeutet hier jedoch "wertlos". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Pleite heißt auf Jiddisch "Flucht" aber auch "Bankrott". Hier hat das Jiddische im Deutschen seine Bedeutung gewandelt - Der Pleitegeher war jemand, der auf der Flucht vor seinen Gläubigern war. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Umgangssprachlich heißt das Gefängnis auch "Knast". Im Jiddischen bedeutet "Knas" "Geldstrafe". Woher der Bedeutungswandel von Knast (Gefängnis) zum sächsischen "Knast" als Synonym für "Hunger" kommt, wie in der Frage "Hast Du auch schon Knast?", wissen wir leider nicht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Im Jiddischen sind "macken" oder "mackes" einfach "Schläge" oder "Fehler". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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In der Bibel ist im 2. Buch Samuel die Rede von den "Krethern und Plethern". Je nach Deutung kann das ausgelegt werden als zusammengewürfelte Schar Menschen. Oder wörtlich genommen vom Hebräischen "krethi" als Verb "töten"und "plethi" als "forteilen. Krethi und Plethi wären dann die verhassten Funktionsträger des Königs David gewesen, Scharfrichter und Eilboten. Diese Deutung würde den abschätzigen Charakter der Redensart heute erklären. Auf Nummer sicher geht, wer die modernen sprachlichen "Nachfahren" von "Krethi und Plethi" nutzt: "Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher" oder "Hinz und Kunz" ... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Ein verballhornter Glückwunsch aus dem Jiddischen "hazloche u wroche" (im Hebräischen hazlachá, b'rachá). Beides bedeutet "Glück und Segen" und wurde als Redensart zum Abschluss eines Geschäftes benutzt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Hebräisch: "ganav" = der Gauner" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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In der Bibel ist der "kozen" noch ein Richter, Fürst oder Führer. Im späteren Hebräisch wird daraus der Reiche "ein dicker, fetter Kozen". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Aus dem Hebräischen "šikōr", was "angetrunken" bedeutet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Wer so betitelt wird, muss eigentlich nicht beleidigt sein. Denn die Bezeichnung "Ische" stammt vom Hebräischen Wort "ischa" - und bedeutet schlicht "Frau". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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